Zur mobilen Version wechseln »

Land&Natur

(25 Einträge)

Halloween Freundliche Kürbisgesichter
194 mal angesehen
28.10.2009, 11.13 Uhr

Ein Kürbisgesicht für Halloween – Am besten mit Schnittmuster

Auf Bauernmärkten, in Hofläden, an viel befahrenen Landstraßen werden nun die dicken Kürbisse angeboten. Kinder fiebern der Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November entgegen. Dann nämlich sind die Kürbisköpfe, ausgehöhlt, mit einer Fratze verziert und einer Kerze beleuchtet, die Stars.

Man kann zu diesem "Fest" stehen wie man will: Die Kinder haben ihren Spaß daran und sind mit Feuereifer dabei, die dicken Früchte auszuhöhlen. Das können schon Kindergartenkinder!

Am besten geht es mit einem großen, alten Löffel, mit dem das Fruchtfleisch herausgekratzt wird. Aber das ist schon eine Portion Arbeit. Zuerst wird sternförmig oder rund mit einem scharfen Messer (Eltern-Arbeit!) der Deckel so weit eingeschnitten, dass man ihn mitsamt dem Strunk herausheben kann.

Der Deckel kann später wieder eingesetzt werden. Danach wird möglichst viel Fruchtfleisch herausgekratzt (und zu einer feinen Suppe oder einem Gemüsegericht verwendet) und zuletzt das Gesicht eingeschnitten. Dafür sollte man sich aus Papier zuvor eine Schablone fertigen.

Sie wird auf die gleichmäßigste Seite des Kürbis gelegt. Mit einem spitzen Gegenstand punktuell das Gesicht nachzeichnen. Erst dann wird mit dem Messer nachgearbeitet. Das sollten wieder die Erwachsenen machen. Dabei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

Die Löcher für Mund, Augen und Nase sollten jedoch groß genug sein, so dass die Kerze oder großes Teelicht im hohlen Kürbis genügend Luft bekommen. Sonst gehen sie aus.

Beim Aushöhlen wird man feststellen: Der Kürbis steckt voller Samen. Es macht allerdings wenig Sinn, diese Kerne fürs kommende Gartenjahr zu horten und wieder auszusäen. Hat nämlich in Nachbars Garten jemand Zierkürbisse gepflanzt, könnte die zweite selbst gezogene Kürbisgeneration plötzlich bitter schmecken.

Denn Zierkürbisse kreuzen sich unkontrolliert. In diesem Fall sollte man auf die billigen eigenen Samen verzichten und lieber Qualitätssaatgut kaufen. Eine große Auswahl davon wird es zum Beispiel im März 2010 auf der "Garten München" (Messehallen) geben, ist von den Veranstaltern zu hören.

Übrigens geht der Halloween-Brauch auf das keltische Samhain-Fest zurück, das das Ende des Sommers anzeigte. Der dunkle, danach anbrechende Winter war den Menschen nicht recht geheuer. Vor allem glaubten sie, dass am 1. November die Grenze zum Totenreich für eine Nacht durchbrochen wird und Tote und Geister mit den Menschen in Verbindung treten können. Damit sie keinen Unsinn anrichten, zündeten die Menschen am Vorabend große Feuer an und verkleideten sich.

Unter anderem stellten sie auch eine hohe, ausgehöhlte Rübe auf, "Jack o' Latern" genannt. Die Nacht nannten sie "All Hallows Eve", was zum heutigen "Halloween" wurde.

Im 19. Jahrhundert wanderten viele Iren und Schotten nach Amerika aus und nahmen diesen Brauch mit. Da es in der neuen Heimat mehr Kürbisse als Rüben gab, übernahm die dicke Frucht die Aufgabe der Geistervertreibung.
offline

Geschrieben von

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

28.10.2009 11:26 Paradiesgarten

Jetzt weiss ich endlich, woher der Brauch wirklich kommt, danke !
28.10.2009 20:37 kruemel
Also heißt Halloween auch bloß "Abend vor Allerheiligen". Ist ja auf den Versuch zurückzuführen, heidnische Bräuche zu christianisieren. Hat nur nicht so ganz geklappt .

Und ich finde die Kürbisgesichter sehr schön. Da machen manche ja eine richtige Kunst draus!
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang