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Die Tücken des Alltags

(44 Einträge)

Glasscherben
35 mal angesehen
08.07.2008, 21.27 Uhr

Nix geht mehr

Ist "Kaputt-Gehen" eigentlich ansteckend? Bei mir ist zur Zeit so ziemlich alles im Eimer, was ein bisschen nach Technik riecht. Zum Beispiel mein Telefon. Wenn ich telefoniert habe, und innerhalb einer Stunde kommt ein weiterer Anruf rein, kann ich das Gespräch nicht abnehmen. Es läutet, aber ich kann nicht ran. Ist längere Zeit zwischen den Anrufen vergangen: alles bestens. Aha, Akku natürlich, werden die praktischen Leute gleich sagen, aber ich zähl ja meine "Kaputtheiten" nur mal auf.

Dann mein Fernseher. Digital - mit Transmitter oder wie das Ding heißt. Es ist jedenfalls ein kleines Kästchen, ohne das ich kein Programm reinkriege. Funktioniert nur, wenn ich vorher den Fernseher einschalte, unbedingt warte, ca. 1 Minute, bis das grisselige Bild kommt, dann im Kästchen den rechten Knopf drücke, dann den linken, und dann erst das Programm einstelle. Wenn ich an dieser Reihenfolge irgendetwas verändere - aus, vorbei, schwarzer Bildschirm, im schlimmsten Fall inkl. kurzem Blitz.

Dann meine wunderbare Leselampe: Doppellicht, Wandstrahler nach oben, Lesestrahler nach unten, sehr angenehm. Seit das erste Mal das Birnchen kaputt ging, kann ein neues nicht mehr eingefügt werden. Nicht, dass nur ich mich blöd anstelle: drei weitere Menschen haben sich daran versucht und sind gescheitert.

Und am Samstag schließlich - und das schmerzt mich am meisten: Platten am Radl. Gott sei Dank war ich grad mal einen Kilometer von meiner Wohnung entfernt, als das Hinterrad anfing, unrund zu laufen. Ich hab heimgeschoben und die Jugendlichen verflucht, die seit neuestem immer mit der Bierflasche in der Hand durch die Strassen laufen und Glasscherben an jeder Kreuzung produzieren.

Aber die Pechsträhne reisst nicht ab. Mein Radlreparateur hat mir auf die Frage, wie es mit seiner Zeit aussieht, ein vornehmes "Beschissen" entgegengeschleudert und mich auf nächste Woche vertröstet. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass in München allein in der Residenzstraße täglich 10.000 Radler fahren, doppelt so viele wie vor 10 Jahren. Irgendeiner profitiert immer von meinen kaputten Sachen...

Der Beruf des Rad-Doktors hat auf alle Fälle Zukunft.
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Philine

Philine

Alter: 63 Jahre,
aus Schönau

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Kommentare

09.07.2008 11:44 gammi70
Also, bei mir sieht es ähnlich aus:
mein Drucker streikt. Bei den Ladegeräten von Laptop sind gleich bei beiden Geräten an exakt der gleichen Stelle innerhalb von 4 Wochen die Kabel abgeknickt. Mein Laptop ist mehr in Reparatur als zu Hause (bisher war fast alles Garantie, aber es hat meist 4 Wochen gedauert bis er wieder da war).

So könnte ich die Reihe fortsetzen, ich glaub bei uns vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwas kaputt geht. Wir haben uns schon so daran gewöhnt, dass wir uns keine Gedanken mehr darüber machen.

Ärgerlich ist nur, dass die Reparaturen meist so lange dauern und auch noch so teuer sind.
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