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20.01.2009, 18.25 Uhr

Bienen, Vitalität, Varroa

Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Ich will wissen, ob das Ergänzungsfutter die Bienen wirklich vitaler macht und habe von meinen sieben Völkern 3 einmal am 2.10.08 mit Oxalsäure beträufel, 4 ließ ich unbehandelt. Egal was am Schluß dabei heraus kommt. Ich lernte einmal mehr, daß nicht alles stimmt, was in den Büchern steht, und daß die Bieneninstitute auch nur mit Wasser kochen.

Obwohl gleich behandelt, entwickelten sich alle 7 Völker vollkommen verschieden. Die Windeldiagnose ist nur bedingt hilfreich. Man kann vom dreitägigen Varroafall nicht auf die Anzahl der Milben im Volk schließen.
Das Klima spielt eine entscheidende Rolle und wird uns noch im Trab halten. Während die Bienen im Ulmer Raum in einer Höhe von ca. 600 m schon im September brutfrei waren, brüteten mein Bienen noch im Dezember und brachten auch noch lange Zeit Poller von Herbastern, Senf (Gründünger) und den vielen Herbstblühern im Garten. Es gibt also mit Sicherheit einen großen Unterschied im Verhalten, je nachdem, ob ein Imker seine Bienen im Wald oder einer total ausgeräumten Landschaft hat oder einer Siedlung mit vielen Gärten, einem großen Friedhof oder in der Nähe großer Schrebergärten. Eindeutige Empfehlungen helfen da nicht. Während der eine Imker schon im September behandeln kann, muß beispielsweise ich fast das Jahresende abwarten und bin dann immer noch nicht sicher, daß sich nicht Milber in noch vorhandenere Brut befinden. Ich muß also vollkommen andere Wege gehen.

Ich legte regelmäßig Windeln ein und komme zu der Überzeugung, daß jedes Volk eine andere Varroatoleranz hat.Es gibt Menschen, die bekommen beim ersten Spaziergang im Regen Schnupfen und andere bekommen frierend, mit nassen Füßen, ohne Mütze - nichts. So reagieren offensichtlich auch alle Völker verschieden.

Weitere Erkenntinis: Man kann von der Anzahl der toten Bienen nicht auf das Volk schließen.Es scheint eher so zu sein, daß sehr starke Völker genau so ihre "Fresser " los werden, um auf ca. 8.000 bis 10.000 Winterbienen zu kommen. Das bedeutet, daß es viele tote Bienen geben muß.

Ich bin weiter überzeugt, daß die Bienen im Winter ungestört sein wollen.
Warum sonst würden sie auch die kleinste Fuge mit Propolis dicht verschließen. Deshalb öffne ich im Winter keine Beute. Was richtig ist? Der Frühling wird es zeigen.

Nun zum Vergleich aus den Stockkarten:

Ich legte vom 21.11. - bis 28.11. Windeln ein. Ergebnis pro Tag umgerechnet (erste Zahl = Volk):

Die drei behandelten Völker:
1 - 8; 2 - 0,85; 3 - 4
Nicht behandelte Völker:
4 - 1,4; 5 - 9,6; 6 - 4,9; 7 -12,6

Ein wirklicher Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Völkern ist nicht zu sehen, aber riesiege Unterschiede, die von 0,85 bis 12, 6 Milben pro Tag reichen.

Am 7.12. bedampfte ich alle Völker mit OS, legte gleichzeitig Windeln ein und ließ diese bis 5.1.2009, also 29 Tage drin. Das Ergebnis weckt in mir noch mehr Zweifel an den allgemeinen Aussagen:

Es fielen enorm viele Varroa, ohne einen sichtbaren Zusammenhang zu den vorherigen Zahlen.

1 - ca. 600; 2 - 600 bis 700; 3 - ca. 450; 4 - 200 bis 300; 5 - ca. 400;
6 - ca. 260; 7 - ca. 700.

Es verblüfft, daß es keine Verbindung zwischen der Anzahl der gefallenen Milben ohne Behandlung und der Zahl der nach der Verdampfung gefallenen Milben zu geben scheint. Es muß also eine unterschiedliche Varroatoleranz geben.

Alle Völker leben noch. 6 flogen heute, 20.1. bei 7 Grad ca. 3 Stunden, als einige Sonnenstrahlen durch die Wolfen kamen. Am 24.12.08 waren sie auch geflogen (alle 7).

Die Fragen, die ich mir stelle, warum sind die Völker nicht zusammengebrochen, obwohl sie spät oder gar nicht behandelt worden waren und vor allem nur einmal mit OXalsäure, die ja nicht in die Brut wirkt? Und warum flogen sie heute bei 6, zum Schluß 7 Grad?. Das taten sie noch nie. Sollte vielleicht doch mein Nahrungsergänzungsmittel eine Vitälitä bewirken?

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