
DerAndreas schrieb:
Hallo,
derzeit denke ich über die Anschaffung meines ersten Hundes nach.
Zuerst hatte ich mich für den HS und für die Schweißarbeit begeistert, musste aber nach Lektüre diverser Texte zum Thema feststellen das ich als Normalberufler ohne eigenes Revier wohl dieser Rasse nicht gerecht werden könnte.
Also weitergeschaut: Der DJT hatte es mir dann angetan. Er ist nicht so groß, kann also das Wild nicht hetzen und ist bestimmt prima für die Wohnungshaltung geeignet. Das scheint mir so ein Multitalent zu sein, nach dem was man so liest. Einziger Schwachpunkt: Ich lese immer wieder das diese Rasse gern ihren Führer ignoriert, und ausserhalb der Jagd keine Beziehung zu ihm aufbaut. Wenn das stimmt fällt der DJT wohl auch weg.
Die Alpenländische Dachsbracke habe ich auch kurz ins Auge gefasst. Talentiert als Schweiß- und Stöberhund (schliessen sich Schweiß- und Stöberarbeit nicht gegenseitig aus?). Mittelgroß und ansonsten noch Unbekannt, wüsste auch niemander der einen Führt.
Ist die ADB langsam genug für Stöbern die nicht in Hetze ausartet? Wie stellt sie sich so im "zivilen Leben" dar?
Nach allem was ich so lese sind alle ernsthaften Nachsuchehundeführer wohl Förster und Berufsjäger. Soll ich (Normalberufler im Schichtdienst) also von Schweißarbeit die Finger lassen? Das wäre schade, aber wenn ich etwas mache - dann will ich auch nicht Stümpern! Also richtig oder garnicht...
Was nun? Ich steh sozusagen im Wald und bin für jeden Hinweis dankbar. So eine Entscheidung will ja wohlüberlegt sein. Zum Glück habe ich bis zur Jägerprüfung noch Zeit und kann in aller Ruhe gucken und Überlegen...
Besten Gruß

lohrjaeger schrieb:
Hallo,
ich stand vor kurzen auch vor dem Problem, welcher Jagdhund es werden soll.
Und da bin ich auch irgendwann mal bei der Alpenländischen gelandet.
Ist´s dann aber nicht geworden, weil mein Junior jetzt erst 6 wird und es da angeblich Probleme geben könnte. Ich sage ausdrücklich könnte. Der zweite Grund war aber, daß mir der Hund rein optisch gar nicht gefällt....und da könnt´s jetzt sagen was ihr wollt: Eignung hin oder her. Gefallen muß mir ein Hund auch!
Aber wenn´st auf mich hörst, wartest Du eh noch 2-3 Jahre. Du wirst als JJ erst mal genug mit Dir zu tun haben. Und wenn Du absoluter Hundeneuling bist, dann sind Probleme vorprogrammiert. Außerdem weißt Du dann auch mehr über Hundearbeit und über die Rassen, die bei Dir Sinn machen können.
Gruß
Hermann
Franz schrieb:
Unsere Zeit verlangt doch geradezu nach Exoten. Hauptgrund für die Anschffung eines Jagdhundes ist doch entweder "hat nicht jeder" oder ist "ist noch nicht so bekannt". Bewährte Qualitäten verschwinden im Hintergrund. Auf unserem letztjährigen Brauchbarkeitskurs waren 17 Hunde aus 12 Rassen, das sagt doch alles Und was findet man dann auf den Jagden davon? Nur die bekannten 4 oder 5 "Allerweltsrassen". Der Rest ist nichts weiter als "nice to have". Unbrauchbar für das, was dann eigentlich gefordert wird.
Zu Zeiten als es ncoh Wild satt gab, kannte niemand diese Exotenrassen, warum wohl?