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Land&Natur

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23.03.2009, 10.28 Uhr

Greifvögel mit eigenem Charakter by LAND&FORST

Rouven Polep ist Inhaber des Falkenhofes im Wisentgehege Springe bei Hannover. Seit seiner Kindheit gehören Greifvögel zu seinem Leben. Sein Ziel ist es, Menschen die Faszination dieser Tiere näher zu bringen. Im März ist Saisonauftakt und das Team um Polep bietet wieder regelmäßig Flugvorführungen an.

Mit 16 Jahren bekam Polep von einer Falknerin zum ersten Mal einen Greifvogel auf die Faust gesetzt. „Da war es um mich geschehen“, gesteht der 31-jährige. Er war entschlossen, die Greife, wie die Falkner ihre Tiere bezeichnen, genau kennenzulernen. Polep absolvierte seinen Jagdschein und die Falknerprüfung, um mit eigenen Vögeln jagen zu können.


Bestrafungen sind tabu

„Es war jedoch kein leichter Schritt für mich, mein Hobby auch zum Beruf zu machen. Als staatlich geprüfter technischer Assistent für Informatik hatte ich bis dahin in einem gänzlich anderen Bereich gearbeitet“, betont der Falkner. Schließlich fasste er den Entschluss, eine Stelle als Berufsfalkner auf dem Falkenhof anzunehmen. Im Januar 2007 übernahm er die Einrichtung für Greife.

40 Vögel unterschiedlicher Arten leben derzeit auf dem Gelände auf Ansitzen und in Volièren. Für Polep ist gerade die Artenvielfalt der Tiere von Bedeutung, um den Menschen die Schönheit und Faszination der Greifvögel im Freiflug näher zu bringen. Ein Großteil der Vögel stammt von Züchtern.

„Uns Falknern wird leider häufig unterstellt, wir würden ausschließlich auf Tiere aus der freien Wildbahn zurückgreifen. Das stimmt schlichtweg nicht“, hält er fest. Der Falkenhof nimmt auch verletzte und kranke Greife auf. Die Mitarbeiter pflegen diese Vögel und bereiten sie durch Muskeltraining wieder auf ein Leben in freier Wildbahn vor. Wenn ein Vogel ausreichend vital ist und selbst jagen kann, wird er ausgewildert.


Ein Greif vergisst nie

Als erfahrener Falkner sieht Polep den Greifvögeln sofort an, wie sie sich fühlen. Wenn seiner Meinung nach etwas nicht stimmt, gibt er einem „schlecht gelaunten“ Vogel zur nächsten Flugvorführung lieber frei. Steinadler zum Beispiel sind sehr charakterstarke Vögel. Mit ihnen sei nicht zu spaßen, wenn man gegen ihren Willen angeht. Der Falkner baue eine Partnerschaft zu seinem Vogel auf und gewöhne ihn an den Menschen. Er könne ihn aber nicht zähmen.

„Der Greif bleibt ein Wildvogel, der sich Zwang und Strafe nicht bieten lässt“, unterstreicht der Berufsfalkner. Wenn ein Falkner sein Tier bestraft, kann es auch nach zehn Jahren vorkommen, dass der Greif seinen Herren verlässt und nicht mehr zurückkommt.

Die komplette Reportage könnt ihr auf der Onlineseite der LAND&FORST nachlesen:

[www.landundforst.de]
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Kommentare

24.03.2009 19:17 kruemel
Sehr interessanter Artikel!
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