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Nasser Honig
910 mal angesehen
27.08.2009, 12.52 Uhr

Nasser Honig

Nasser Honig? Klingt paradox, ist es aber nicht. Im Honig steckt immer ein Wasseranteil, je nachdem.

Als normal und gut werden 16 bis 17% Wasseranteil angesehen. Meine Sommertracht ist fertig geschleudert, am 26. Juli, die Völker sind abgeräumt und haben gleich das erste Winterfutter bekommen. Während der mehrtägigen Ernte habe ich mehrfach 18% Wassergehalt des Honigs gemessen. Auch Zargen mit wunderbar voll verdeckelten Waben wiesen keine günstigeren Werte auf.

Wie konnte das geschehen? Nun, die schwül-warme Luft des Sommers mit vielen Gewittern und Temperaturstürzen von über 10°C von einem Tag auf den anderen sorgte für eine konstant sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Sogar in der Wohnung zeigte das Hygrometer in den roten Bereich, nur, was sollte man dagegen tun? Starke Völker sorgen für reifen Honig, heißt es: nur, die Völker waren stark, sonst hätten sie mir nicht eine solche Rekordernte beschert, die beste seit neun Jahren.

Hätte ich einen weiteren Tipp von Fachleuten beherzigen sollen, nämlich noch abzuwarten? „Bienenalex“, Berufsimker Alexander Geis aus Klosterkumbd im Hunsrück schrieb in der Imker-Community Landlive um den 20. Juli, dass er mit dem Schleudern noch warten würde, allerdings wegen der Varroabelastung besorgt bleibe. Ich aber wollte nicht warten, sondern zum Ende Juli mit der Varroabehandlung beginnen. Die Karussellfahrten des Wetters sollten und würden sich ja fortsetzen.

Nach der Honigverordnung ist bis zu 20% Wassergehalt im Honig zulässig. Nur, schon 18% sind nicht ideal für einen Spitzenhonig, wie ich ihn anstrebe und solche feuchten Sommertrachthonige neigen zum groben Kristallisieren.
Nur gut, dass meine Frühtracht mit 16 bis 17% günstiger war, jetzt kann ich mir überlegen, ob ich die Honige miteinander verschneide.

Dann wartet eine Menge Arbeit. Freud und Leid der Imkerei.
offline

Geschrieben von

Schlagwörter

honigverordnung, kristallisieren, sommertracht, wassergehalt honig

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

27.08.2009 15:40 Lahntaler
Hallo !
Ein Honig wird nicht nur deshalb gut weil er die DIB Kriterien erfüllt. Ein etwas "feuchterer" Honig kann da viel besser schmecken.
Siehe hier: Was ist guter Honig ?

Ob was glaubst Du warum eine vielzahl von Imkern für Prämierung den Honig anders machen als für den Verkauf ?
Die DIB Kriterien decken sich nicht mit den Kundenwünschen - nicht beim Glas und nicht beim Honig !

Gruß
~~~LAHN~taler~~~
27.08.2009 21:16 Bienenfreund
Lahntaler schrieb:
Hallo ! Ein Honig wird nicht nur deshalb gut weil er die DIB Kriterien erfüllt. Ein etwas "feuchterer" Honig kann da viel besser schmecken.
Siehe hier: Was ist guter Honig ? Ob was glaubst Du warum eine vielzahl von Imkern für Prämierung den Honig anders machen als für den Verkauf ?
Die DIB Kriterien decken sich nicht mit den Kundenwünschen - nicht beim Glas und nicht beim Honig ! Gruß ~~~LAHN~taler~~~


Hi Lahntaler, der Link zu Johannes ist gut. Mir fehlt schon immer eine Art Honigführer, die Beschreibung und Charakterisierung von Honig in Deutschland. Im Kochbuch von Frau Dr. Schaper ist vorne einiges drin. Wir müssten so wie die Winzer mehr aus Honig machen, im Bewusstsein der Menschen.
Schönen Gruß von Bienenfreund
27.08.2009 22:50 Lahntaler
Bienenfreund schrieb:
Hi Lahntaler, der Link zu Johannes ist gut. Mir fehlt schon immer eine Art Honigführer, die Beschreibung und Charakterisierung von Honig in Deutschland.


Hallo Bienenfreund !
Ist zwar sehr DIB hörig, aber hast Du Dir zur Beschreibung und Charakterisierung den Honigland Leitfaden mal angesehen ?
Steht unter: Ausweisung der Herkunft / Beschreibung des Geschmack und Degustation auch ein wenig ! Da hat sich Frau Kehres (habe ich im Frühjahr anläslich eines Vortrags persönlich kennen gelernt) viel Mühe gemacht !
Gruß
von der LAHN
28.08.2009 09:01 Bienenfreund
Lahntaler schrieb:
Hallo Bienenfreund ! Ist zwar sehr DIB hörig, aber hast Du Dir zur Beschreibung und Charakterisierung den Honigland Leitfaden mal angesehen ? Steht unter: Ausweisung der Herkunft / Beschreibung des Geschmack und Degustation auch ein wenig ! Da hat sich Frau Kehres (habe ich im Frühjahr anläslich eines Vortrags persönlich kennen gelernt) viel Mühe gemacht ! Gruß von der LAHN


Danke! Kenne ich nicht. Ich kümmere mich es zu bekommen. Gruß Bienenfreund
05.09.2009 10:06 derbienenergo
Hallo,

ein Kollege wurde in diesem Jahr auch vom D.I.B. kontroliert. Es war in seinem Glas Rapshonig. Hatte alles richtig gemacht & war sich sicher das es gut wird. Wochen Später kam Post vom D.I.B. Sein Wassergehalt im Honig 19,2 %. Zu hoch für des D.I.B. glas.
Nun wollte der D.I.B. wissen wie es dazu kommen konnte. Nach schilderung des Herganges bekam er post wo es nur um die bekannten Broschüren um den Wassergehalt ging. Richtige Tipps hat er nicht bekommen. Sollte man nu immer 2 Sorten Gläser führen?

glg Patrick
05.09.2009 10:18 Bienenfreund
derbienenergo schrieb: Hallo, ein Kollege wurde in diesem Jahr auch vom D.I.B. kontroliert. Es war in seinem Glas Rapshonig. Hatte alles richtig gemacht & war sich sicher das es gut wird. Wochen Später kam Post vom D.I.B. Sein Wassergehalt im Honig 19,2 %. Zu hoch für des D.I.B. glas. Nun wollte der D.I.B. wissen wie es dazu kommen konnte. Nach schilderung des Herganges bekam er post wo es nur um die bekannten Broschüren um den Wassergehalt ging. Richtige Tipps hat er nicht bekommen. Sollte man nu immer 2 Sorten Gläser führen? glg Patrick


Hi Patrick, ja, das ist ein Engpass. Häufig steht ein Refraktometer zur Verfügung und der Imker weiß um seinen Wassergehalt. Oberhalb 18% darf er nicht ins DIB Glas. Also was tun? Unbeschadet davon ist der dünne Honig nicht kundengerecht, und die Gärgefahr steigt mit der Zeit. Also mischen, um unter 18% zu kommen. Als Anfänger habe ich mal falsch geschleudert, mit 19% und mehr. Aber ich habe die Eimer gleich zurückgefüttert, dafür hat auch mein Pate gesorgt. So etwas vergisst man nicht.
Schönen Gruß zurück! Bienenfreund
07.09.2009 08:36 Bienenhausi
Ich grüße Euch,

hatte auch viel zu feuchten Honig gehabt und habe dann experimentiert. Es hat mir auch 2% gebracht, aber von 21% 2% weniger ist immer noch 1% zu viel.
Ich werde das nächstes Jahr mal weiter probieren, was haltet Ihr von folgender Idee;
Wenn ich sehe,dass genug an Honigmenge in den Honigräumen ist, die aber viel zu feucht zum ernten sind und dir die Zeit wegläuft (z.B. beim Abschleudern), dann nimmt man diese Zarge hoch, schiebt einen Zwischenablegerboden mit Drahtgitter dazwischen und wartet ab, bis die Pflegebienen diesen trockengearbeitet haben. Der Hintergrund dessen ist der, dass ich nur verhindern will, das weiterhin frischer Nektar eingetragen wird. Das Drahtgitter sorgt dafür, dass die Pflegebienen den Kontakt zur Königin nicht verlieren. Ein geöffnetes Flugloch sorgt dann noch dafür, dass Flugbegeisterte Bienen immer aus dem Ablegerboden ausschwärmen können, wann sie wollen.
Oben raus, unten rein.
Das müsste doch funktinieren, oder?
07.09.2009 10:33 Bienenfreund
Bienenhausi schrieb:
Ich grüße Euch, (...) hatte auch viel zu feuchten Honig gehabt und habe dann experimentiert.
Oben raus, unten rein. Das müsste doch funktionieren, oder?


Ja, aber Du hast doch dann immer weniger Bienen in der Honigzarge?
Ich würde eher eine solche Zarge über Bienenflucht bienenleer machen und sie dann einem starken Volk aufsetzen. Auch wenn der Honig teilweise schon gedeckelt ist, aber zu feucht, kann er nachtrocknen.
Größere Imkereien, die das Investment nicht scheuen, kaufen sich einen Melitherm (600 Euro) und schicken den Honig durch. Das bringt angeblich 1% weniger. Aber 20% und mehr würde ich nicht schleudern. Wenn solcher Honig schon geschleudert ist, würde ich ihn zurückfüttern, dadaurch wird er automatisch trockener. Falls eine trachtarme Zeit besteht, darf man auf jeden Fall nur abends einfüttern, weil die Bienen wie verrückt umherfliegen und zum Räubern neigen.
Schönen Gruß, Bienenfreund
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