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Land&Natur

(25 Einträge)

Auf zum Wandern Soinsee Rotwand
124 mal angesehen
08.07.2009, 17.10 Uhr

Klassische Wanderrouten

Der Inbegriff des Münchner Hausbergs ist keinesfalls ein Rummelplatz.
Nicht umsonst ist er aber sehr beliebt: in Gipfelnähe steht ein Wirtshaus, das den Wandertag so richtig abrundet. Grund genug den Aufstieg zu wagen!

Auf die Rotwand

Welcher Münchner Bergfreund kennt sie nicht, die Rotwand? Sie hat ihren Ruf weg, als überlaufener Allerweltsberg, als Rummelplatz. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Um einen Gipfelplatz raufen muss man trotz großer Beliebtheit hier auf keinen Fall. Selbst wenn ein paar hundert Leute an einem schönen Herbstsonntag zur Rotwand pilgern sollten, dann treffen ja nicht alle gleichzeitig am Gipfel ein! Am Beispiel der Rotwand lässt sich gut veranschaulichen, das der Begriff "Masse" nicht absolut zu verstehen ist! Auf die Rotwand leiten viele Wege.

Als klassisch darf der - inzwischen zur Almstraße ausgebaute - Rotwandweg von der Wurzhütte über Winterstube, Gleiselstein und Wildfeldalm gelten: Da öffnet sich nach 15 Minuten rechts der Blick zum grünen Stolzenberg, nach der Abzweigung bei der Winzerstube rückt bald der Schinder ins Blickfeld, wenig später der wuchtige Guffert, und bei der großen Linkswendung am Eck des Gleisesteinhangs taucht plötzlich das Hintere Sonnwendjoch auf.

Wesentlich einsamer ist der Weg von Geitau-Mieseben durchs Krotten- und Kleintiefental und vom Miesingsattel auf exponiertem Steiglein über den Nordgrat direkt zum Gipfel (wo erst auf den letzten Metern sichtbar wird, was man am Rotwandweg schon Stunden sieht).

Abstieg allerdings sollte es nur einen geben: vom Rotwandhaus über Kümpflscharte und Kümpflalm südwärts hinunter in die Parklandschaft des oberen Pfanngrabens und dann in seine Klammen, Gumpen und Griesbecken. Wer von alpiner Romantik keine Vorstellung hat, der lernt sie hier kennen! Glücklich der, der hier an einem Sommertag noch Zeit hat, die Hitze des Tages in den Badewannen des Gumpenbachs zu verbummeln.

Der Abstieg durch den Pfanngraben endet an der Valepper Straße bei der Waitzingeralm. Von dort kann man 45 Minuten (nicht auf der Teerstraße, sondern auf einem Wanderweg auf der anderen Seite des Bachs) zum Spitzing hinauflaufen oder mit dem Pendelbus Valepp - Spitzingsee zum Ausgangspunkt zurück gelangen.


Textquelle: Münchner Hausberge; Michael Pause, blv Verlag [www.blv.de]
Bilder: pixelio.de

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Kommentare

09.07.2009 10:54 Paradiesgarten

Toller Wandertipp !
Sehr detaillierte Beschreibung und die Fotos machen Lust auf mehr. Handelt es sich um eine Tagestour ? Wieviel Stunden muss man einplanen ? Wieviel Höhenmeter sind zu bewältigen ?
Alles Fragen eines alten Bergfex.
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