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Imkereitechnik - Gerätschaften
64 Themen, Moderator: Bienenfuchs, Bienenalex
Forum: Imkereitechnik - Gerätschaften

Entdeckeln mit einem Heißluftfön

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Avatar: Bienenalex
Moderator
Beiträge: 2263
Alter: 60 Jahre,
# 30.07.10, 22:08 Uhr
Hochfeld schrieb:
Bienenwachs ist ein Kohlenwasserstoff. Dieser zerlegt sich bei entsprechender Wärmezufuhr und bildet vielfältige neue Kohlenwasserstoffe.
Der Parafingeruch legt nahe das eine Zerlegung stattfindet. Es bilden sich dabei freundliche, und weniger freundliche Stoffe in Honigkontakt. Es ist realistich das ein Teil dieser Stoffe von der Honigoberfläche eingefangen wird.
Wie haltet ihr es den mit der Qualität eures Produkts?
Gruß Hochfeld


Hallo
ich heize da nicht rin die Wabe rein. dassind pro Seite ein paar sekunden so dass lediglich die Deckel abspritzen.
ich habe noch nie etws negatives über die Methode gehört. im gegenteil, sie gilt als schonend. IWird sogar im Biobereich angewendet.
Viele Grüße Alexander
Und im übrigen bin ich der Meinung dass imkern bienengemäß, einfach, praktisch, zeitsparend und preiswert sein muss.
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Avatar: Hochfeld
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aus Hofheim
Beiträge: 506
Alter: 72 Jahre,
# 31.07.10, 10:52 Uhr
Bienenalex schrieb:

Hallo
ich heize da nicht rin die Wabe rein. dassind pro Seite ein paar sekunden so dass lediglich die Deckel abspritzen.
ich habe noch nie etws negatives über die Methode gehört. im gegenteil, sie gilt als schonend. IWird sogar im Biobereich angewendet.


Hallo Bienenalex,

warum spritz es? Ganz einfach nach punktuell starker Erhitzung. Beschäftige dich mal mit der Craktemperatur von Kohlenwassserstoffen.
Da wäre ein sinnvoller Forschungsauftrag von den DIB zu vergeben. Und dies gleich nach dem DIB Strategiepapier "wie flüchten Imker aus dem Raps", nach Verbot der Neonikotioide.

Gruß Hochfeld

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Avatar: Borkum
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aus Köln
Beiträge: 6
Alter: 20 Jahre,
Beitrag bearbeitet von Borkum am 01.08.10 um 01:38 Uhr.
# 01.08.10, 01:12 Uhr
Odenwaldimker schrieb:

Hat jemand erfahrung beim Entdeckeln mit einem Heißluftfön?Von wegen Hitze und Honig??


Hallo,

in der ADIZ Heft 8/ 1991 hat Herr Dr. Wallner (Hauptaufgabe an der Uni Hohenheim die Rückstandsanalytik von Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten) einen vergleichenden Artikel zwischen Heißluftfön- und Propangasflamm-Entdeckelung veröffentlich. Ergebniss: Keine Honigbeeinflussung durch die beiden Verfahren und nennenswerte Vorteile mit der Gasflamme. Zum Beispiel Energiekosten, kein Spritzen durch Luftstrom etc.. Ich habe mir bei dem Hersteller Primus Sievert, Piezo-Handgriff Nr. 336601 und Zyklonbrenner 18 mm Nr.333501 + passenden Schlauch, Schlauchbruchsicherung und Druckminderer gebraucht gekauft (Vorfürgeräte). Der Zeitgewinn gegenüber der romantischen Handentdeckelung ist enorm und meine 6 Waben-Selbwendeschleuder seitdem der Engpass im Arbeitsablauf. Endecklungswachs nahe Null.

Borkum
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Avatar: Borkum
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aus Köln
Beiträge: 6
Alter: 20 Jahre,
# 01.08.10, 01:20 Uhr
Dieser Beitrag wurde am 01.08.10 um 01:22 von Borkum gelöscht.
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Avatar: Hochfeld
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aus Hofheim
Beiträge: 506
Alter: 72 Jahre,
# 01.08.10, 13:49 Uhr
Borkum schrieb:

Hallo,

in der ADIZ Heft 8/ 1991 hat Herr Dr. Wallner (Hauptaufgabe an der Uni Hohenheim die Rückstandsanalytik von Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten) einen vergleichenden Artikel zwischen Heißluftfön- und Propangasflamm-Entdeckelung veröffentlich. Ergebniss: Keine Honigbeeinflussung durch die beiden Verfahren und nennenswerte Vorteile mit der Gasflamme. Zum Beispiel Energiekosten, kein Spritzen durch Luftstrom etc.. Ich habe mir bei dem Hersteller Primus Sievert, Piezo-Handgriff Nr. 336601 und Zyklonbrenner 18 mm Nr.333501 + passenden Schlauch, Schlauchbruchsicherung und Druckminderer gebraucht gekauft (Vorfürgeräte). Der Zeitgewinn gegenüber der romantischen Handentdeckelung ist enorm und meine 6 Waben-Selbwendeschleuder seitdem der Engpass im Arbeitsablauf. Endecklungswachs nahe Null.

Borkum

Hallo Borkum,

dann will ich mal deutlicher werden. Vom nachglimmenden Docht einer Bienenwachskerze steigen krebseregende Stoffe auf.
Herr Dr. Wallner den ich sehr schätze, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Rückstandsanalyse, damit hält er auch nicht hinterm Berg. (lobenswert)
Die Wärmeableitung im Wachs ist schlecht. Auch in der dünnen verflüssigten Schicht wird sich keine Wärmeströmung zu Wärmeabfuhr bilden können. Infolge ich eine stärkere punktuelle Überhitzung sehr wahrscheinlich.

Gruß Hochfeld
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Avatar: klee47
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aus Lemgo
Beiträge: 1

# 01.08.10, 18:04 Uhr
Hochfeld schrieb:

Hallo Borkum,

dann will ich mal deutlicher werden. Vom nachglimmenden Docht einer Bienenwachskerze steigen krebseregende Stoffe auf.
Herr Dr. Wallner den ich sehr schätze, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Rückstandsanalyse, damit hält er auch nicht hinterm Berg. (lobenswert)
Die Wärmeableitung im Wachs ist schlecht. Auch in der dünnen verflüssigten Schicht wird sich keine Wärmeströmung zu Wärmeabfuhr bilden können. Infolge ich eine stärkere punktuelle Überhitzung sehr wahrscheinlich.

Gruß Hochfeld



Hallo

Soviel ich weiß, ist bei frischen Waben ein kleines Luftpolster unter der Verdeckelung, diese dehnt sich aus und läst den Deckel wegfliegen, wie man an den Spritzern sehen kann.

Ich habe bei meiner 4 Wabenschleuder auch mit dem Föhn entdeckelt, klappte sehr gut.

Jetzt habe ich eine Universalschleuder, bei dieser klappt es nicht mehr so gut, es gab öfters Bruch, Jetzt kommt die Gaben wieder zum Einsatz.

Haben andere auch die Erfahrung gemacht, dass das entdeckeln am bestern bei Tangentialscheudern und Selbstwendeschleudern funktioniert ?

Gruß Dirk
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Avatar: Borkum
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aus Köln
Beiträge: 6
Alter: 20 Jahre,
# 31.08.10, 22:57 Uhr
Hochfeld schrieb:

Hallo Borkum,

dann will ich mal deutlicher werden. Vom nachglimmenden Docht einer Bienenwachskerze steigen krebseregende Stoffe auf.
Herr Dr. Wallner den ich sehr schätze, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Rückstandsanalyse, damit hält er auch nicht hinterm Berg. (lobenswert)
Die Wärmeableitung im Wachs ist schlecht. Auch in der dünnen verflüssigten Schicht wird sich keine Wärmeströmung zu Wärmeabfuhr bilden können. Infolge ich eine stärkere punktuelle Überhitzung sehr wahrscheinlich.

Gruß Hochfeld



Hallo,

ja,ja der Krebs.
Hier mal ein Kommentar von Dr. Wallner:
Hier wird doch Einiges falsch dargestellt:
Das Heißluftentdeckeln mit Flamme oder elektischem Heißluft-Gerät hat
nichts mit Verbrennung zu tun!
Die Hitze wird lediglich dafür genutzt, um die Zelldeckel zum
Schmelzen und das Wachs zum Zusammenlaufen zu Kügelchen oder
Plättchen zu bringen. Es wird kein Wachs verbrannt! Wenn man es
richtig macht, ist die Zeit in der die Hitze auf die Zelldeckel
einwirkt nur wenige Zehntelsekunden. Dem entsprechend ist auch eine
Diskussion über mögliche Verbrennungsrückstände müsig.

Ein Autor schreibt, daß das Abspritzen von Wachs ein Effekt der
Verbrennung wäre, das ist falsch. Abspritzen des Wachses tritt nur
beim Elektrofön auf, der ja mit einem starken Luftstrom arbeitet und
deshalb verflüssigte Wachströpfchen wegbläst

Borkum
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Avatar: bienenjupp
Mitglied
aus Geilenkirchen
Beiträge: 2586
Alter: 59 Jahre,
# 01.09.10, 07:42 Uhr
Borkum schrieb:

Hallo,

ja,ja der Krebs.
Hier mal ein Kommentar von Dr. Wallner:
Hier wird doch Einiges falsch dargestellt:
Das Heißluftentdeckeln mit Flamme oder elektischem Heißluft-Gerät hat
nichts mit Verbrennung zu tun!
Die Hitze wird lediglich dafür genutzt, um die Zelldeckel zum
Schmelzen und das Wachs zum Zusammenlaufen zu Kügelchen oder
Plättchen zu bringen. Es wird kein Wachs verbrannt! Wenn man es
richtig macht, ist die Zeit in der die Hitze auf die Zelldeckel
einwirkt nur wenige Zehntelsekunden. Dem entsprechend ist auch eine
Diskussion über mögliche Verbrennungsrückstände müsig.

Ein Autor schreibt, daß das Abspritzen von Wachs ein Effekt der
Verbrennung wäre, das ist falsch. Abspritzen des Wachses tritt nur
beim Elektrofön auf, der ja mit einem starken Luftstrom arbeitet und
deshalb verflüssigte Wachströpfchen wegbläst

Borkum



Das Abspritzen von Wachs hat seine Ursache hauptsächlich in den Lufteinschlüssen unter dem Wachsdeckel. Diese bringt bei Erwärmung den Wachsdeckel teilweise zum Platzen und damit zum Wegspritzen. Wer natürlich mit Windstärke 10 bläst saut noch mehr rummrgreen
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Avatar: Hochfeld
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aus Hofheim
Beiträge: 506
Alter: 72 Jahre,
# 01.09.10, 16:46 Uhr
bienenjupp schrieb:

Das Abspritzen von Wachs hat seine Ursache hauptsächlich in den Lufteinschlüssen unter dem Wachsdeckel. Diese bringt bei Erwärmung den Wachsdeckel teilweise zum Platzen und damit zum Wegspritzen. Wer natürlich mit Windstärke 10 bläst saut noch mehr rummrgreen

Hallo Bienenjupp,

solltest dich man mit der Zerfallstemperatur von Kohlenwasserstoffen befassen. Gefültes Wissen hilft nicht weiter.

Gruß Hochfeld

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