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Learning to Bee

Anfängersorgen und Altlasten der Imkei (39 Einträge)

Beispiel eines PDFs des Instituts für Bienenkunde Celle Beispiel eines PDFs des Fachzentrums für Bienen am LWG Bayern Beispiel eines PDFs der Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim
701 mal angesehen
14.01.2010, 21.14 Uhr

Links: Wissen und Informationen über Imkerei und Bienen I

Mein Beschluss mich genauer mit der Imkerei zu befassen, lässt sich - fast schon wie ein platonisch- mäeutischer Erkenntnisprozess - in 4 Phasen einteilen:

Ignoranz:
In dieser ersten Phase, die sich quasi von meiner Geburt im Jahr 1980 bis etwa ins Jahr 2008 erstreckt, habe ich alles imkerliche um mich herum weitgehend ignoriert, was mir im Nachinein wirklich schwierig erscheint - um mich herum gibt es ja mehr als genug Imker.

Ablehnung:
In dieser zweiten Phase - gerade im Jahr 2008 - habe ich vor allem versucht, meinen Vater von seinem ihn scheinbar endlos nervenden Hobby abzubringen. Erfolgreich war ich dabei allerdings nicht. Eher im Gegenteil.

Erkenntnis:
Ab Anfang 2009 habe ich mich dann zunehmend gefragt, was jemand daran reizt etwas offensichtlich unagenehmes zu tun. Ergebnis meiner Überlegungen war schließlich, dass die Imkerei doch irgendwie spannend ist und es sich vielleicht lohnt, sich damit zu beschäftigen.

Unwissen:
Wenn man sich aber für etwas interessiert, weiß man oft nicht allzu viel darüber. Zumindest hat man meistens das Gefühl, man müsste noch mehr wissen. Genau dieses Gefühl erfasst mich dann auch Mitte 2009, als mein Beschluss stand mich als Wochenendimkern zu versuchen, um in den kommenden Jahren die väterliche Imkerei zu unterstützen. Aber wo kriegt man Wissen her?

Platon würde wahrscheinlich - ganz seiner Lehre von der Mäeutik entsprechend - versuchen, dass Wissen durch gezieltes Nachdenken und Reflektieren - wie eine Hebamme - aus sich selbst heraus zu heben. Mir geht das allerdings zu langsam, schließlich sind seit den alten Griechen schon an die 2000 Jahre ins Land gezogen. Irgendwie muss das schneller gehen, schließlich will ich ja imkern und nicht das Rad neu erfinden.

Der erste Weg zum Wissen führte mich daher ins Internet und fast unweigerlich zur Google Startseite. Meine ersten Suchanfragen waren eher banal: "Bienen" und "Imkerei". Mit mehr als den ersten zwei Seiten der Suchergebnisse habe ich mich dabei nie beschäftigt. Hilfreich waren für den ersten Zugang vor allem die Artikel über Bienen und Imkerei in der Wikipedia.

[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]

Das war mir aber zu wenig, gerade weil viele der anderen Suchtreffer nicht ganz dem entsprachen was ich mir unter "Wissen" vorgestellt habe. Ich wollte keine Meinungen, sondern Fachwissen. Wahrscheinlich wäre ich an dieser Stelle dann gegen eine Wand gelaufen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass es über Deutschland verteilt verschiedene Institute für Bienenkunde gibt. Als Bayer konzentriert man seine weitere Suche dann natürlich erst einmal auf das "bayrische Bieneninstitut":

Das Fachzentrum Bienen der LWG
[www.lwg.bayern.de]
ist an der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim angesiedelt. Man versteht sich als forschendes Kompetenzzentrum und als Ansprechpartner der Imker.
Die Homepage des Fachzentrums ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Besonders spannend sind die unter dem Unterpunkt "Bienen/Informationsmaterial" gesammelten PDF's zu allen Themen von Bienenhaltung über Bienenkrankheiten bis hin zu Rechtsfragen der Imkerei.
Alle PDF's sind sehr ansprechend gestaltet und gut bebildert (siehe Bild Mitte). Zumindest ich als Anfänger konnte mir hier schon ein erstes gutes Bild darüber verschaffen, um was es bei der Imkerei geht. Sehr hilfreich war für mich auch der Unterpunkt Bienen/Bildung - denn bis dahin war mir nicht klar, dass es Lehrbienenstände mit Kursangeboten gibt.

Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim
[bienenkunde.uni-hohenheim.de]
war der nächste Anbieter von imkerlichen Wissen im Netz, den ich genauer begutachtet habe. Baden-Württemberg liegt schließlich neben Bayern .
Auch hier fanden sich viele - ebenfalls gut bebilderte - PDFs zu allen möglichen Bereichen der Imkerei. Mitunter am spannendsten waren für mich die auf der Homepage bereitgestellten Präsentationsfolien zu einem Varroa Symposium im Jahr 2008 sowie die Infoblätter zum Hohenheimer Varroakonzept.
Leider wurde die Homepage der Landesanstalt wohl Ende 2009 umstrukturiert. Viele der alten PDF's finden sich nicht mehr auf ihrer Seite. Das ist Schade - einmal um die scheinbar viele Arbeit, die in die Dokumente gesteckt wurde, zum anderen um die Informationen, die man jetzt nicht mehr erhält. Aber seit Anfang 2010 werden die Informationsbestände wieder aufgefüllt. Unbedingt auch bei den Skripten für Studenten schauen!

Das Institut für Bienenkunde Celle des LAVES
[www.laves.niedersachsen.de]
war der vorerst letzte Ort, an dem ich mir im Internet Informationen zusammengesucht habe. LAVES ist die Abkürzung für Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Die Seiten des Instituts sind ähnlich angelegt wie die des Fachzentrums Bienen der LWG. Unter Bienenkunde/Informationsmaterial findet man eine Menge gut sortierter PDF's zu Bienenprodukten, Biologie der Bienen, Imkerlicher Praxis und vielem mehr. Anders als in Bayern und Baden-Württemberg sind die Dokumente informationslastiger und eher weniger bunt. Oft gilt es viel Text zu lesen. Dafür werden hier Themen angeschnitten, die ich sonst nirgends gefunden habe: Etwa "Pflanzenschutzmittel und Bienenverträglichkeit" oder "Pyrrolizidin-Alkaloide und Honig". Alles in allem also auch hier eine sehr spannende Seite.

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und das Bieneninstitut Kirchhain
[www.llh.hessen.de]
[www.llh.hessen.de]
Den hätte ich ganz vergessen - danke dass mich der User Reefer nochmal drauf hingewiesen hat. Etwas versteckt, findet man als Anfänger gerade unter dem Punkt "Beratung" viele nützliche Infos. Der Unterpunkt "Fachinformation" eröffnet dann nochmal ein wesentlich breiteres Spektrum an Informationen - auch Jahresberichten. Anschauenswert sind vor allem die gut gestalteten Arbeitsblätter, die man unter den "Fachinformationen" findet.

Bienen@Imkerei Infobrief
[www.bienenkunde.rlp.de]
Die Bienenistitute aus NRW, RLP, Hessen und bayern geben auch einen ansprechend und kurz gehaltenen Infobrief heraus, den man per Mail beziehen kann. Unter dem oben genannten Link, kann man ihn abonnieren. Auf meist 2 Seiten gibt der Infoletter einen kurzen Überblick über das aktuelle Geschehen am Bienenstand und weist auf anstehende Arbeiten hin. Dazu gibt es kleinere Meldungen aus verschiedenen Bereichen und Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen der Bieneninstitute. Für mich als phasenweise sehr lesefaule Person sind solche Infobriefe das Medium der kurzweiligen Kommunikation, die ich auch im Arbeitsstress mal schnell durchlesen kann. Insofern finde ich die Einrichtung dieses Infobriefs wirklich toll - vor allem in der Kürze!

Als letztes führte mich dann meine erste Suchwelle auf die Seite verschiedener Bienenzeitschriften- der Imkerfreund lag schließlich jeden Monat neu bei uns im Haus herum. Die Allgemeine deutsche Imkerzeitschrift/Die Biene/Den Imkerfreund findet man im Netz unter
[www.adiz-online.de]
Neben allem was die Hompage einer Zeitung so ausmacht (Mediadaten, Redaktion) findet man auch hier einige schöne PDF's, die ziemlich schnell den Weg in meine Informationssammlung gefunden haben. Besonders interessant fand ich die gesammelten Monatsberichte der letzten 2 Jahre, die Rubrik "Nicht nur für Einsteiger" und "Imker fragen Experten".
Das deutsche Bienenjournal findet man unter der Adresse: [www.bienenjournal.de]
Für Normalsterbliche kaum bezahlbar ist die "Apidologie" - die meisten der Artikel sind zudem auf Englisch. Allerdings ist diese Zeitschrift eine umfassende Quelle fundierter Texte zu wissenschaftlichen Untersuchungen über Bienen. Ältere Ausgaben können frei betrachtet werden. An neuere Ausgaben kommt man kostenlos nur, wenn man z.B. über eine Universität einen Studenten- oder Mitarbeiterzugang zur Bibliothek hat.
[www.apidologie.org]

Nach der Durchsicht und stellenweise genaueren Lektüre meiner verschiedenen Funde, war dann zumindest für das erste mein Wissensbedarf gedeckt. Vielleicht helfen die oben angeführten und kommentierten Links ja auch dem einen oder anderen Anfänger bei seiner Suche nach unverbindlichen Informationen zur Imkerei. Demnächst mehr.

Wer Interesse an meiner Dateisammlung hat, dem kann ich sie gerne zusenden: Kurze Nachricht reicht.

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Austeja

Austeja

Alter: 37 Jahre,
aus Rosenheim

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Kommentare

14.01.2010 22:02 Bienenalex
Wie immerr, einfach super geschrieben
Grüße
von Alexander
15.01.2010 08:20 Bienenfreund
Für mich bist Du schon die Bienenfrau des Jahres
15.01.2010 16:58 Lahntaler
Gut geschriebener, aber recht einseitger Bericht !
Hoffe das der notwendige Blick hier noch komplett wird !
In wie weit das Copyright der Verfasser der eingestellten Bilder / Texte beachtet wurde wage ich nicht zu prognostizieren. Es gab schon Imkervereine die für solche Kopien abgemahnt wurden !
15.01.2010 23:51 Distelbauer
Für Anfänger jedenfalls (für mich) find ichs interessant. Und danke für Deinen Werdegang. So ähnlich ist das bei mir auch
15.03.2010 18:52 Austeja
Hallo,
einseitig ist der Text sicherlich. ich schreibe ja auch allein und im Internet ist man ja gewissermaßen darauf angewiesen manchmal mit Augenklappen durchzugehen, sonst erstickt man in der Informationsflut. Die Hinweise von Usern (LLH Hessen und Infobrief), die ich bekommen habe, habe ich noch eingebaut. Darüber hinaus gibt es sicherlich noch viele gute und nicht nur deutsche Seiten zum Thema. Leider gibt es auch viele schlechte Seiten, und da ist man - wenn man sich auf die Seiten ausgewiesener Institutionen beschränkt - zumindest qualitativ auf der sicheren Seite. Über die Details des Inhalts und Weltanschauungen kann man dann immer noch streiten.
Kritik möchte ich aber an niemanden der gesagten Anbieter üben. Ich bin froh, dass diese sich die Mühe machen Informationen ins Netz zu stellen. Und ich hoffe, dass man als Leser dann selber noch weiterforscht, sich anderes dazu sucht und eine eigene Meinung zu den Seiten entwickelt.
Gute Internetseiten gibt es ja genug.
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