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Pollen Medizin Pollensammlerin
215 mal angesehen
11.03.2009, 11.48 Uhr

Hat Pollen medizinische Wirkungen? Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand

Pollen gilt allgemein als gesundheitsfördernd. Welche der ihm nachgesagten positiven Effekte aber tatsächlich schon wissenschaftlich erwiesen sind, versucht Prof. Dr. Karsten Münstedt im Folgenden herauszuarbeiten.

Der Pollen ist eine meist mehlartige Masse, die in den Staubblättern (Antheren) von Samenpflanzen gebildet wird. Dabei handelt es sich um männliche Keimzellen, die zu den weiblichen Empfangsorganen gelangen
müssen (Bestäubung), um so die Befruchtung der Pflanze zu gewährleisten.
Die Übertragung von Pollen kann durch Wind, Wasser oder durch Tiere (z. B. Insekten, Vögel) erfolgen. Die ursprünglichen, kreidezeitlichen Blütenpflanzen wurden vermutlich zunächst von Käfern bestäubt. Im weiteren Verlauf der Zeit haben Bienen die Bestäubung vieler Pflanzen übernommen.

Sowohl Bienen als auch Pflanzen haben sich dann zum beidseitigen Vorteil
verändert. Im Rahmen dieser interaktiven Koevolution konnten die Pflanzen die aufwendige Produktion von Pollen vermindern, weil Bienen den Pollen gezielt von Pflanze zu Pflanze trugen, und sie boten statt Pollen süße Säfte aus Nektarien an, um die Tiere an sich zu binden. Auch in ihrem Äußeren passten sich Bienen und Blütenpflanzen immer besser aneinander an. Bienen
passten ihr Haarkleid speziell an den Pollentransport an und entwickelten ihren langen Rüssel, der es ihnen erlaubt, gut an die Nektarien heranzukommen.

Pollen wird vielfacher Nutzen zugeschrieben. Da Pollen für die Larven von Bienen und anderen Insekten offensichtlich ein hocheffektives Eiweißfutter darstellt, kam auch der Mensch auf die Idee, ihn zu gewinnen und zu verspeisen. In der Imkerei wird Pollen auf zwei Arten gewonnen: Einmal mit Hilfe der Pollenfalle, die am Flugloch angebracht wird, so dass die Bienen ihre Pollenhöschen verlieren, zum Anderen mit Hilfe einer Pollenstanze, mit der der in den Waben abgelagerte, fermentierte Pollen (das sog. Bienenbrot
oder Perga) gewonnen wird.

Der süßlich schmeckende Pollen ist reich an Eiweiß und Aminosäuren, hat einen hohen Gehalt an Vitaminen und enthält zahlreiche biologische Aktivstoffe. Er kann die Nahrung sinnvoll ergänzen, wird aber auch vielfach
bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen empfohlen. Nach verschiedenen Lehrbüchern soll Pollen unter anderem bei Kranken und RekonvaleszentenAppetit machen, bei Darmbeschwerden wie Verstopfung
und Darmentzündungen helfen, die Psyche beleben, Nervosität verhindern
und bei Nervenschwäche helfen, die Hirndurchblutung verbessern und das Denkvermögen fördern, den Allgemeinzustand und das Wohlbefinden
verbessern, das Wachstum von schwächlichen Kindern fördern, u. a. bei blutarmen Kindern die Blutbildung verbessern, die Sehkraft verbessern, den Haarwuchs fördern bzw. den Haarausfall stoppen und bei Prostata-Erkrankungen helfen.

Doch was ist bewiesen?

In einigen der Bücher über Pollen oder in Büchern mit Abhandlungen über Pollen wird behauptet, dass die genannten Eigenschaften von Wissenschaftlern akzeptiert seien. Doch wenn dies der Fall wäre, stellt sich die Frage, warum die Behandlung mit Pollen von der Medizin so wenig genutzt wird. Im Rahmen dieses Artikels soll die Datenlage zu Pollen dargestellt und geprüft werden, ob und inwieweit sich die gesundheitlichen
Vorzüge von Pollen wissenschaftlich nachweisen lassen.

Den kompletten Bericht könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.adiz-online.de]

Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de

Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
offline

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