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Das Leben eines Krümels

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Hansel-Mieth-Preis 2008
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08.05.2008, 20.54 Uhr

Die Knochenmühle

Heute wird zum 10. Mal der Hansel-Mieth-Preis für engagierte Text- und Bildreportagen verliehen, der zu den wichtigsten Ehrungen im deutschen Journalismus zählt. Der 1. Preis ging dieses Mal an den Journalisten Wolfgang Bauer und an den Fotografen Daniel Rosenthal für ihre erschütternde Reportage "Die Knochenmühle". Darin geht es um die Folgen der Globalisierung in China. In den dortigen großen Produktionsfabriken, die vorrangig an die großen, globalen Konzerne (Schmuck-, Textil- und Spielzeugfirmen...) liefern, herrschen schreckliche Arbeitsbedingungen, die jedes Jahr mehr als 100.000 Todesopfer fordern.

Nicht nur, dass die Arbeiter oft jahrelang ihre Familien nicht sehen, sie schuften oft 15 Stunden und mehr am Tag, bei einem einzigen freien Tag im Monat. Es fehlt an den nötigsten Sicherheitsvorkehrungen, noch nicht einmal billigste Atemschutzmasken werden ihnen gewährt. Selbst das Essen in der Kantine ist halb verrottet, da überall gespart wird. Viele von ihnen sind illegal angestellt und haben keinen Arbeitsvertrag. Das heißt, sie haben kaum Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern oder eine Krankenversorgung. Werden sie bei Unfällen schwer verletzt, müssen sie die Krankenhauskosten selbst tragen und vegetieren ohne jede finanzielle Unterstützung ihr Leben lang dahin - sofern sie die Unfälle überhaupt überleben. Ich war wirklich erst einmal erschüttert, als ich das alles gelesen habe. Auch die dazugehörigen Bilder sind herzzerreißend. Mein Gott geht's uns gut...

Über den Hansel-Mieth-Preis: [zeitenspiegel.de]

Der Artikel: [www.wolfgang-bauer.info]

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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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