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Vom Honigbär zum Gummibärchen
145 mal angesehen
06.01.2009, 15.14 Uhr

Vom Honigbär zum Gummibärchen

Der Honigbär ist in Westeuropa praktisch verschwunden, ausgerottet. Zu gefährlich. Erschossen. Bruno.
Wir haben nur noch Gummibärchen. Die aber reichlich. Jeder Deutsche, vom Säugling bis zum Greis, vertilgt durchschnittlich in einem Jahr 4,5 kg Gummibärchen. Wie das? Und Honig? Tja, die Gummibärchen brauchen keinen Honig. Ihnen reicht einfacher Zucker. Sie bestehen nämlich aus Zucker, Gelatine, Wasser, Aroma und Farbe. Das genügt, um allerlei Formen vom Regenwurm zum Haifisch, von der Cola-Kuh zum Apfelschnitz zu pressen, in allen Farben, in allen Geschmäckern. Nur die Zutaten werden variiert.

Gelatine als Bestandteil von Gummibärchen? Gelatine stammt aus Schwein und Rind. In Europa verwendete Speisegelatine wird zu ca. 70 % aus Schweineschwarten hergestellt (ca. 5 kg Schweineschwarten ergeben 1 kg Gelatine). 18 % des Rohstoffs besteht aus Tierknochen, weitere 10 % aus Häuten. Wegen der BSE-Krise wurden im Jahr 1999 von der EU-Kommission strenge Richtlinien für die Herstellung von Gelatine festgelegt. Gelatine wird als Geliermittel zur Herstellung von Süßwaren wie Gummibärchen, Weingummis, Weichkaramellen, Lakritz oder Schokoküssen verwendet.

Wer isst das alles?
Tja, eben nicht die Kinder. Die Zielgruppe und Hauptvertilger sind die 20 bis 40-Jährigen, wer hätte das gedacht.

Und Honig? Der Honigverbrauch in Deutschland beträgt ein Drittel der Menge der Gummibärchen, nämlich 1,4 kg pro Mensch.

Naturreiner Honig, farbige Gummibärchen – vergleicht mal die Regalflächen in einem großen Supermarkt.
Da lacht der Bär.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, 5. 1. 2008 ("Fruchtige Handys und süße Regenwürmer") und Wikipedia (über Gelatine)
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Geschrieben von

Schlagwörter

gelatine, gummibärchen, hauptvertilger, honigbär, honigverbrauch, naturreiner honig, schweineschwarten

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Kommentare

08.01.2009 16:40 peter2x
... und der Imker verkauft diesen Rohrzucker mit Gelatine und Geschmacksverstärker als Honiggummibärchen neben seinem Honig. Ebenso ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Honigbonbons. Für mich sind beide Artikel uninteressant weil einer der Produzenten beider Artikel bei mir vor der Haustüre sitzt und 500gr zum Preis verkauft was beim Imker 100gr kosten.
Wie heißt es so schön: Leben und Leben lassen.
Peter2x
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