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15.10.2009, 14.09 Uhr

Wie füttert man bei einer späteren Vereinigung?

Die Frage an die dlv-Imkerredaktion:

Einige meiner Völker (auf 2 Räumen) sollen mit neuen Ablegern beweiselt werden. Da die Königinnen im September besser angenommen werden, nehme ich die Umweiselung erst im September vor. Ende Juli hatte ich das Altvolk auf einen Raum gesetzt (die Brut in der unteren Zarge mit Altwaben war unter dem Absperrgitter nach 21 Tagen ausgelaufen).

Wie ist die Einfütterung der Völker nun aber am sinnvollsten zu bewerkstelligen? Wenn man z. B. Altvolk und Ableger mit je 10 l Apiinvert versorgt, hat das neue Volk nach der Vereinigung zwar die erforderlichen Menge an Überwinterungsfutter, nur die Anordnung des Futters ist nach dem Vereinigen nicht optimal. Oder bleibt noch genügend Zeit, dass sich die Bienen ihren Wintersitz entsprechend einrichten und das Futter umtragen?

Oder wäre es besser, erst einmal nur 5 l zu füttern und den Rest nach der Vereinigung? Aber nehmen die Bienen das Futter dann noch ab? Wie vereinigt man überhaupt am einfachsten?


Die kurz gefasste Antwort des Experten:


Eine generelle Vereinigung der Jungvölker mit den Altvölkern kann ich nicht empfehlen. Da hat man sich den ganzen Sommer bemüht, dass die Jungvölker mit möglichst wenig Milben und vielen gesunden Jungbienen aufwachsen, und am Ende des Sommers schmeißt man die gesunden Jungvölker mit den zumindest fragwürdigen Altvölkern zusammen. Ich kenne Imker, die haben so ihren gesamten Bienenstand verloren. Hätten sie Altvolk Altvolk und Jungvolk Jungvolk sein lassen, hätten zumindest letztere noch überlebt.

Etwas anderes ist es, wenn man das eine oder andere Volk mit alter, unbefriedigender Königin mit einem Jungvolk umweiseln will. Dazu braucht man nicht bis in den September zu warten, denn die Umweiselung mittels Ableger funktioniert eigentlich immer gut. Dazu das Altvolk entweiseln, mit 2 bis 3 Lagen Zeitung abdecken. In das Papier mit dem Stockmeißel einige Schlitze stechen und mit kandiertem Honig beschmieren. Wenn nichts anderes zur Verfügung steht, einfach aus einem Futterkranz etwas herausdrücken und auf die Zeitungsschlitze schmieren. Dann den Ableger draufsetzen – fertig!

Günstig ist auch, mit dem Rauch nicht zu sparen. Das jagt die Bienen zusätzlich aufs Futter und macht sie satter und somit friedlicher zur Vereinigung. Jetzt zügig die 20 l Invertzuckersirup einfüttern (18 tun’s auch). Manche Imker empfehlen aus Bequemlichkeit, auf das Abdrücken der alten Königin zu verzichten. Ich habe allerdings schon erlebt, dass die Junge nach der Vereinigung lahmte, weil sie offenbar doch von der Alten, oder deren Anhängerinnen, verletzt wurde.

Wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, den Vereinigungstermin im September bevorzugen, laufen Sie tatsächlich Gefahr, dass Sie das Futter nicht mehr hinein bekommen. Denn Sie haben natürlich völlig Recht, dass die Futteranordnung bei zwei kleineren Einzelvölkern anders ist als bei einem doppelt so starken. Bei uns am Oberrhein hätte ich keine Bedenken, bis Ende September zu füttern. Unter Ihren Klimabedingungen kann es aber ohne weiteres passieren, dass die Bienen das Futter nicht mehr abnehmen.

Deshalb die Empfehlung, das aufzusetzende Volk mit der Gesamtfuttermenge zu versorgen. Setzen Sie also dem 10-Waben-Jungvolk eine Zarge mit schönen Waben auf.



Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.adiz-online.de]


Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de


Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
offline

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Kommentare

25.10.2009 11:33 Bucky
Wenn die alte Königin entnommen wird und das Jungvolk nach unten auf den Unterboden gesetzt wird (Altvolk also aufgesetzt), kann man sich den ganzen Zirkus mit der Zeitung sparen.
Interessanter ist sicher das Thema, alles im Frühjahr wieder auf einen Brutraum zu reduzieren (Zander 10-Waben), um dadurch eine erhebliche Arbeitsersparnis zu bekommen - dies bei besserem Ertrag!
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