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25.03.2009, 21.56 Uhr

Rasse-Reinzucht in der Sackgasse?

Es ist interessant im Archiv für Bienenkunde von Prof. Armbruster nachzulesen: Ergebnisse aus der Leistungsprüfung 61-63: Weit ander Spitze war der C-Züchter Trinks mit 36 kg, Schlußlichter waren eine österr. und eine bayr.Carnica-Reinzucht-Herkunft (ca. 8 kg). Der Prüfer bemerkte dazu, daß "Carnica nicht gleich Carnica sei". Die gute alte Nigra lag mit 17 und 18 kg in der Mitte. Die Sklenar war auf zwei Prüfhöfen an der Spitze. Diese wurde als "mischrassige Carnica" bezeichnet. Die "reinrassige" Carnica hatte dagegen unter 21 C-Herkünften total versagt. Die Nigra wurde wiederum als '"gut" bezeichnet. Trinlks verblüffte zwar die Fachwelt, war aber, wie es sich später herausstellte ein "Trixer", weil er unter dem Titel "Belegstellencarnica" eine Kaukasika x Carnica-Kreuzung an den Prüfhof geliefert hatte. Läßt man die Trinks-Mischung außen vor, so hatten sich die Sklenar- und Nigra-Herkünfte an die Spitze gesetzt. In der Folgezeit wurde aber trotzdem die "gute alte Nigra" (A. mellifera mellifera) durch die in Mode gekommene Carnica fast vollständig verdrängt.
Wie ging es mit der Carnica-(Miß)Erfolgsgeschichte weiter?
Wegen des Varroa-Projektes auf der Croatischen Insel Unije war man auf der Suche nach Kunstschwärmen. Im Jan. 2000 bot James Ward aus New Zealand Paketbienen an: "Thank you for your e-mail enquiry about Package bees to Croatia Zagreb airport for delivery the end of April." Es erfolgte die Bestellung für 100 Paketbienen-Schwärme zu 1,5 kg, nachdem die Bezahlung von 16.500 NZD durch das Land Hessen gesichert war.
Wie man weiß, haben alle eingeweiselte C-Königinnnen der verschiedenen Herkünfte den Überlebenstest nicht bestanden, sie fielen der Varroa zum Opfer. Lediglich die Buckfast von Paul Jungels und die A.m.mellifera des John Kefuss aus den Pyrenäen überlebten. Es ist unverständlich und rational nicht erklärbar, daß die Institute trotzdem mit der Carnica weitermachten.
Werfen wir einen Blick nach Grönland: Im Süden der Insel überlebt die dunkle Biene, welche ursprünglich auch bei uns beheimatet war, die arktischen Winter und bringt in der baumlosen Tundra Spitzenleistungen an Honigertrag, unglaubliche 40 bis 60 kg!
Das Potential der dunklen Biene wurde bei uns nicht erkannt, geschweige denn ausgenutzt!
Die "Rasse-Reinzucht" und das Körsystem kennt man nur im deutschsprachigen Raum, sonst jedoch nirgens auf der Welt und führt in eine Sackgasse.
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Kommentare

26.03.2009 21:06 Bienenalex
interessant
ich prüfe Königinnen. Derzeit ärgere ich mich über diese, Sie sind von allen so ziemlich dcie letzten, bis auf eine Ausnahme.
Meine Wald-und Wiesen Mädels sind besser drauf.
Alexander
30.03.2009 16:22 Tarakowski
Reinzucht einstellen und Belegstellen schliessen!!!!
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