Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Hunger bei Bienen
406 mal angesehen
19.07.2007, 18.12 Uhr

Hunger bei Bienen

Im Amerikanischen gibt es ein Bienen-Buch, bei dessen Titel man erst einmal stockt: Robbing the bees, Die Bienen berauben (von Holly Bishop). Nur, wenn ich einen Moment nachdenke, muss ich sagen, dass der Titel recht hat. Ich beraube meine Bienen, und gerade jetzt im Sommer, wo die Bienen "wissen", dass sie nicht mehr viel Nahrung vor dem Winter finden, wehren sie sich auch und es setzt manchen Stich beim "Abräumen", also der Entnahme der Honigkästen. Somit ist klar, dass der Imker das "Unrecht" des Honigraubs sofort wieder gutmachen muss und den Bienen das Futter ersetzt. Ich bin vorgestern mit dem Auto durch's Saarland geschaukelt, zu Georg Geib und habe Bienenfutter gekauft. Der Laie ahnt gar nicht, welche Mengen man braucht und wie schwer das ist. So ein kleiner Kanister mit Sirup wiegt 14 Kilogramm, man braucht etliche 10 oder 20 und muss sie durch den Garten zu den Bienen schleppen, das sind dann mehrere Zentner. Hat man früh den Honig geschleudert, muss man abends einfüttern, um den Ernteschock zu mildern. Das ist menschlich gedacht bei Insekten, aber richtig so. Schließlich sind wir Menschen und keine Raubtiere! (?!).
Schon seit Einführung der Zuckerfütterung in die Imkerei, also seit 100 Jahren, sagt man aber auch, dass die Bienen eigentlich im Winter den Honig gar nicht gut vertragen, dass der Zucker ihnen besser bekommt. Mit dieser Weisheit guter imkerlicher Praxis kann ich dann beruhigt einschlafen und weiß meine Tierchen gut versorgt.
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

bienenfutter, ernteschock, georg geib, holly bishop, kanister mit sirup, robbing the bees, zucker

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

09.12.2007 08:58 Hans_Hagen_Theimer
Lieber Bienenfreund,

ich beklaue = ich stehle den Bienen den Honig. Wir mausen aber auch den Kühen die Milch. Wenn wir Fleisch essen wollen, dann bringen wir die Viecher sogar um - und wie!

Die Bienen bekommen von uns für den hochwertigen Honig, minderwertigen Zucker. Wieso der unnatürliche, minderwertige Zucker für Bienen besser ist als ihr eigener Hoinig, habe ich noch nie richtig verstanden. Sind wir klüger als die Natur?

Ich versuche meine Honigräume immer einige Tage vor Trachtende zu schleudern. Außerdem verwende ich Bienenfluchten. Da bleiben die Bienen ruhig. Außerdem schleudere ich die Bruträume nicht, sodaß immer etwas Honig den Freundinnen verbleibt.

Gruß,

Hans-Hagen
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang