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kleinNina erzählt:

Geschichten, die das Leben schreibt. (5 Einträge)

Kaktus
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24.06.2008, 10.42 Uhr

Mein kleiner grüner Kaktus

steht draußen am Balkon...

Naja, fast zumindest. Mein großer schiefer Kaktus stand bis vor kurzem noch zufrieden auf der Fensterbank. Und ich dacht mir noch, den muss du jetzt unbedingt wieder drehen, damit er wieder gerade wächst. Aber ich vergaß es.

Doch lasst mich von Vorne beginnen: Wenn meine Eltern in Urlaub fahren, kehrt bei uns zu Hause eine gewisse, angenehme Ruhe ein. Andererseits ist es fast ein bisschen zu Ruhig. Aber meine Schwester und ich machen das Beste draus. Am Sonntag Nacht wurde unsere Ruhe allerdings jäh zerstört.

Ich lag friedlich schlummernd in meinem Federbett, was in dieser Nacht jedoch viel zu warm war, als ich plötzlich aus dem Schlaf hochschreckte. Es war ein Geräusch zu hören, als hätte jemand aus Unachtsamkeit einen Porzellangegenstand nach unten gefegt, also runtergschmissen. Ich dachte erst, war wohl wieder mein Schwesterchen und wollte nachsehen gehen. Im gleichen Augenblick öffnete sich jedoch auch die Zimmertüre meiner Schwester. Ok, eins stand nun fest: Sie konnte es nicht gewesen sein. Aber da wären ja noch unsere zwei Stubentiger, die sich manchmal ziemlich tollpatschig verhalten. Da meine Mutter jedoch ein striktes Verbot von Katzen im Haus ausgesprochen hat, und der Krach durchaus im Haus gewesen war, fiel auch diese Möglichkeit weg. Da blieb wohl nur noch eins: Jemand hatte sich in unser Haus gewagt und da er sich nicht auskannte und aus gewisser Absicht auch kein Licht machen wollte, hatte er versehentlich die Vase im Wohnzimmer oder sonst was zerdeppert. Tja, so musste es sein. Was nun? Mutig, doch mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube schlich ich los Richtung Erdgeschoss. Meine Schwester stand zögernd hinter mir, fasste sich die Porzellanvase meiner Mutter und folgte mir. Auf meinen fragenden Blick antwortete sie: „Naja, sicher ist sicher“. Ich überlegte noch, ob wir nichts Handlicheres hätten, hatte aber auf die Schnelle keine bessere Idee.

Tja, und so kams, dass wir zwei, bewaffnet mit Mamas Porzellanvase, nach unten schlichen, die Lichter anschalteten und sofort den Übeltäter entdeckten: Ja, am Boden lag der große schiefe Kaktus, der vor lauter Schräge wohl das Übergewicht bekam und sich von der Fensterbank verabschiedete. So kanns kommen.
Erleichtert kehrten wir ins Bett zurück und ich muss ganz ehrlich zugeben: Ich konnte vor lauter Schmunzeln erst nach 30 Minuten wieder einschlafen…
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kleinNina

kleinNina

Alter: 29 Jahre,
aus Schierling
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