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12.08.2008, 14.09 Uhr

BLE Forschungsprojekt zu Völkerverlusten/imkerlichen Betriebsweisen

Bienenvölkerverluste, die auch intensiv in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, bestimmen in den zurückliegenden Jahren die Imkerpraxis in Deutschland und in benachbarten EU-Ländern. Hierüber tauscht man sich auch bei landlive.de aus. In mehreren Ländern sind Forschungsprojekte initiiert, die wesentlich die Ursachen für die wiederkehrenden Verlustraten untersuchen. Multifaktoren Modelle dienen als Erklärungshilfen. Die Varroose und mit ihr einhergehende Viruserkrankungen gelten als Schlüsselfaktoren. Letztlich aber – so muss man nüchtern feststellen – liegt das Wohl der Bienenvölker wesentlich in der Hand des betreuenden Imkers/der Imkerin. Werden Bienenvölker imkerlich richtig geführt und das schließt heute wesentlich eine verlässliche Varroabekämpfung ein, so sind die Bienenvölker gegenüber potentiell anderen Negativfaktoren besser geschützt. Ursachenforschung ist ein wichtiges Feld. Um die Imkerpraxis unmittelbar vor Völkerverlusten schützen zu können, bedarf es jetzt einer Hilfestellung, die zügig von der breiten Imkerschaft in Deutschland aufgenommen werden kann, um so auch eine langfristige Zukunftsperspektive für die Imkerei in Deutschland zu schaffen. Verluste sind vermeidbar, wenn Bienenvölker mit einer verlässlichen Betriebsweise mit integrierter Varroabekämpfungsstrategie konsequent geführt werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMVEL) im Rahmen der Innovationsförderung in den nächsten drei Jahren ein auf dieses aktuelle imkerliche Problem ausgerichtetes angewandtes Verbundforschungsprojekt. Telnehmer des Projektes sind 1.) die AG Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie der Ruhr-Universität Bochum (Dr. Pia Aumeier), 2.) das LAVES Institut für Bienenkunde Celle (Dr. Otto Boecking) und 3.) die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim (Dr. Gerhard Liebig) und eine stetig wachsende Zahl von ImkerInnen aus der Praxis. Das Celler Institut übernimmt die Projekt-Koordination.
Im Rahmen des dreijährigen Projektes sollen zwei verlässliche imkerliche Betriebsweisen („Celler-Rotationsverfahren“ und die „moderne Hohenheimer Betriebsweise“) hinein in die Imkerschaft vermittelt werden, die bislang entweder fehlen oder oftmals unzureichend konsequent von der Imkerschaft umgesetzt werden. Dabei wird mit Multiplikatoren (Freizeit- und Berufsimkerschaft) unter Nutzung des „Leuchtturm-Prinzip“ praktisch zusammen gearbeitet, um so auch die Akzeptanz und Nachahmungswahrscheinlichkeit durch andere Imker zu erhöhen. In der Schulung dieser direkt ins Projekt integrierten, von Jahr zu Jahr wachsenden Arbeitsgruppe, können im direkten Dialog die Betriebsweisen Zielgruppen-spezifisch aus der Praxis heraus eventuell sogar optimiert werden. Nach dreijähriger Laufzeit soll nach dem „Schneeball-Prinzip“ sich die Verbreitung der Hilfestellungen schließlich verselbstständigen können. An den bienenwissenschaftlichen Instituten werden während der Projektzeit systematische und wissenschaftlich fundierte Vergleichsuntersuchungen zu den beiden imkerlichen Betriebsweisen durchgeführt und damit auch Optimierungspotentiale ausgelotet.
Landlive.de möchten wir zum internen Austausch (Erfahrungen und Fragen) der Projektteilnehmer nutzen. Daher sind wir in einer geschlossenen Gruppe zusammengefasst. Wir werden aber bemüht sein auch aus dieser Gruppe heraus zu informieren.

Dr. Otto Boecking
LAVES IB Celle
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oBoe

oBoe

Alter: 56 Jahre,
aus Celle
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