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Das Leben eines Krümels

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http://www.klimahaus-bremerhaven.de/
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28.06.2009, 19.50 Uhr

Das Klimahaus in Bremerhaven ist eröffnet

Vor ein bisschen mehr als einem Jahr hatte ich bereits das Klimahaus in Bremerhaven vorgestellt, dass zum diesem Zeitpunkt noch im Bau war. Bereits damals hatte mich die Idee auf dem 8. Längengrad rund um die Erde zu reisen total beeindruckt. Gestern wurde es nun offiziell für die Besucher eröffnet, und es scheint wirklich ein sehr beeindruckendes Erlebnismuseum geworden zu sein.

Die Tour führt die Besucher von Bremerhaven, in die Schweiz, nach Sardinien, in den Niger, nach Kamerun, in die Antarktis und wieder zurück über Samoa, Alaska und die Hallig Langeneß. Die Macher reisten rund 50 Wochen auf dem Längengrad, um für jede Station real existierende Orte und Menschen zu finden, die die einzelne Etappe repräsentieren können. Dafür kämpften sie sich durch Dschungel, Gebirge und Schnee. Sie sprachen dort mit den Einheimischen, drehten Filme und zeichneten alles genau auf. Sie fotografierten sogar ein 13 mal 13 Meter großes Stück Wüste ab, um es exakt nachstellen zu können. So strotzen die Nachbauten vor Details und die besuchten Menschen führen nun in Filmclips die Besucher durch die einzelnen Stationen.

Doch nicht nur die Landschaften der einzelnen Etappen werden nachgebaut, auch das Klima. Überhaupt kann man hier mit allen Sinnen erleben. So brennt im Niger bei 35 Grad die „Sonne“ von der Decke. Die Besucher durchwandern ein ausgetrocknetes Flussbett und Geröllwüste. Im Regenwald in Kamerun ist es hingegen feucht und heiß, überall tropft Wasser von den üppigen Pflanzen, Frösche und Insekten geben ein lautes Konzert. In der Antarktis sind Boden und Wände mit echtem Eis bedeckt und es wird bis zu -6 Grad kalt. Und auf der Hallig schreien die Möwen, es riecht nach Meer und die Besucher erfahren am eigenen Leib, was „Land unter“ bedeutet.

Wie bereits im ersten Blogbeitrag erwähnt gibt es noch einen zweiten Ausstellungsteil, der "Elemente" heißt. Über Feuer (bzw. Wärme), Wasser, Erde und Luft wird gezeigt, wie das Klima funktioniert, beispielsweise, wie Hagel und Stürme entstehen oder wie Meereströmungen das Wetter beeinflussen. Der dritte Teil des Museums nennt sich "Perspektiven". Hier erzählen die Menschen, die durch die Stationen führten, wie sich ihr Leben innerhalb von 50 Jahren durch den Klimawandel verändert hat. Im Bereich „Chancen“ erfährt man, wie jeder klimafreundlicher leben kann, bekommt Initiativen zum Klimaschutz vorgestellt sowie ausführliche Informationen über das Kyoto-Protokoll.

Wie ich finde, eine tolle Erlebniswelt, die ich mir sicherlich nicht entgehen lassen werden, wenn wir irgendwann mal wieder Richtung Nordsee fahren.

Weitere Informationen:
[www.klimahaus-bremerhaven.de]
[www.zeit.de]
[www.spiegel.de]

Bild: [www.klimahaus-bremerhaven.de]
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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