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Ausbildung und Beruf
253 Themen, Moderator: Agrarsani, Susanne1, Manu, Matthias, Biobauer, Jamo
Forum: Ausbildung und Beruf
Für das Leben lernen wir!

BOS + FH/Studium oder HLS?

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Avatar: theBauer
Mitglied
Beiträge: 58
Alter: 17 Jahre,
# 29.01.10, 23:21 Uhr
BOS + FH/Studium oder HLS?
Guten Abend Leute,

ich bin im moment zwar noch im BGJ, aber trotzdem am überlegen, wie ich nach meiner Lehrzeit bzw. Gesellenprüfung weitermachen möchte. Ich habe schon einige Meinungen gehört, wobei die Mehrheit meint, dass der "unternehmerische Sinn" in der HLS besser vermittelt wird, als im Studium, d.H. die besseren Unternehmer bzw. Geschäftsführer oder wie auch immer kommen von der HLS. Als Ingenieur bzw. Bachelor ist man halt in der Gesellschaft besser angesehen, ich weis aber nicht, ob mir das Studium als zukünftiger Betriebsleiter mehr bringt als die Höhere Landbauschule, da ich eig auf jeden Fall den Betrieb meines Vaters übernehmen möchte und jetzt keine Stelle als Lehrer oder ALF - Beamter oder so haben möchte.

Welche Ausbildung bzw. Schule habt ihr gemacht?
Welche ist eurer Meinung nach die Bessere?

schönen abend noch
lg
Dumm darf man sein, blos net saudumm!

manitou mf8400 mf7400 mf7400-2 fendticon
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Avatar: chris86
Mitglied
aus Oberfranken
Beiträge: 31
Alter: 23 Jahre,
# 29.01.10, 23:32 Uhr
ich war auf der Technikerschule in Triesdorf und kann dies jedem nur empfehlen, insofern man in rel. kurzer Zeit mit der ganzen Ausbildung fertig werden möchte. Hier wird man speziell in Betriebsführung und Mitarbeiterführung optimal auf das spätere Berufsleben ausgebildet.


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Avatar: IronMaiden
Mitglied
Beiträge: 49

# 30.01.10, 10:19 Uhr
Das Studium bereitet einen nicht optimal darauf vor, einen Betrieb zu leiten, dass ist richtig. Rein praktisch lernt man auf der Technikerschule, HLS oder wie es in jedem Bundesland auch immer heißen mag sicherlich mehr.
Aber wenn ich mir dein Alter so anschaue, dann kommt Studium für dich wahrscheinlich eh (noch) nicht in Frage, da du kein Abi haben wirst.
Das heißt, du müsstest sowieso erst Meister oder Techniker machen, um dich für Uni oder FH zu qualifizieren.
Das musst du dann persönlich entscheiden, ob dir deine Ausbildung dadurch nicht zu lang und zu teuer wird, und vor allen Dingen ob du mit der Lernerei klar kommst, Studium ist auch nicht jedermanns Sache. Vieles ist einfach nur stumpfes Auswendiglernen von Kram, den du nie wieder brauchst...wink

Persönlich kann ich dir aber nur raten zu studieren. Möglichst weit weg von zu haus, eigene Wohnung, für sich selbst verantwortlich sein, Auslandssemester machen etc... Du siehst viel neues, lernst viele Leute kennen und bekommst mal ein wenig Abstand vom Betrieb.
Für die persönliche Entwicklung bringt das am meisten, man lernt einfach sehr gut über den Tellerrand zu blicken!
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Avatar: theBauer
Mitglied
Beiträge: 58
Alter: 17 Jahre,
# 30.01.10, 12:03 Uhr
IronMaiden schrieb:

Das Studium bereitet einen nicht optimal darauf vor, einen Betrieb zu leiten, dass ist richtig. Rein praktisch lernt man auf der Technikerschule, HLS oder wie es in jedem Bundesland auch immer heißen mag sicherlich mehr.
Aber wenn ich mir dein Alter so anschaue, dann kommt Studium für dich wahrscheinlich eh (noch) nicht in Frage, da du kein Abi haben wirst.
Das heißt, du müsstest sowieso erst Meister oder Techniker machen, um dich für Uni oder FH zu qualifizieren.
Das musst du dann persönlich entscheiden, ob dir deine Ausbildung dadurch nicht zu lang und zu teuer wird, und vor allen Dingen ob du mit der Lernerei klar kommst, Studium ist auch nicht jedermanns Sache. Vieles ist einfach nur stumpfes Auswendiglernen von Kram, den du nie wieder brauchst...wink

Persönlich kann ich dir aber nur raten zu studieren. Möglichst weit weg von zu haus, eigene Wohnung, für sich selbst verantwortlich sein, Auslandssemester machen etc... Du siehst viel neues, lernst viele Leute kennen und bekommst mal ein wenig Abstand vom Betrieb.
Für die persönliche Entwicklung bringt das am meisten, man lernt einfach sehr gut über den Tellerrand zu blicken!


Ja, das ist wahrsch. richtig. Aber eigentlich würde ja ein Jahr BOS auch als qualifizierung für die FH reichen oder?.......einige Leute meinen, dass mir die Lehrzeit als Praktikum fürs Studium anerkannt werden würde, ich glaube die gesamte ausbildung wäre mit Studium 1 Jahr länger als mit Landwirtschaftsschule und HLS....stimmt des eigentlich, dass Agrarbetriebswirt (HLS) vom Rang her genauso hoch ist wie Techniker ?

schönen samstag noch und viel spass bei der Arbeit ;)

lg
Dumm darf man sein, blos net saudumm!

manitou mf8400 mf7400 mf7400-2 fendticon
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Avatar: Torsten19
Mitglied
aus Saterland
Beiträge: 15
Alter: 24 Jahre,
# 30.01.10, 12:24 Uhr
Moin,

wenn du den Betrieb zuhause weitermachen willst würde ich dir die Weiterbildung zum Agrarbetriebswirt an der HLS empfehlen, das ist viel Praxisorientierter als das Studium und wenn du Agrarbetriebswirt bist kannste immernoch weiterstudieren wenn du da noch lust zu hast. An der HLS schaut ihr genau in eure Buchführung von euren Betrieb rein und beschäftigst dich da intensiv mit und hast eine Jahresarbeit zu erledigen bei der du dir ein Thema aussuchen kannst und darüber was schreibst, das kannste auch wieder über deinen Betrieb machen zum Beispiel wie ihr euern Betrieb optimiert, Planung von einen neuen Stall, Feldversuche usw. Das sind die Sache die dich dann auch wirklich interessieren und wo man dann auch wirklich hintersitzt und die sache auch gut macht und nicht wie oben erwähnt im Studium sitzt und irgendwelche sachen auswendig lernt die man dann eh nie wieder braucht. Wenn du erstmal Agrarbetriebswirt bist stehen dir ja alle wege offen, das biste dann nämlich schonmal. Wenn du jetzt dieses eine Jahr zur Fachoberschule gehst und danach studierst und dann feststellst das studieren doch nicht dein ding ist dann haste das eine Jahr komplett weggeschmissen und hast nur deine Fachhochschulreife, die dir dann in dem sinne auf deinen Betrieb auch nichts bringt ;)
Also so hab ichs gemacht und bin nu auch am studieren.

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Avatar: Mim
Mitglied
aus Franken
Beiträge: 361
Alter: 37 Jahre,
Beitrag bearbeitet von Mim am 30.01.10 um 12:46 Uhr.
# 30.01.10, 12:43 Uhr
Hallo,

also zuersteinmal hinkt der Vergleich etwas - reden wir hier nicht von Zeitunterschieden von 1 (HLS) bis 4 (FH) Jahren - wobei die FH ja auch noch 2 Praxissemester umfasst meist inzwischen mit Auslandaufenthalt.

Zu meinen Zeiten wurde bzgl. Lehre nur ein Praxissemester anerkannt, da muss man nachfragen wie das mit den heutigen Masterstudiengängen ist.

"Auf die Betriebsleitung vorbereiten" nunja viele meiner Studienkollegen oder der heutigen Absolventen (ich hatte grad gestern wieder an einer FH nach guten Berufseinsteigern nachgefragt) gehen ebenso/erfolgreich auf die Betriebe zurück, hab schon Meinungen gelesen, dass der Betriebsleiter der Zukunft zu 80 % studiert sein wird. Da brauch man sich auch nur mal die DLG anschauen und ihre Mitglieder.

Technikerschule - kann ich nur bestätigen. Zumindest das Programm von Triesdorf hats echt in sich. Wenn man die "Zeit" hat - würde ich es in jedem Fall empfehlen.

@ Thorsten, ich muss jetzt etwas schmunzlen, in meinem Studium gehörten Spatenproben auf dem Feld ebenso dazu wie eben vor Ort Stallklimamessungen und Berechnung zu Stallkonzepten aufgeteilt in Raumprogramme, Zeitprogramme und wenn ich jetzt sehe, wie hochdiffiziel die Fütterung von Hochleistungstieren mit dem Stoffwechsel bis ins Detail zum Spiel mit der Bauchspeicheldrüse und dem Insulin ist - möchte ich meine mehrjährige Tierernährungsvorlesungen nicht missen smile.

Gruß Mim
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Avatar: Torsten19
Mitglied
aus Saterland
Beiträge: 15
Alter: 24 Jahre,
Beitrag bearbeitet von Torsten19 am 30.01.10 um 13:06 Uhr.
# 30.01.10, 13:03 Uhr


Ich habe ja auch nie behauptet das das Stuium keine Praxis bietet, nur die Weiterbildung zum Agrarbetriebswirt ist viel Praxisorientierter, da wird zwar nicht so sehr ins detail eingegangen wie im Studium, aber für einen guten Betriebsleiter der zuhause weitermachen will reicht das allemal. Oder bist du etwa der Ansicht das ein Landwirt der nicht studiert hat und vielleicht nur seinen Meister hat, nicht gut genug ist um Existenzfähig zu sein??? Ich kenne auch Landwirte die studiert haben und die haben auch keine besseren Leistungen als andere.......Dein Eintrag kommt mir so vor als wenn jeder studieren muss, alles andere ist heutzutage nichts mehr wert, sind wir schon soweit heute?? Es gibt viele Landwirtschaftsstudenten die von der Praxis keine Ahnung haben aber durch ihr theoretisches wissen ihren Bachelor sehr gut bestehen. Und solche Leute haben dann später was zusagen....Renate Künast wusste auch nichtmal das eine Kuh erstmal ein kalb bekommen muss damit sie Milch gibt, sie hat zwar keine Landwirtschaft studiert aber solche Leute gibt es auch unter den Landwirtschaftsstudenten......das ist meiner meinung nach traurig.....
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Avatar: IronMaiden
Mitglied
Beiträge: 49

Beitrag bearbeitet von IronMaiden am 30.01.10 um 13:25 Uhr.
# 30.01.10, 13:24 Uhr
Ich würde es mal so ausdrücken:
HLS oder Technikerschule geht eben auch direkt auf die eigenen Betriebe ein. Außerdem ist das ganze System verschult, sprich man bekommt alles vorgekaut...
In der Uni bekommt man vieles nur vorgeworfen, was man dann draus macht bleibt einem selbst überlassen. Wenn man dann Probleme hat sich etwas selbstständig zu erarbeiten, dann sollte man vielleicht eher zur Schule gehen!

Bei den einfachen Bachelor-/Master- Studiengängen reichen 6 Monate Praktikum aus, wovon nur 3 Monate auf einem landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb sein müssen, die restlichen 3 Monate können auf einem Betrieb ohne Ausbildereignung oder im vor- oder nachgelagerten Bereich sein.

@thebauer:
HLS ist einjährige Fachschule, oder?
Damit wäre es unter dem Techniker, der entspricht der zweijährigen Fachschule!
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Avatar: Juli_i
Mitglied
aus Remseck
Beiträge: 410
Alter: 20 Jahre,
# 30.01.10, 13:25 Uhr
ich will auch mal was dazu loswerden....
is nich speziell auf diesen thread bezogen, sondern auch auf ähnliche hier auf der seite.
mir kommts immer so vor, als denken die meisten hier, dass an ner uni nur leute sind, die von der praxis nich viel ahnung haben, alles nur theoretisch lernen und später in irgendnen höheres amt gesetzt werden.
und das find ich schade.
ich denke an ner uni gibts mindestens genausoviele studenten, die nen hervorragenden bezug zur praxis haben.
wollt ich nur mal gesagt haben, weil viele stellen das hier im forum ganz verkehrt dar.
die leute, die später dann mal nich in der lage sin nen betrieb zu führen gibts nämlich immer, egal ob von uni, fh oder meister.

mfg
juli
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Avatar: Torsten19
Mitglied
aus Saterland
Beiträge: 15
Alter: 24 Jahre,
Beitrag bearbeitet von Torsten19 am 30.01.10 um 13:42 Uhr.
# 30.01.10, 13:40 Uhr
Juli_i schrieb:

ich will auch mal was dazu loswerden....
is nich speziell auf diesen thread bezogen, sondern auch auf ähnliche hier auf der seite.
mir kommts immer so vor, als denken die meisten hier, dass an ner uni nur leute sind, die von der praxis nich viel ahnung haben, alles nur theoretisch lernen und später in irgendnen höheres amt gesetzt werden.
und das find ich schade.
ich denke an ner uni gibts mindestens genausoviele studenten, die nen hervorragenden bezug zur praxis haben.
wollt ich nur mal gesagt haben, weil viele stellen das hier im forum ganz verkehrt dar.
die leute, die später dann mal nich in der lage sin nen betrieb zu führen gibts nämlich immer, egal ob von uni, fh oder meister.

mfg
juli


Das ist wohl richtig das nicht alle Studenten theoretiker sind und auch welche ahnung von der Praxis haben, aber es gibt sie und sie werden numal später eine höhere Stelle haben als ein Meister, obwohl der Meister vielleicht mehr kann als mancher Bachelor ;) genauso geht es auch umgekehrt, nur der Meister wird nicht so einfach eine Vergleichbare Position wie der Bachelor bekommen, also sinds die Studenten die nur theoretisches wissen haben. Das stört vielleicht nicht wenn sie dann als Berater losziehen oder irgendwo im Büro sitzen, aber für den eigenen Betrieb halte ich den Meister/ Agrarbetriebswirt für das beste was man machen kann, da lasse ich mir auch nicht reinreden.

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