Ali schrieb:
Viren , Bakterien und Pilze gehören in jeden Bienenkasten und ein gesundes Volk kann mit Honig ,Kittharz und Putztrieb eingesundes Gleichgewicht halten, jeder menschliche, künstliche Eingriff verschiebt das Gleichgewicht. Ob das gesünder ist als ein natürliches Gleichgewicht der standorteigenen Mikroorganismen oder auch nur zusätzliche Arbeit und Kosten für den Imker weiß ich nicht. In Einem bin ich mir aber sicher, standortangepasste Bienen sind die sichere Bank und dankbar für jede Störung, die unterbleibt.
hallo ali,
grundsätzlich gebe ich dir recht, doch eingriff und störung des natürlichen gleichgewichtes inklusive der ausrottung unserer heimischen dunklen bienen ist längst geschehen.
hätten wir nicht die varroen seuche so hätten wir viel arbeit und sekundärkrankheiten gespart. da die milbe aber nun da ist, müssen die völker behandelt werden - da führt kein weg dran vorbei. besonders durch den einsatz von pharma/chemikalien und säuren werden aber eingriffe vorgenommen, die das natürliche gleichgewicht der mikroflora im stock stören. es ist in etwa vergleichbar mit antibiotikabehandlungen beim menschen - danach ist die darmflora hinüber. diese ist aber (genau wie die bienenstockflora) wichtig für das immunsystem. hinzu kommen noch faktoren wie mangelernährung (einseitige trachten/monokulturen und reine zuckerfütterung), umweltgifte/spritzmittel/düngemittel/abgase etc.. mikroben können dabei helfen diese schädigenden stoffe und belastungen sowie pathogene keime abzubauen. es stellt also einen zusätzlichen schutz und ein hilfsmittel/stärkungsmittel da.
desweiteren haben unsere bienen auch zu kämpfen mit weiteren gefahren. es gibt nosema, ruhr, faulbrut, und weitere schädliche keime. die genannten bakterien können helfen diese zu unterdrücken. dem ausbruch dieser seuchen könnte also etwas vorgebeugt werden.
ebenso ist auch die fütterung mit reinem zuckerwasser recht unnatürlich und einseitig (viele ganzheitlich arbeitenden imker geben deshald noch honiganteile, pollen, bienentee(kräuter), oder auch em hinzu) um die nahrung wieder anzureichern mit vitaminen, enzymen, spurenelementen, usw. - ein hervorragend genährtes und gesundes volk bringt weit höhere honigerträge, hat ausgedehntere brutnester und mehr bienen, sammelt mehr pollen und ist kerngesund und stabil.
behandeln mit em kann man, wenn die eingriffe wie durchsicht, honigernte, etc. sowieso erfolgen.mir macht es sogar weniger arbeit als mit dem raucher. ein abwaschen des anflugbrettchens von aussen, sowie zugabe von em in die tränke oder das absprühen der bienenumgebung stören wohl nicht weiter. wenn ein leichtes rascheln schon eine störung darstellt stimmt schon etwas nicht. viele "altimker" waschen die flugbrettchen seit jahrzehnten ab - ist bestimmt besser als schmutz/gammel etc..
von den bienen abgesehen möchte man ja auch saubere produkte gewinnen, die möglichst frei von schadstoffen sein sollen und ein gutes energetisches potential aufweisen.
bezüglich der kosten: em ist, wenn man es selbst ansetzt, sehr kostengünstig (siehe anbieterlinks). hier macht es natürlich ewas arbeit, doch man hat in ca. 1 stunde alles gemischt und angesetzt (bei 5 litern hat man da sehr lange von!). man kann die produkte auch ferig kaufen - hier gibt es preisliche unterschiede:
apis biosa ist speziell für bienen entwickelt worden, zusätzlich mit kräutern angereichert und hat seinen preis, der nicht ganz billig ist (aber für den skeptiker sicher ein guter einstieg).
fertige "normale" em-lösung ist günstiger (hier wirken vergleichbare und identische mikroben aber kein kräuterzusatz und ist für breite anwendungspalette gedacht).
das günstigste ist das selbstaktivierte - damit arbeite ich seit vielen jahren und bin sehr zufrieden.
wenn du mal ruhe und zeit hast, ließ dir doch mal die links durch, es lohnt sich womöglich,
liebe grüße aus dem odenwald,
aeon
(ps: seit erfindung der maschiene/verbrennungsmotor und glühlampe hat der immense eingriff des menschen in die natur schon längst begonnen. die folgen werden uns erst jetzt so langsam bewusst.
trotz allem verbringen die menschen mehr zeit damit sich gegenseitig das leben schwer zu machen -
als daß sie sich ändern und retten was noch zu retten ist!!! hier haben die bienen uns vielleicht etwas vorraus: sie kennen das EGO nicht - sondern nur das WIR !!!)
Gesundheit ist der Zustand des völligen körperlichen, seelischen und sozialem Wohlbefindens.
Jedoch wenn man die Messlatte so hoch legt, dürfte es auf Erden nur wenig gesunde Menschen geben. (danke an uwe r.)
wer nicht willens ist, die natur bis in ihre feinsten glieder zu erforschen und zu verstehen, muß sich nicht wundern, wenn er eines tages hilflos und mit unverständnis den krankheitssymptomen der grösseren glieder gegenübersteht! (von mir;)