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Das Leben eines Krümels

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06.09.2009, 17.42 Uhr

Tiere mit Prothesen

Mein letzter Beitrag ging ja um Labradore und Golden Retriever, die zu Servicehunden ausgebildet werden und damit unter anderem behinderten Menschen helfen. Doch es gibt ja auch behinderte Tiere, denen eine Pfote fehlt, oder die zum Beispiel querschnittgelähmt sind. Es ist unglaublich, wie ihnen heutzutage durch moderne Technik geholfen werden kann. Rollwagen für gelähmte Hunde, Katzen oder sogar Kaninchen sind gar nicht mehr so ungewöhnlich. Auch Prothesen für verstümmelte Beine werden bereits für Hunde und Katzen angefertigt. Allerdings sind Miezen etwas schwieriger, was die Akzeptanz dieser Hilfsmittel angeht. Doch auch für andere Tierarten wurden bereits Prothesen gebaut, die dann allerdings für den Einzelfall entwickelt wurden. Ich habe ein paar wirklich beeindruckende Fälle gefunden.

Ganz aktuell hat beispielsweise die Elefantenkuh „Motola“ eine Beinprothese bekommen. Sie verlor ihr linkes Vorderbein beim einem Abeitseinsatz an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar, als sie dort auf eine Mine trat. 2005 bekam sie eine erste provisorische Prothese, die zuerst mit Sägespänen und später mit Sand gefüllt war. Damit sollte sie ihr Bein trainieren, um später genug Kraft für die Prothese aus Glasfasern und Silikon zu haben, die sie nun auch endlich bekam. [derstandard.at]

Delfin Winter aus den USA verlor im Alter von nur 3 Monaten ihre Schwanzflosse, als sie sich im Halteseil einer Boje verfang. Das Seil schnürte die Blutzufuhr ab und die Fluke konnte nach ihrer Befreiung nicht mehr gerettet werden. Sie lebt heute Clearwater Marine Aquariums, einem Rettungszentrum für Meerestiere, und sie hat gelernt, sich auch ohne Flosse vorwärts zu bewegen. Seit 2007 entwickelt ein Spezialistenteam eine neue Schwanzflosse für sie bzw. sie verbessern sie immer wieder, damit Winter mit ihr klar kommt. Denn auch sie muss erst trainieren, wie man damit umgeht. Doch es klappt immer besser. Heute kommen auch Kinder und Erwachsene aus der ganzen Welt - ganz oft haben sie selbst Beinprothesen und anderen Behinderungen - um sie zu besuchen. Ganz viele ziehen sehr viel Kraft aus dieser Begegnung, wenn sie sehen, wie fröhlich Winter trotz ihrer fehlenden Schwanzflosse ist. [www.spiegel.de] und [www.seewinter.com]

Manchmal brauchen die Tiere aber auch gar keinen Menschen, um mit einer Behinderung klar zu kommen – manchmal helfen sie sich einfach gegenseitig. Wie Bonnie und Clyde, die streunend gefunden und ihn ein Tierrettungszentrum gebracht wurden. Den Mitarbeitern viel schnell auf, dass dies keine gewöhnliche Freundschaft war. Zusammen schienen sie zwei völlig normale Hunde zu sein, allein war Clyde jedoch verloren, denn er ist blind. Bonnie bleibt sonst auch immer an seiner Seite und führt ihn überall hin. Sie lässt ihn außerdem seinen Kopf auf ihren hinteren Rücken legen, wenn er die Orientierung verloren hat. Wirklich erstaunlich, wie Bonnie die Augen von Clyde ersetzt. Mittlerweile haben die beiden auch ein neues Zuhause gefunden. Natürlich wurden sie nur zusammen vermittelt. Nachzulesen hier [www.telegraph.co.uk] und hier [gimundo.com]

Hier noch ein paar nette Beispiele für Tier, die gelernt haben mit ihren Hilfsmitteln zu prima zu leben: [www.telegraph.co.uk]

[www.dw-world.de]

Bild: Screenshot der Internetseite über den Delphin Winter. Zu sehen unter [ded183-lin-79-183.netsonic.net]

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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen
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