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Die Tücken des Alltags

(44 Einträge)

Festplatte
108 mal angesehen
20.06.2008, 14.02 Uhr

Tod einer Festplatte

Ich habe einen Trauerfall zu vermelden: Die Festplatte meines Notebooks hat das Zeitliche gesegnet. Schon seit einiger Zeit hatte sie immer wieder Aussetzer. Gab rhythmisch-schlagende Geräusche von sich, nach ein paar Sekunden ging nichts mehr und dann wurde der Bildschirm ohne jede Vorwarnung einfach schwarz. Es half nur noch ausschalten, ein paar Stunden Ruhe (so stelle ich mir das vor, wie bei einem kranken Lebewesen), und dann sollte sie schon wieder ihren Dienst erfüllen.

Und das tat sie auch immer wieder. Beim Einschalten kam zwar jedes Mal die Meldung, das System sei nicht richtig abgemeldet worden und es sei damit zu rechnen, dass Daten verlorengegangen seien. Aber es ist nichts verlorengegangen - und so kam ich mit der "Krankheit" meiner Festplatte trotzdem noch ganz gut zurecht.

Bis vor kurzem. Da konnte ich nicht mal einen Satz schreiben, da schlug sie schon heftiger und lauter als gewöhnlich, der Bildschirm wurde auf der Stelle schwarz und sie war mit Ausschalten und Einschalten auch nicht wiederzubeleben. Ich habe sie wohl schlicht und einfach überfordert. Und Menschen, die es wissen müssen, sagen mir, dass so eine Notebook-Festplatte auch bei besserer Pflege, wie ich sie ihr angedeihen ließ, eine Lebenserwartung von 6 Jahren kaum überschreitet.

Nun ist es leider so, dass ich die Technik nicht wirklich liebe. Ich möchte mich nicht stunden-, wenn nicht tage- und nächtelang damit herumplagen, dass ein neues Notebook auch seinen Drucker findet, dass die Programme sich nicht gegenseitig blockieren und das Antivirus-Programm außer Viren zu ermitteln nicht doch noch andere böse Dinge tut. Hab ich alles schon hinter mir. Und Menschen, meistens männliche (fast nur männliche, wenn ich es genau überlege), die mir sagten "Kein Problem, richte ich dir morgen nachmittag ein" sitzen dann tagelang bei mir rum, weil "kein Problem" in der realen Übersetzung lauten muss "großes Problem, denn nichts passt zusammen".

Ich aber will nur eins: Einschalten, Browser aufrufen, ins Internet gehen und dort die Dinge auch finden, die ich gesucht habe. Ist das denn zu viel verlangt?

Jetzt habe ich einen "Mann für alle Fälle" gemietet (bitte nicht lachen!), der den Auftrag hat, erst dann zu erscheinen, wenn er sicher ist, dass alles so eingerichtet ist, dass ich nur noch einschalten muss. Ob er das hinkriegt? Ihr werdet es erfahren. Und auch, welche Form der Beerdigung wir für die Festplatte gewählt haben. Bis dahin nutze ich für meinen Blog den Rechner am Arbeitsplatz. Mein Chef möge großherzig darüber hinweg sehen.
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Philine

Philine

Alter: 62 Jahre,
aus Schönau
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Kommentare

20.06.2008 14:12 Ginger
Schmunzel , ja, das hätte ich auch gerne mal, einen Mann der wirklich weiß wie man einen Rechner bestückt damit er rund läuft, der Rechner und nicht tage- und nächtelang an dem Problem rumbastelet und installiert und neustartet und letztendlich zum Schluß genau da steht, wie ich selber
20.06.2008 20:14 kruemel
Boah bin ich froh, dass mein Mann sich mit Computern besser auskennt als so mancher "Fachmann". Der braucht zwar auch manchmal Stunden für ein Problem, aber bis jetzt hat alles wieder funktioniert
21.06.2008 00:54 FarmerST
Das kenn ich auch mit den selbsternannten Computerexperten, geht jedes mal voll in die Hose. Bei mir kommen nur noch Fachmänner an den PC, da kann man dann auch mal meckern wenn es nicht klappt.
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