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Land&Natur

(25 Einträge)

Filzschuhe Marke Eigenbau Füße Filzwolle
81 mal angesehen
10.03.2009, 14.25 Uhr

Filzen - Nie mehr kalte Füße by LAND&FORST

Wie wäre es mit Pantoffeln oder Hüttenschuhen aus Filz? Sie sind ideal für jede Jahreszeit, denn Wollfilz kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Man kann Filzschuhe natürlich kaufen, aber origineller ist es, sie selbst herzustellen.

Die alte, traditionsreiche Methode des Filzens ist fast für jedermann geeignet. Kinder, die sich ans Werk machen, sollten mindestens neun Jahre sein, weil man für diese Art der Hausschuhfabrikation zwei Dinge auf alle Fälle braucht: Ausdauer und Geduld.

Als Zutaten wird geschorene, gewaschene, gekämmte, sogenannte kardierte, Schurwolle benötigt. Am besten eignet sich Wolle von Bergschafen oder Heidschnucken. Sie ist grobwollig und im Gegensatz zu australischer Merinowolle ist das einzelne Tierhaar fast doppelt so dick. Diese grobe Wolle hat beste Filzeigenschaften, d.h. sie verfilzt schon nach kurzer Bearbeitungszeit.

Je nach Schuhgröße und Schuhdicke benötigt man zwischen 150 und 250 g Wolle. Diese Filzwolle im Vlies ist hauchdünn, extrem leicht und wird in dünnen Schichten angeboten. Man kann sie bei Schäfern vor Ort oder übers Internet bekommen. Die farbliche Zusammenstellung ist Sache des „Künstlers".

Auf ein stärkeres Papier wird zu Beginn nebeneinander der Fußabdruck des rechten und linken Fußes aufgezeichnet. Dazwischen bleibt rund 8 cm Platz. Beide „Fußabdrücke" werden mit einer 2 cm „Nahtzugabe" versehen und beide „Fußabdrücke" im unteren Drittel des Fußes miteinander verbunden. Was nun auf dem Papier aussieht wie ein Nackenkissen wird ausgeschnitten. Dieses Schnittmuster wird nun auf die kardierte Wolle gelegt. Mit dieser Vorlage wird erreicht, dass die Schuhe in einem Stück und ohne Naht gearbeitet werden können. Sechsmal wird das Schnittmuster aus der Wollplatte gerissen, wobei darauf zu achten ist, dass die Kämmrichtung der Wolle immer wechselt.

Nun wird es kreativ. Wer möchte, legt sich auf sein Schnittmuster mit Wollresten ein Muster nach Wahl. Dann wird die erste Wollschicht auf das Schnittmuster gelegt. Mit Kernseife und warmem Wasser beginnt der erste Filzvorgang. Dazu werden die Hände mit dem warmen Wasser angefeuchtet und die Kernseife in den Handflächen gerieben, sodass die Seifenbrühe auf die Wolle tropft. Ist die Wolle gut durchfeuchtet, wird die Arbeit gewendet.

Die komplette Antwort könnt ihr hier auf der Onlineseite der LAND&FORST nachlesen:

[www.landundforst.de]


Autorin: Friedrike Stahmann/LAND&FORST
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Kommentare

11.03.2009 08:28 Hase
Passt perfekt.. das Wetter lässt ja auch noch zu wünschen übrig! Das dauert wohl noch bis ich ohne Pantoffeln rumlaufen kann...
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