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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Bild: Screenshot http://www.hr-online.de/website/static/spezial/botticelli/botticelli_start.html
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17.11.2009, 21.31 Uhr

Botticelli und die Frauen

Heute geht es um hohe Kunst, jawohl! Ich gebe es zu, ich kenne mich in dem Bereich so überhaupt nicht aus, aber ich lerne gern Neues dazu – vor allem wenn es so toll aufbereitet ist wie auf der Internetseite zur eben gestarteten Botticelli-Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt. Die wurde letzten Freitag eröffnet und versammelt so viele seiner Werke, wie noch nie eine Ausstellung zuvor. Dafür wurden nach langen Verhandlungen Werke aus den Uffizien in Florenz, dem Louvre in Paris und anderen bedeutenden Museen in London und New York „ausgeborgt“.

Nun aber zur Internetseite, die ist nämlich genial gemacht. Kunstexperten und Mitarbeiter der Ausstellung laufen auf der Internetseite umher (natürlich als Video, aber sehr clever eingebaut) und erklären alles Wissenswerte rund um Botticelli und seine Kunst. Die Reihenfolge kann man dabei interaktiv bestimmen. Der Direktor des Städel Museums berichtet beispielsweise über die langen, teilweise zähen Verhandlungen mit den einzelnen Museen und welch ein Aufwand dahinter steht, wenn so wertvolle, 500 Jahre alte Gemälde eingeflogen werden. Da bekommt jedes einzelne Bild einen eigenen Courier, der mitreist und nur darauf achtet, dass bloß keine Unfälle passieren, oder das Kunstwerk gestohlen wird.

Der Leiter der Gemälderestaurierung erklärt, mit welchen Techniken Botticelli damals gearbeitet hat, und wie seine Werke heute mit modernen Techniken untersucht und restauriert werden. Der Kurator der Ausstellung und ein Kunsthistoriker erzählen über das Leben Botticellis und erläutern drei seiner bedeutendsten Werke in allen Einzelheiten. Wir erfahren zum Beispiel, wie die Wissenschaftler Hinweise auf dem Gemälde „Weibliches Idealbildnis“ suchten, um das Rätsel ihres realen Vorbildes zu lösen. Außerdem werden die Fragen geklärt, was ein Veilchen mit der Gottesmutter zu tun hat, und warum die Göttin Minerva einem Centauren durchs Haar fährt.

Auf jedem Fall eine sehr schöne Seite, die dem Betrachter die zarten, fast feengleichen Frauen in Boticellis Gemälden näher bringt. Was ich persönlich auch sehr witzig fand ist die Pause, nachdem die Erzähler sich vorgestellt hatten und dann darauf warteten, dass es weitergeht. Dann putzten sie ihre Brille, schauten auf die Uhr oder linsten auch schon mal hinter das eben vorgestellte Gemälde. Ich habe sehr gelacht, als ich das das erste Mal gesehen hatte, zeugt auf jeden Fall von Humor .

Zur Seite geht’s hier: [www.botticelli.hr-online.de]

Ein sehr informativer Film über die Ausstellung vom hr Fernsehen ist hier zu sehen [www.hr-online.de]

Wer alle Infos in Kurzform braucht, unter [www.hr-online.de] gibt’s außerdem noch einen kompakten Artikel.

Bild: Screenshot [www.hr-online.de]
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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