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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Connemara
59 mal angesehen
17.05.2009, 21.27 Uhr

Weltreisen, leicht gemacht

Jetzt haben wir schon Mitte Mai und die Urlaubszeit geht so langsam aber sicher los. Die ersten Kollegen sind schon von ihren Reisen zurückgekehrt, und so ab und zu beschleicht auch mich ein bisschen das Fernweh. So ertappe ich mich, wie ich sehnsüchtig und stets länger als geplant in Reisezeitschriften blätter oder im Internet den einen oder anderen Reise- oder Auslandsblog verfolge.

Und wenn ich dann die Menschen virtuell auf ihren Abenteuern begleite, dann erwacht er wieder, der alte Traum von einer längeren Auszeit bzw. einer Weltreise. Ob er jemals realisiert wird, steht wohl eher in den Sternen. Sich damit zu beschäftigen macht trotzdem verdammt viel Spaß. So habe ich fasziniert diesen Artikel auf [www.geo.de] verschlungen, der Interviews mit verschiedenen Weltenbummlern beinhaltet. Da sind welche, die die Reise noch vor sich haben, einer, der mitten dabei sind, und zwei, die gerade zurückgekommen sind.

Im ersten Teil erzählt das Paar Jürgen Dommer und Helga Negele aus Memmingen, wie es gerade ihre Weltreise – mit einem 20 Jahre alten Bus auf dem Landweg nach Australien - plant und vorbereitet. Er fühlt sich in seinem Beruf nicht mehr herausgefordert und beide wollten Unbekanntes entdecken, neue Kulturen und fremde Menschen erleben. Jetzt sind sie gerade dabei alles hier in Deutschland aufzugeben und zu verkaufen, also Job, Wohnung, Auto, Versicherungen etc.. Dabei sollen möglichst 30.000 Euro zusammen kommen, mit denen sie dann im Juli aufbrechen wollen. Natürlich müssen auch sie sich mit Zukunftsängsten und dem Danach auseinandersetzen.

Darauf folgt ein Interview mit Mathias Klötzler, der seit letztem September nur mit einem Rucksack durch Asien und Südamerika tourt. Hier geht es um Glücksmomente, Heimweh, Zeit- und Routenplanung aber auch um das Gefühl auf der Reise trotz der langen Zeit doch nicht alle Schönheiten eines Landes sehen zu können. Auch nicht so erfreuliche Ereignisse wie ein kurzer Aufenthalt im Gefängnis im Bangkok oder eine Erkrankung auf der Reise werden thematisiert sowie die Erkenntnis, dass eine Stirnlampe bei einer solchen Reise von unschätzbarem Wert sein kann.

Lucia Dettli und Bernhard Ackermann aus der Schweiz waren mit ihrem Campingbus für 440 Tage auf der ganzen Welt bis Oktober 2008 unterwegs. Sie berichten von ihrer Fahrt und vor allem von der Zeit nach der Rückkehr, und erklären, wie das ist, wenn man von einem Abenteuer zurückkehrt und plötzlich wieder mitten im Alltag steht. Nicht nur eine Wohnung muss organisiert werden, sondern auch ein neuer Job – nicht so einfach heutzutage. Trotzdem schätzen sie die kleinen Dinge des modernen Lebens wieder mehr, vor allem wenn man gesehen hat, in welcher Armut andere Menschen Leben. Sie sagen übrigens, dass nicht die Reise an sich das Schwierige ist, sondern vorher alles aufzugeben und sich in das Unbekannte zu stürzen.

Gestern Mittag lief passend zum Thema übrigens eine sehr beeindruckende Dokumentation auf dem MDR mit dem Titel „Grenzenlos - Jens und Theo auf Reisen“. Da fahren zwei Freunde mit dem PKW und mit Campingausrüstung bis ans Kaspische Meer. Das Besondere: einer der beiden ist schwerbehindert und braucht rund um die Uhr Pflege. Und trotzdem wagen sie diese Tour, die trotz der Schwierigkeiten und des Aufwandes beiden gut tut. [www1.mdr.de] Ein Film der einen erinnert, dass man immer ein Abenteuer unternehmen kann, wenn man nur will…
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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Kommentare

19.05.2009 17:42 Paula
Danke für den Tip, da werde ich doch in nächster Zeit etwas schmökern .
Auch wenn mir so ein harter Schnitt und das ganz spartanische Reisen nicht so liegt, lesen vom heimischen PC aus ist trotzdem spannend .
19.05.2009 19:42 kruemel
Geht mir genauso
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