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Land&Natur

(25 Einträge)

Junger Hutmacher in Kreuth Hüte beim Hutmacher Schild
693 mal angesehen
13.05.2008, 15.26 Uhr

Der wohl jüngste Hutmacher...

Der wohl jüngste Hutmachermeister ist Martin Wiesner in Kreuth/Reitrain. In seinem Betrieb mit Laden fertigt er für jede Kopfform und -größe die passende Kopfbedeckung - Haar- und Lodenhüte zur Tracht oder dem Lodengewand oder Strohhüte für die heiße Jahreszeit. Dabei kommt ihm den Trend etwas entgegen.

Waren bis vor einigen Jahren Hüte ziemlich aus der Mode, scheinen sie nun eine Renaissance zu feiern. Auch im privaten Bereich. Vor allem aber für Vereine, vom Trachtenverein bis zur Blaskapelle, gehört die Kopfbedeckung zum Gewand oder zur Uniform.

Gäste und Urlauber, die im Tegernseer Tag Ferientage verbringen, lassen sich ebenfalls von Martin Wiesner den passenden Hut anfertigen.

Beratung hat für den jungen Hutmachermeister Priorität. Sorgfältig nimmt er Maß und berät bei der Form des Hutes. Nicht jede Kopfbedeckung passt nämlich auf jeden Kopf. Einem langen Gesicht steht unter Umständen kein hoher Hut und auf einen breiten Kopf passt nun mal kein flacher "Deckel".

Sehr großen Menschen, die naturgemäß auch größere Köpfe haben, finden häufig gar keinen Hut von der Stange und sind auf Maßarbeit angewiesen.

Wiesner stammt aus einer alten eingesessenen Handwerkerfamilie im Tegernseer Tal. Einen kreativen Beruf wollte er ausüben, da war sich der junge Mann sicher. Problematisch gestaltete sich die Lehrstellensuche, denn das handwerkliche Herstellen von Hüten war nicht mehr Mode.

Er fand schließlich einen hervorragenden Lehrmeister im Salzkammergut, legte später seine Meisterprüfung ab und eröffnete 2005 seinen
eigenen Laden.

Hier hält er für eilige Kunden auch bereits fertige Hüte in verschiedenen Farben, Materialien und Formen bereit, aber auch allerlei Hutzier von der Federngarnitur bis zum ausgefallenen Band. Auch innen zeigen seine Hüte von der Qualität. Lederbänder sind ein Muss.

Der Wasserkessel auf dem Foto rechts ist übrigens nichts fürs Kaffeekochen, der Meister braucht den Wasserdampf für das Formen der Hutstumpen.
Der 22jährige fühlt sich der Tradition verbunden, aber fertigt genauso Modernes. Jedes Stück, das seinen Laden verlässt, ist etwas Einzigartiges, freut sich Wiesner.

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Kommentare

14.05.2008 15:15 cavecanem_alter_Account
Klasse da es so etwas noch gibt. Tradition, Beruf und Leidenschaft zu verbinden, wer kann das schon???
Heinz
14.05.2008 15:18 cavecanem_alter_Account
Hab da noch was g`funden

[www.welt.de]
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