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29.06.2009, 16.31 Uhr

Eignet sich Blütenhonig als Winterfutter?

Die Frage an die dlv-Imkerredaktion:

Einige Imker in unserem Verein möchten gerne ihren überschüssigen älteren Blütenhonig zum Einfüttern verwenden.

Wie sind die Mischungsverhältnisse Wasser zu Honig? Können die Bienen darauf überwintern? Wie steht es mit der Kristallisation in der Wabe?


Die kurz gefasste Antwort des Experten:

Älteren Blütenhonig zur Einfütterung zu verwenden, ist eine gute Idee. Nach Untersuchungen der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim können die Bienen auf solchem Futter gut überwintern. Die Kristallisationsneigung nimmt wegen der nochmaligen Verarbeitung (Zuckerspaltung) durch die Bienen ab. Bei der Fütterung gibt es zwei Wege.


1. Direktverfütterung des kandierten Honigs

Diese wenig aufwendige Methode bietet sich vor allem an, wenn man so früh damit beginnen kann wie dieses Jahr. Die Bienen brauchen etwas mehr Zeit, den Honig abzutragen, gehen dabei aber hervorragend in Brut. Dafür werden etwas weniger Vorräte angelegt. Den Honig sticht man aus und gibt ihn ins Futtergeschirr, das den Bienen frei zugänglich sein muss. Da sich der Honig häufig verflüssigt, wenn ihn die Bienen belagern, streut man obenauf einen Schwimmer in Form von Hobelspänen, Stroh, Laub oder ähnlichem. Die Eimer mit der jeweils einem Volk zustehenden Restmenge kann man auch einfach in ein Leermagazin über das mit einer Folie abgedeckte Volk stellen. Dadurch muss man nicht allen Honig ausstechen, was doch etwas Mühe macht.


2. Auflösen des Honigs in Wasser

Hierzu muss man den Honig zunächst etwas verflüssigen (Wärmeschrank oder Melitherm ohne Seihtuch). Dann rührt man nur wenig warmes Wasser hinzu, damit die Fließfähigkeit etwas verbessert wird. Circa 2 Liter je 12,5 kg-Eimer Honig genügen. Danach füttert man den Honigsirup in Portionen von maximal 5 Litern wie gewöhnliches Zuckerwasser.

Das Problem bei Honigwasser liegt in der leichten Verderblichkeit. Deshalb keine zu großen Mengen anrühren und verabreichen. Sind die Honigmengen nicht ganz so groß, kann man auch das Zuckerwasser mit Honig aufbessern.



Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.adiz-online.de]

Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de

Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
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