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Auswirkungen der Pflanzenschutzverordnung Bild zum aktuellsten redaktionellen Blogeintrag
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17.02.2009, 15.57 Uhr

Was heißt bienenungefährlich wirklich?

Die Frage eines Leser an die dlv-Imkerredaktion:

Auf der Homepage www.tierundnatur.de stieß ich auf folgende Aussage: Zitat: Auf Beipackzetteln ist häufig „bienenungefährlich“ zu lesen … Tatsächlich aber wird die „Bienenungefährlichkeit“ industriefreundlich nach der sogenannten LD-50-Dosis definiert, was laut Pflanzenschutzverordnung besagt: Wenn mit einem als „bienenungefährlich“ bezeichneten Mittel bei sachgerechter und empfohlener Anwendung 100 Bienen in Berührung kommen und von diesen innerhalb von 48 Stunden nicht mehr als 49 Bienen sterben, dann ist das Mittel „bienenungefährlich“. Bienen, die später an einem Gift sterben, werden also ignoriert. Zitat Ende.
Ist dies tatsächlich so?


Die kurz gefasste Antwort des Experten:

Die im Internet verbreitete Ansicht, dass man ein Präparat als bienenungefährlich einstufen kann, wenn etwas weniger als die Hälfte der Bienen, die damit in Kontakt kommen, ums Leben kommt, ist natürlich falsch. Niemand würde eine derartige Situation akzeptieren.
Offensichtlich müssen wir im Zeitalter des Internet aber mit solchen falschen Darstellungen leben.


Bienenschutz per Gesetz

Bei neuen Pflanzenschutzmitteln muss man, bevor sie der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden, prüfen, ob eine Gefahr für Bienen entstehen kann. Das ist gesetzlich geregelt. Dazu steht ein dreistufiges Prüfverfahren zur Verfügung, innerhalb dessen eine Pflanzenschutzmittelanwendung möglichst praxisnah simuliert wird. Es setzt sich zusammen aus Laborstudien, Zeltversuchen und unter Praxisbedingungen durchgeführten Freilandversuchen.


Erst Toxizitätsprüfung im Labor

Die erste Stufe ist immer eine Laborprüfung, in der die Giftigkeit eines Präparates bestimmt werden soll. Es wird die Fraßgiftwirkung (oral) und die Kontaktgiftwirkung ermittelt. Die angesprochene LD50 kommt jetzt ins Spiel. Man ermittelt in Käfigversuchen die Menge eines Präparates bzw. Wirkstoffes, die die Hälfte der Versuchsbienen innerhalb von 24 Stunden töten würde. Dazu werden fünf verschiedene Konzentrationen verfüttert bzw. auf die Einzelbienen aufgebracht und die Reaktionen verfolgt.


Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.adiz-online.de]

Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de

Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
offline

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Schlagwörter

bienenungefährlich, fraßgiftwirkung, kontaktgiftwirkung, ld-50-dosis, pflanzenschutzmittelanwendung, pflanzenschutzverordnung

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