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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Kunstzirkus / www.pixelio.de
41 mal angesehen
22.08.2008, 18.33 Uhr

Vorsicht, Heulalarm... mal wieder... sorry...

Also irgendwie steh ich im Moment auf herzzerreißende Nachrichten... dabei bin ich im Allgemeinen gar nicht so weinerlich drauf. Trotzdem hat mir eine Nachricht heute schon wieder die Tränen in die Augen getrieben (jaja, ich weiß, ich alte Heulsuse). Ne quatsch zuerst hab ich mich eher gewundert, denn ich hörte im Radio: "Buckelwalbaby muss eingeschläfert werden, weil es am Boden genuckelt hat."

Okay, an welchem Boden soll das Baby genuckelt haben und warum in aller Welt, muss es deswegen sterben??? Am Meeresboden kann das ja nicht so schlimm sein, oder? Kurze Zeit später dann die Auflösung: es hat nicht am Boden, sondern an Booten genuckelt. Die traurige Geschichte dahinter war, dass das verwaiste Baby (entweder hatte die Mutter es verstoßen, weil das Baby krank ist, oder sie ist tot) Yachten für seine Mama gehalten hatte und ihnen gefolgt ist. Deswegen hat es natürlich auch an den Booten genuckelt. Versuche das Junge ins offene Meer zu locken, schlugen immer wieder fehl, es hatte wohl den Hafen hoffnungslos mit seiner Familie verwechselt.

Heute morgen hat dann die Umweltbehörde sich dazu durchgerungen, das Tier einschläfern zu lassen (auch wenn viele Tierschützer protestiert haben). Aber das Tier sei wohl bereits kurz vorm verhungern, von einem Haiangriff verletzt und mit Parasiten durchsetzt gewesen und wäre wohl sowieso in wenigen Stunden gestorben. Was im Radio dann noch gesagt wurde - was einige Tierschützer der Behörder vorwerfen, dass sie es nicht versucht haben - ist, dass eine Aufzucht per Hand sehr wahrscheinlich nicht funktioniert hätte. Erstens wäre es bereits ein Wunder gewesen, wenn das geschwächte Tier auch nur das erste Jahr überlebt hätte. Dann hätte man es in die Antarktis bringen müssen, und dort hätte man ihm beibringen müssen Krill zu jagen, und sich gegen Haie zu wehren. Das wäre rein finanziell und auch von den menschlichen Kapazitäten her nicht zu bewältigen gewesen. Zumal der Buckelwal immer geschwächt gewesen wäre und ohne ständige Unterstützung wahrscheinlich niemals allein überlebt hätte. Mutter Natur hätte da wohl auch eher kurzen Prozess gemacht. Die Chefin der Umweltbehörde klang so, als ob ihr die Entscheidung nicht leicht gefallen ist und als ob es sie auch mitgenommen hätte...

Allein die Vorstellung, dass das Kleine an den Booten genuckelt hatte, weil es diese für seine Mama hielt. *schnief* Ich bin wahrscheinlich doch zu rührselig im Moment drauf. Ich bitte das mal an dieser Stelle zu entschuldigen...

[www.stern.de]
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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Kommentare

22.08.2008 19:17 Ginger
Och, ich würde dich ja trösten wenn ich könnte, aber...
gleich daneben ist der Beitrag des verstorbenen Gorillababys, dass finde ich auch sehr anrührend...

...und auch wenn es nicht ganz in dieses Blogthem passt, der Werbefilm der im Anschluß war genial
23.08.2008 23:48 geli59
Das verstorbene Gorillababy hätte, mit menschlicher Hilfe, wohl eine Chance gehabt; wobei ich nicht verstehe, daß sie dieses Weibchen nochmals decken ließen...
Ein Walbaby, in Handaufzucht, wie soll denn das, nebst Auswilderung, funktionieren?
Das hätte selbst ich der Natur überlassen!
So traurig, wie das ist, sein mag!

grüsse geli
25.08.2008 17:20 Lena-x
heeeeeeeeey!!! Jubiläum! 2ooer Eintrag!!
25.08.2008 20:16 kruemel
Ginger schrieb:

Och, ich würde dich ja trösten wenn ich könnte, aber...
gleich daneben ist der Beitrag des verstorbenen Gorillababys, dass finde ich auch sehr anrührend...


Stimmt, das foto von der mama, wie sie das kleine noch auf dem rücken trägt...
25.08.2008 20:18 kruemel
Lena schrieb:

heeeeeeeeey!!! Jubiläum! 2ooer Eintrag!!


Na eben!! Gar nicht mitbekommen... Okay: *konfettischmeiß* *trööt*
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