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Dunfirmline Abbey St Andrews (Golf course) Glamis Castle
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25.06.2007, 15.26 Uhr

Schottland (Teil 2)

Also, wie schon beim letzten Mal angekündigt, möchte ich erst einmal etwas über das Autofahren in Schottland loswerden.
Natürlich unterscheidet es sich nicht von England, aber ich muss schon sagen, auf der rechten Seite zu sitzen und das Steuer vor sich zu haben ist schon seltsam.
Zuerst ist da die Schwierigkeit, dass man als Fahrer natürlich automatisch auf die linke Seite geht, bevor man einsteigt, was zu einer erhöhten Wandertätigkeit um das Auto herum führt.
Auch ist der Blickwinkel im Spiegel sehr gewöhnungsbedürftig. Aber, man gewöhnt sich ja an (fast) alles.
Das Fahrren selbst ist dann gar nicht so schwer, außer dass die linke Seite öfters falsch eingeschätzt wird und man mit dem Reifen beim Abbiegen den Randstein etwas mitnimmt - aber dafür gibt es ja bei Mietwägen in Schottland auch eine extra Reifenversicherung - die übrigens zu empfehlen ist - sonst zahlt man für jeden Kratzer auf den Felgen....
Dann sollte man noch hinzufügen, dass man auf kleineren Landstrassen immer darauf gefasst sein muss irgendwelche Viecher auf der Straße zu haben, angefangen von Hasen über Schafe und auch Kühe. Die schauen einen dann recht lieb und treuherzig an, aber bewegen sich keinen Millimeter von der Stelle - dann heißt es geduldig darauf warten, dass sie sich es anders überlegen und die Fahrbahn wieder frei geben.

Aber genug übers Autofahren - eigentlich wollte ich ja davon erzählen, wie die Rese weiterging. Also, am nächsten Tag sind wir dann von Edinburgh losgefahren - natürlich nicht zu fürh und mit einem guten Frühstück im Bauch.

Der erste Stopp (immernoch in ströhmenden Regen) war Dunfirmline Abbey. Eine zauberhafte Ruine, die im Untergeschoss einen Raum mit sagenhafter Akustik besitzt. Also ein muss für alle Sänger unter euch.

Dann ging es weiter, (der Regen hatte noch nicht nachgelassen) nach St. Andrews. Vielen ist dieser Ort ein Begriff, zum einen wegen seines alten und sehr bekannten Golfplatzes und zum anderen, weil Prince William dort zur Uni gegangen ist. Von St. Andrews, muss ich allerdings gestehen, haben wir dann nicht allzuviel gesehen. Dort soll eine schöne Katedrale stehen, aber uns war es einfach zu nass um groß auf Besichtigunstour zu gehen.

Weiter ging es nach Glamis Castle. Wunderschön und sehr zu empfehlen, jedoch wie Holyrood und einige andere Schlösser eher teuer. Eigentlich lohnt es sich in Schottland sowohl einen Pass für Historic Scotland, als auch für den National Trust of Scotland zu besorgen, vor allem wenn man viel besichtigen will. Die kosten zwar je 30 Pfund, dafür zahlt man dann aber in allen dazugehörigen Sehenswürdigkeiten keinen Eintritt. Was sich rechnet, wenn man bedenkt, dass die einzeln so ca. 9 Pfund im Durchschnitt kosten.
Aber es gibt immer ein paar Schlösser, die noch in Privatbesitz sind und für die muss man dann extra zahlen. Dafür bekommt man dort meist eine exzellente Führung (des schottischen sollte man allerdings mächtig sein...)

Also, ich war bei Glamis. Glamis Castle ist der Geburtsort der Queen Mom und auch die Queen selbst hat dort viel Zeit verbracht (zusammen mit ihrer Schwester). Wir hatten das Glück die lezten zu sein und trotz sehr viel Regen dort hin gefahren zu sein. Deshalb haben wir (durch Zufall) eine Privatführung erhalten - die hat sehr viel Spass gemacht. Aber auch unter normalen Umständen ist Glamis Castle sehr zu empfehlen und wenn es nicht regnet, kann man auf dem Gelände ausgedehnte Spaziergänge machen und die Highlandcows bewundern.

Doch mir hat Glamis noch aus einem anderen Grund sehr gut gefallen. Als die Führung beendet war und wir wieder im Freien waren hatte der Regen endlich aufgehört und nicht nur dass, es klarte auf und die Sonne kam zum Vorschein......
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