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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Irland 02
49 mal angesehen
19.01.2010, 20.49 Uhr

Gutes tun im Urlaub

Wo, ich sowieso im Moment darüber nachdenke, mal eine Weile aus dem Hamsterrad von Arbeit und Alltag auszusteigen, bin ich heute über einen Artikel gestolpert, der über Urlaubsangebote informiert, bei denen man gleichzeitig reisen und etwas Gutes tun kann. Auf diese Idee bin ich bisher ja noch gar nicht gekommen. Vorgestellt wird zum Beispiel ein Projekt, wo man in Costa Rica Wissenschaftlern hilft, Daten über Lederschildkröten zu sammeln und diese, wenn nötig, umzubetten. Oder man kann bei Osnabrück an einer Ausgrabung teilnehmen, bei der Überreste der Varusschlacht freigelegt werden.

Wenn man ein bisschen anfängt, danach im Internet zu suchen, findet man doch einige Informationen und auch Anbieter. Der so genannte „volontourism“ oder auch „Freiwilligentourismus“ scheint ein richtiger Trend zu sein in Zeiten, wo viele schon unzählige Reisen hinter sich haben und gleichzeitig nach mehr Sinn in ihrem Leben suchen. Die Auswahl reicht von Tierbeobachtungen und Bäume pflanzen über Müll sammeln und Obdachlose bekochen bis hin zur Entwicklungshilfe, also Brunnen bauen oder Kinder unterrichten.

Es gibt Angebote, wo der Hauptaugenmerk auf den Urlaub liegt und nur ein paar Nachmittage geholfen wird bis hin zu halbjährigen Rund-um-die-Uhr-Einsatz. Man kann sich aussuchen, ob man abends in sein Luxushotel zurückkehren möchte oder bei einer Gastfamilie unterkommen möchte. Also gibt es sehr viele Arten dieser neuen Form von Tourismus. Aber ich denke den Meisten geht es wohl darum, Land und Leute auf eine völlig neue, intensive Art und Weise kennen zu lernen und dabei gleichzeitig etwas Sinnvolles zu tun.

Dabei ist es wahrscheinlich bei der Vielzahl der Reiseangebote sehr schwierig sich zu entscheiden, und seriöse Veranstalter von unseriösen zu unterscheiden, zumal die Preise recht stark schwanken und man auch für solche Reisen durchaus viel Geld hinlegen kann. Da hilft nur vorher zu recherchieren und genau nachzufragen. Zum Beispiel – neben organisatorischen Belangen - wie lange das Projekt schon besteht, wie sehr es in die lokale Gemeinschaft integriert ist und wie Ergebnisse gemessen werden bzw., was bereits erreicht wurde. Und mal googeln, was andere Teilnehmer über die Organisation sagen, hilft sicherlich auch.

Etablierte Hilfsorganisationen halten übrigens relativ wenig von kurzen Urlaubs-Einsätzen aus dem einfachen Grund, weil die Helfer schon wieder weg sind, kaum dass sie eingearbeitet sind. Aber gerade handwerkliche und praktische Projekte können wahrscheinlich auch in 3 Wochen bereits gut vorangetrieben werden und als Teilnehmer muss man ich sich einfach dessen bewusst sein, dass man in einem Urlaubseinsatz nicht die Welt verändern kann.

Ob man aus solchen Urlauben total erholt wiederkommt ist natürlich eher unwahrscheinlich. Aber man kommt trotzdem aus dem grauen Alltag heraus und bringt viele neue Eindrücke mit. Das gute Gefühl, anderen Menschen geholfen zu haben, ist sicherlich auch nicht zu unterschätzen. Allemal ein interessantes Konzept im Gegensatz zum üblichen Sommer-Sonne-Strand-Urlaub.

[www.msnbc.msn.com]
[www.bravenewtraveler.com]
[www.ratschlag24.com]
[www.freiwilligenarbeit.de]
[www.berlinonline.de]
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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Kommentare

20.01.2010 11:20 Paradiesgarten

EIn interessanter Denkansatz...
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