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Klosterkirche Steingaden Klosterkirche Rottenbuch Museum in Steingaden
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25.09.2008, 15.39 Uhr

Von Rottenbuch nach Steingaden

Wir deckten uns in Rottenbuch mit Backwaren, Wurstwaren, Apothekerwaren (Pflaster usw.) ein und machten uns nach einem Besuch in der Klosterkirche weiter auf den Weg über die Wieskirche nach Lechbruck. Wir kamen an so vielen Golfplätzen vorbei, dass es schon ärgerlich war, machten ausgiebig Brotzeit an der Wies und beschlossen dann angesichts unseres Zustands , doch nicht nach Lechbruck zu gehen, sondern es schon in Steingaden für den Tag genug sein zu lassen. Die Unterkunft war allerdings gewöhnungsbedürftig: Der großen Raum auf dem Steingadener Dorfplatz einnehmende Gasthof zur Post war dann doch etwas herunter gekommen. Die unfreundliche Wirtin eröffnete uns, dass es sein kann, dass es in der Früh ab 7 Uhr kein Wasser gibt, aber was sollten wir machen. Auf eine lange Quartiersuche wollten wir uns nicht einlassen. Und so bissen wir in den sauren Apfel und nächtigten in Zimmern mit Spinnweben, Klo und Dusche nicht nur auf dem Gang, sondern auch noch im Treppenhaus. Dafür hatten wir ausführlich Gelegenheit, den Steingadener Kloster-Kräutergarten zu bewundern und das kleine Museum, das von einem ehemaligen Mathematik-Lehrer liebevoll gepflegt wird.
Allerdings: Freund K., ansonsten zumindest sichtbar selten aus der Ruhe zu bringen, erlebte sein persönliches Waterloo mit der Post-Wirtin, die es nicht fertig brachte, für seine handverlesenen Tee-Blätter (Gunpowder sowieso.... ), die er so selbstverständlich dabei hatte wie einen Schraubenzieher, angemessenes Geschirr aufzutreiben. Es gab weder Kanne noch Sieb, und als wir am nächsten Morgen, nicht wissend, wie weit wir es schaffen würden, den Weg nach Lechbruck und von dort Richtung Marktoberdorf antraten, hatten wir die einzige Nacht hinter uns, in der wir uns nicht richtig gut aufgehoben fühlten
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Philine

Philine

Alter: 63 Jahre,
aus Schönau

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Kommentare

28.09.2008 09:00 knrbacher
Fassungslos! Das trifft es tatsächlich. Freund K. wurde, nachdem er in ihr Küchenverließ eingedrungen war, von der muffligen Wirtin beteuert, es gebe keine Kannen, Siebe und dergleichen. Dann aber kam der "Hammer", nämlich das Angebot, den Blatttee in einem Bierwärmer zuzubereiten!
Da brach der Macho durch und das in langen Jahren geübte Kommando-Übernehmen. Die Folge, eiligst wurden aus den eigenen häuslichen Beständen der Wirtin eine Müslischüssel, ein passender Unterteller und mehrere Kleinstkännchen aufgetrieben, später zum Aufbrühen mit heißem Wasser gefüllt. Der Morgentee und der Tag waren damit für mich gerettet.
Den Schraubenzieher (ich hatte übrigens 2 dabei), habe ich zu dieser Aktion nicht gebraucht.
Noch habe ich auch das eigene Teewaser nicht im Gepäck. Das soll übrigens bei der englischen Königin so sein. In diesen Kreisen pflegen Pilger nicht zu verkehren.

Insgesamt: Steingaden ein Erlebnis, die "Post" weniger empehlenswert.
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