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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de
130 mal angesehen
26.01.2010, 20.08 Uhr

CDs rezyklieren ;-)

Weil wir am Wochenende eh gerade noch ein wenig am Aufräumen und Aussortieren waren, sind dabei auch ein paar alte CD’s und DVD’s zusammen gekommen, die wir ganz eindeutig entsorgen möchten. Entweder weil sie zu zerkratzt waren, oder die Daten schlichtweg veraltet. Dann haben wir erst einmal angefangen zu überlegen. Kommen die jetzt in den Müll oder gelten die als Plastik und können in den gelben Sack geworfen werden? Ich war mir da gar nicht so sicher und der Liebste auch nicht. Aber ich konnte mich erinnern, dass in meiner einen alten Firma alle CD’s nicht in den Müll geworfen werden sollten, sondern extra gesammelt wurden. Also ging ich mal davon aus, dass die dann irgendwie recycelt werden. Aber im gelben Sack?

Ich hab dann erst gegoogelt… und siehe da. CD’s können sehr wohl recycelt werden. Denn sie bestehen neben Aluminium und Klarlack (die die CD zum glänzen bringen) zu 99% aus dem wertvollen Kunststoff Polycarbonat. Nach dem relativ unkomplizierten Entfernen der Beschichtung, bleibt eine durchsichtige Polycarbonatscheibe übrig. Diese kann in der Wiederverwertung zwar nicht noch einmal für neue CDs verwendet werden kann, dafür aber in der Automobilindustrie (Stoßstangen, Helme), in der Medizintechnik und für Computergehäuse. Das spart vor allem Erdöl und die Herstellung dieses Kunststoffes ist außerdem energieintensiv und teuer. Wer sich Sorgen wegen sensibler Daten macht, sollte die CDs einfach mit einem spitzen Gegenstand anritzen oder gleich komplett durchschneiden, dann kann wirklich nichts mehr passieren.

So, und wo recycelt man die Dinger nun? Eins steht fest, sie werden nicht zusammen mit dem „normalen“ Recyclingmüll gesammelt und gehören auch nicht in den gelben Sack. Das Umweltbundesamt (PDF) [www.umweltdaten.de] weist auf die Recycling-Firma Blueboxx hin, die deutschlandweit Sammelbehälter aufstellen lässt. Über eine Postleitzahlensuche kann man herausfinden ob in der eigenen Nähe auch so einer steht. Ich hab mal kurz angetestet und es macht mir den Anschein, dass mindestens ein Behälter in jeder einigermaßen großen Stadt steht. Am besten sammeln und dann einmal im Jahr wegschaffen – zumindest bei uns würde das locker reichen. Firmen, Behörden oder Bildungseinrichtungen können sich auch selbst so einen Behälter bestellen, der wird dann kostenlos geliefert und auch wieder abgeholt.

Das Wort „rezyklieren“ habe ich übrigens auf einer Schweizer Internetseite gelesen und bis jetzt noch nie gehört. Ist aber eine schöne Variante zum neudeutschen „recyclen“ und ist eigentlich nur eine genaue Übersetzung. Ich glaube, das gewöhne ich mir an, klingt total wissenschaftlich, dann kann ich damit angeben .

[www.nationalgeographic.de]
[www.blueboxx.info]

Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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Kommentare

27.01.2010 11:28 Paradiesgarten

Muss heute zum Werstoffhof und entsorgen, hab noch Sondermüll in Form von Farben und Lacken dabei, da werde ich gleich mal nachfragen...
Danke für den Tipp !
28.01.2010 15:31 Susanne1
Unser Nachbar hat eine Baumschule, da hat er ganz viele CD`s aufgehängt, ich denke mal zur Abschreckung von Fressfeinden......
Oder an Strassen die durch Wälder oder an Waldrändern vorbei führen hängen ganz viel von den Teilen zur Abschreckung des Wildes. Auch eine sinnvolle Weise die Dinger aufzutragen.......
28.01.2010 16:15 kruemel
Susanne1 schrieb:
Unser Nachbar hat eine Baumschule, da hat er ganz viele CD`s aufgehängt, ich denke mal zur Abschreckung von Fressfeinden......
Oder an Strassen die durch Wälder oder an Waldrändern vorbei führen hängen ganz viel von den Teilen zur Abschreckung des Wildes. Auch eine sinnvolle Weise die Dinger aufzutragen.......


Oder am Auto-Rückspiegel in der irrigen Hoffnung, dass es den Blitzer blendet
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