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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Albrecht E. Arnold / www.pixelio.de
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05.06.2009, 22.05 Uhr

Slack-was?

Wer mal wieder auf der Suche nach einer tollen neuen Trendsportart ist (meine liebste ist im Moment Extrem-auf-dem-Sofa-Lümmeling ), der sollte es mal mit Slacklining probieren. Ihr könnt euch nix drunter vorstellen? Keine Sorge, der Begriff hat mir erst mal aber auch so gar nix gesagt... "Slack line" bedeutet im Englischen "lockeres Band" und das ist auch der Hauptbestandteil des Sports - ein zwischen zwei Bäume nicht ganz straff gespanntes, relativ elastisches Band.

Es handelt sich nämlich um nichts anderes, als eine moderne Variante des Seiltanzes. Allerdings ist das Seil recht locker und außerdem nur einige Zentimeter über dem Boden angebracht. In den 80er Jahren entdeckten Bergsportler die Sportart für sich, um Balance, Konzentration und Koordination zu verbessern, auch die Beinmuskeln werden durch das ständige Ausgleichen sehr gefordert. Danach fanden Fun- und Extremsportler ihren Spaß daran, zum Beispiel Skifahrer oder Snowborder, für die das ein gutes Vorbereitungstrainung für Tricks und Sprünge ist. Und wie das eben immer so ist, kommt der Trend langsam auch bei den Normalbürgern an . Immer häufiger sieht man in öffentlichen Parks Leute beim Slacklining.

Während Anfänger Mühe haben, sich überhaupt oben zu halten, können Fortgeschrittene sich schon auf dem Seil drehen, sich hinhocken, vorwärts und rückwärts laufen. Experten machen auch schon mal Spagat oder schlagen Salti oder sie spannen das Seil sehr locker oder in mehreren Metern Höhe. Dennoch werden sicherlich auch Anfänger ihren Spaß beim Ausprobieren haben.

Mittlerweile gibt es spezielle Slackline-Sets - inklusive Baumschutz - mit denen man in den nächsten Park gehen und sofort loslegen kann. Dass damit die Bäume auf Dauer nicht doch verletzt werden könnten, kann natürlich keiner ausschließen. Da kann man wohl nur hoffen, das jeder Slackliner darauf achtet, die Rinde nicht zu verletzten und nicht vielleicht einfach nur ohne Sinn und Verstand Seile um Bäume schnürt...

Slacklining soll übrigens auch bereits als Therapie für Menschen eingesetzt werden, die nicht mehr richtig gehen können, da hier Muskeln aktiviert werden können, die vorher gelähmt waren. Allerdings kann ich mir gerade nicht vorstellen, wie sich die überhaupt auf dem Seil halten können, wo sich da Gesunde doch schon schwer tun.

Auf jeden Fall würde ich das Ganze gern mal ausprobieren. Macht bestimmt Spaß...

[www.sueddeutsche.de]
[www.fitforfun.de]
[www.slacklining-slackline.de]

Bild: Albrecht E. Arnold / www.pixelio.de
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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