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321 mal angesehen
20.08.2009, 17.13 Uhr

Wie lassen sich Ameisen fernhalten?

Die Frage an die dlv-Imkerredaktion:

Wir besitzen ein Bienenhaus, das auf acht Eisenrohren als Ständer gebaut ist. An diesen Rohren krabbeln ständig Ameisen hoch. Ein Einstreichen dieser Rohre mit Fett half auch nicht, den „Aufmarsch“ zu verhindern. Welche Möglichkeiten gibt es, die Ameisen fernzuhalten?


Die kurz gefasste Antwort des Experten:

Bienenvölker sind mit ihren Vorräten für viele Lebewesen eine willkommene Nahrungsquelle. Zudem laden Bienenbehausungen häufig zum Einzug von Untermietern ein. Gerade für Ameisen sind Beutenböden und -deckel, Magazin- oder Beutenzwischenspalten wahre Siedlungsparadiese. Zum Ärgernis des Besitzers werden dabei oft weiche Isoliermaterialien oder bei Styroporbeuten gar ganze Zargenteile mit Gängen durchzogen und allmählich ganz zerstört.

Weniger tragisch ist es, wenn Ameisen zeitweilig die Stockwärme eines Bienenvolkes nutzen und ihre Puppen in eine ausgelagerte, gut temperierte Brutkammer, wie z. B. den Zwischendeckel der Beuten, verbringen. So richtig lästig werden sie uns Imkern aber, wenn sie sich auf einen „bequemen“ Weg der Kohlenhydratversorgung spezialisieren und sich der Honigvorräte unserer Bienenvölker bedienen.


Naturschutzgesetze beachten!

Mehrere Ameisenarten sind aus oben genannten Gründen ständige Begleiter bei der Honigbienenhaltung. Vergessen sollten wir dabei jedoch nicht, dass Ameisen als „Polizisten des Waldes“ viele geschwächte oder tote Lebewesen, auch Bienen, verzehren und so ein bedeutendes Glied im Naturhaushalt sind. Wissen sollten wir als Imker auch, dass alle Ameisenarten nach § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes den so genannten Mindestschutz von wild lebenden Tierarten genießen und nicht grundlos gefangen, verletzt oder getötet werden dürfen.

Zusätzlich zählen alle Hügel bauenden Waldameisen mit Ausnahme der Blutroten Raubameise nach der Neufassung der Bundesartenschutz-verordnung vom 16. 02. 2005 wieder zu den besonders geschützten Tierarten, s. a. www.ameisenschutzwarte.de/rechtliches.php.


Vorbeugen ist besser als…

Bei allen Maßnahmen am Bienenstand muss es daher in erster Linie darum gehen, Ameisen fern zu halten – was nicht immer ganz einfach ist, wenn sie die sprudelnde Nahrungsquelle einmal entdeckt haben. Muss in einem Bienenhaus ein Nest entfernt werden, sollte man sich bei Unsicherheiten bezüglich der Ameisenartbestimmung fachlichen Rat einholen.

Um der Besiedelung vorzubeugen, errichtet man Bienenhäuser am besten immer auf speziellen Sockelsteinen, die eine Wasser- oder Ölsperre besitzen, um sie vor dem Zugang von Ameisen zu schützen. Sind diese bei einem schon bestehenden Gebäude nicht vorhanden, kann man es mit Fetten oder einem Insektenklebegürtel versuchen. Diese werden von den Ameisen jedoch häufig mit Erdkrümeln überbrückt, denn auch diese Stückchen haften gut auf diesem Untergrund.



Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.adiz-online.de]


Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de


Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
offline

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Kommentare

26.09.2009 11:37 Bienenfreund
In einem alten Imkerbuch steht, dass man Ameisen mit Wasser bekämpfen soll, in welchem ein fauler Fisch gelegen habe.
Interessant. Ameisen sind die Waldpolizei - das Meer überlassen sie anderen
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