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Das Leben eines Krümels

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marc wolf / www.pixelio.de
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19.01.2009, 20.50 Uhr

Papierhäuser für die Armen der Welt

Die Wellblechhütten in den Slums dieser Welt könnten in nicht allzu ferner Zukunft der Vergangenheit angehören, denn der Diplom-Ingenieur Gerd Niemöller hat zusammen mit Dritte-Welt-Experten von der Bauhaus-Universität in Weimar ein ganz besonderes Haus entworfen.

Es besteht komplett aus Papier - besser gesagt auf mit Kunstharz getränktem Papier, das zu Paneelen zusammengepresst wird. Es ist nicht nur sehr viel preiswerter als normale Häuser (etwa 5000 Dollar), sondern auch umweltfreundlich, äußerst stabil, erdbebenfest und witterungsbeständig. Durch die besondere Wabenstruktur in den Wänden isoliert das Haus auch gut gegen Hitze und Kälte. Es soll leicht aufzubauen sein und über 50 Jahre halten.

Mit 36 Quadratmetern können Großfamilien mit bis zu acht Mitgliedern hier ein relativ menschenwürdiges Leben führen (nicht vergessen, die Häuser sind für die Ärmsten der Armen). Sogar Betten, Tische, Bänke und Regale sowie ein abgetrenntes Badezimmer sind enthalten.

Abnehmer sind vor allem Hilfsorganisationen und Regierungen. Die herstellende Schweizer Firma kann sich vor Aufträgen kaum retten. Ziel ist es die Maschinen in Europa zu produzieren und mit dem Rohmaterial an den Aufbauort zu schicken. Der Rest geschieht vor Ort, was wiederum lokale Arbeitsplätze schafft.

Doch nicht nur für Dritte-Welt-Länder sind die Häuser interessant. In Zeiten der Finanzkrise könnte ein Haus, das nur 5000 Dollar kostet, aber 50 Jahre hält für einige Menschen eine zu überlegende Investition sein.

Weitere Informationen:
[www.shz.de]
[www.profact.de]
[www.timesonline.co.uk]
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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