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Trachtpflanze Japanischer Schnurbaum Trachtpflanze Japanischer Schnurbaum Trachtpflanze Japanischer Schnurbaum
597 mal angesehen
04.08.2009, 12.28 Uhr

Trachtpflanze Japanischer Schnurbaum Sophora Japonica L.

Seit zwei Jahren warte ich darauf, dass der Japanische Schnurbaum in meiner Wohngegend in Saarbrücken blüht. Im letzten Jahr fiel er aus, jetzt aber steht Sophora Japonica L. in voller Blüte. Also bin ich gleich zum Fotografieren losgegangen.

Der Baum erinnert etwas an die Robinie, von der Rinde und dem Wuchs her. Die Blüten sind ganz oben, da komme ich nicht hin, ich bräuchte einen Kran. Also habe ich in der Literatur gesucht und wurde fündig.
In der Zeitschrift für Bienenforschung 1966, Seite 237 ff. ist der Baum und seine Bedeutung für die Bienen ausführlich wissenschaftlich beschrieben.

Für Imker interessant: der Baum gibt nur Nektar, keinen Pollen. Nektar fließt sehr reichlich unter Bedingungen wie heute: 25°C, Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Wissenschaftler Oldrich Haragsim und Zdenka Slavikova von der Karls-Universität in Prag und dem Forschungsinstitut für Bienenzucht in Dol haben eine durchschnittliche Nektarmenge einer einzelnen Blüte von 1,528 mg bei einem mittleren Zuckergehalt von 39,1% gemessen (aus insgesamt 2.190 gemessenen Blüten - eine echte Fleißarbeit
Der Nektar besteht aus einer Lösung von Glukose, Fruktose und Saccharose, wobei letztere leicht überwiegt.

Die Bedeutung des Schnurbaumes für die Bienenzucht liegt nach Angaben der Forscher in seiner ausgezeichneten Nektartracht im Spätsommer, wenn die Winterbienen aufgezogen werden. Der kugelförmige Pollen wird nicht gehöselt.

Genau so sieht es heute in Saarbrücken am Kieselhumes auch aus:
das halbe Dutzend Bäume brummt vor Bienen, man sieht sie oben gegen den blauen Himmel tanzen, welche Freude.

Leider ohne meine Bienen, denn meine Bienenstöcke stehen woanders in unserem Garten

Das Foto der einzelnen Blüte ist entnommen aus:
Zeitschrift für Bienenforschung, gegr. von Enoch Zander, Band 9, Heft 6, Mai 1968, Seite 242
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Kommentare

11.08.2009 22:06 sbusch
Hallo Bienenfreund,
was du da über den japanischen Schnurbaum schreibst, klingt fantastisch. Nektar in einer Zeit, wo die Brummis schon fast nichts mehr finden. Nur schade, daß deine Mädels nichts davon haben. Mich interresiert der Baum und ich würde mir gern einen zulegen. weißt du zufällig, wo man so was kaufen kann? In einer normalen Versandbaumschule wahrscheinlich nicht zu bekommen.Wäre schön, wenn das klappen würde.
Gruß Siggi
12.08.2009 09:21 Bienenfreund
sbusch schrieb: Hallo Bienenfreund,
was du da über den japanischen Schnurbaum schreibst, klingt fantastisch. Nektar in einer Zeit, wo die Brummis schon fast nichts mehr finden. Nur schade, daß deine Mädels nichts davon haben. Mich interresiert der Baum und ich würde mir gern einen zulegen. weißt du zufällig, wo man so was kaufen kann? In einer normalen Versandbaumschule wahrscheinlich nicht zu bekommen.Wäre schön, wenn das klappen würde.
Gruß Siggi


Hi Siggi, das wäre eine Investition in die Zukunft. Hier aus einer gärtnerischen Beschreibung (ich habe mich auch an das Grünamt der Stadt gewandt, aber noch keine Antwort):
Wuchs: Mittelgroßer Baum mit rundlicher, später breit gewölbter, sehr lockerer und lichter Krone. Stamm meist kurz, in der Jugend schlank, Hauptäste unregelmäßig schräg aufsteigend, untere Astpartien beinahe waagerecht, breit auseinanderstrebend; in den ersten Jahren zögernder Wuchs.
Größe: 15 bis 25 m hoch und 12 bis 20 m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 40 cm, in der Breite 35 cm, nach etwa 30 Jahren schwächerer Wuchs.
Blätter: spät austreibend, bis zu 25 cm lange Trauben, 7 bis 17 Blättchen , elliptisch bis eiförmig, bis 5 cm lang. Meist nur schwachgelbe Herbstfärbung.
Blüten: Gelblichweiße Schmetterlingsblüten in endständigen, lockeren, bis zu 25 cm langen Trauben, Ende Juli bis August. Blüten erscheinen nach etwa 10 bis 15 Jahren.
Früchte: Hängende, rundwandige Hülsen, perlschnurartig gefiedert, werden nur in warmen Sommern ausgebildet (Weinbaugebiete, Kontinentalklima).
Standort: sonnig.
Boden: Gut durchlässige, trockene bis frische Böden, schwach sauer bis stark alkalisch. Da der Schnurbaum sehr anspruchslos ist, gedeiht er auch auf sehr trockenen, armen Standorten.
Eigenschaften: Als ältere Pflanze gut frosthart, verträgt in der Vegetationszeit sehr viel Trockenheit und Hitze, stammt aus einem Areal mit hohen Sommertemperaturen (China, Korea, in Japan nur durch Kultur verbreitet), geeignet für extreme, innerstädtische Pflanzsituationen, industriefest, rauchhart, bildet gelegentlich trockene Astpartien im Kronenraum.

Quelle: [www.imkerforum.de]

Hier kann man 5 Samen kaufen, für 4,50 + Versand für einen Brief:

[cgi.ebay.ch]
26.04.2010 23:39 Stachel
Hallo Bienenfreund
ein Baum zum Verlieben - wären da nicht die 10 - 15 Jahre Wartezeit bis zur Blüte.
Würde ich ihn heute pflanzen, müßte man mich wohl zur ersten Blüte hintragen...
Grüße, Stachel
26.04.2010 23:42 Bienenfreund
Stachel schrieb:
Hallo Bienenfreund
ein Baum zum Verlieben - wären da nicht die 10 - 15 Jahre Wartezeit bis zur Blüte.
Würde ich ihn heute pflanzen, müßte man mich wohl zur ersten Blüte hintragen...
Grüße, Stachel

Achwo, das schaffst Du doch mit links, die paar Jährchen. Dann rauchst Du Dein Alterspfeifchen und lauschst dem Summen und Brummen
Bist schon ein guter Vorsitzender, Bienenfreund
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