
Hochfeld schrieb:
Bienenwachs ist ein Kohlenwasserstoff. Dieser zerlegt sich bei entsprechender Wärmezufuhr und bildet vielfältige neue Kohlenwasserstoffe.
Der Parafingeruch legt nahe das eine Zerlegung stattfindet. Es bilden sich dabei freundliche, und weniger freundliche Stoffe in Honigkontakt. Es ist realistich das ein Teil dieser Stoffe von der Honigoberfläche eingefangen wird.
Wie haltet ihr es den mit der Qualität eures Produkts?
Gruß Hochfeld
Bienenalex schrieb:
Hallo
ich heize da nicht rin die Wabe rein. dassind pro Seite ein paar sekunden so dass lediglich die Deckel abspritzen.
ich habe noch nie etws negatives über die Methode gehört. im gegenteil, sie gilt als schonend. IWird sogar im Biobereich angewendet.
Odenwaldimker schrieb:
Hat jemand erfahrung beim Entdeckeln mit einem Heißluftfön?Von wegen Hitze und Honig??
Borkum schrieb:
Hallo,
in der ADIZ Heft 8/ 1991 hat Herr Dr. Wallner (Hauptaufgabe an der Uni Hohenheim die Rückstandsanalytik von Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten) einen vergleichenden Artikel zwischen Heißluftfön- und Propangasflamm-Entdeckelung veröffentlich. Ergebniss: Keine Honigbeeinflussung durch die beiden Verfahren und nennenswerte Vorteile mit der Gasflamme. Zum Beispiel Energiekosten, kein Spritzen durch Luftstrom etc.. Ich habe mir bei dem Hersteller Primus Sievert, Piezo-Handgriff Nr. 336601 und Zyklonbrenner 18 mm Nr.333501 + passenden Schlauch, Schlauchbruchsicherung und Druckminderer gebraucht gekauft (Vorfürgeräte). Der Zeitgewinn gegenüber der romantischen Handentdeckelung ist enorm und meine 6 Waben-Selbwendeschleuder seitdem der Engpass im Arbeitsablauf. Endecklungswachs nahe Null.
Borkum
Hochfeld schrieb:
Hallo Borkum,
dann will ich mal deutlicher werden. Vom nachglimmenden Docht einer Bienenwachskerze steigen krebseregende Stoffe auf.
Herr Dr. Wallner den ich sehr schätze, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Rückstandsanalyse, damit hält er auch nicht hinterm Berg. (lobenswert)
Die Wärmeableitung im Wachs ist schlecht. Auch in der dünnen verflüssigten Schicht wird sich keine Wärmeströmung zu Wärmeabfuhr bilden können. Infolge ich eine stärkere punktuelle Überhitzung sehr wahrscheinlich.
Gruß Hochfeld
Hochfeld schrieb:
Hallo Borkum,
dann will ich mal deutlicher werden. Vom nachglimmenden Docht einer Bienenwachskerze steigen krebseregende Stoffe auf.
Herr Dr. Wallner den ich sehr schätze, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Rückstandsanalyse, damit hält er auch nicht hinterm Berg. (lobenswert)
Die Wärmeableitung im Wachs ist schlecht. Auch in der dünnen verflüssigten Schicht wird sich keine Wärmeströmung zu Wärmeabfuhr bilden können. Infolge ich eine stärkere punktuelle Überhitzung sehr wahrscheinlich.
Gruß Hochfeld
Borkum schrieb:
Hallo,
ja,ja der Krebs.
Hier mal ein Kommentar von Dr. Wallner:
Hier wird doch Einiges falsch dargestellt:
Das Heißluftentdeckeln mit Flamme oder elektischem Heißluft-Gerät hat
nichts mit Verbrennung zu tun!
Die Hitze wird lediglich dafür genutzt, um die Zelldeckel zum
Schmelzen und das Wachs zum Zusammenlaufen zu Kügelchen oder
Plättchen zu bringen. Es wird kein Wachs verbrannt! Wenn man es
richtig macht, ist die Zeit in der die Hitze auf die Zelldeckel
einwirkt nur wenige Zehntelsekunden. Dem entsprechend ist auch eine
Diskussion über mögliche Verbrennungsrückstände müsig.
Ein Autor schreibt, daß das Abspritzen von Wachs ein Effekt der
Verbrennung wäre, das ist falsch. Abspritzen des Wachses tritt nur
beim Elektrofön auf, der ja mit einem starken Luftstrom arbeitet und
deshalb verflüssigte Wachströpfchen wegbläst
Borkum
bienenjupp schrieb:
Das Abspritzen von Wachs hat seine Ursache hauptsächlich in den Lufteinschlüssen unter dem Wachsdeckel. Diese bringt bei Erwärmung den Wachsdeckel teilweise zum Platzen und damit zum Wegspritzen. Wer natürlich mit Windstärke 10 bläst saut noch mehr rum![]()