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Unser Leben in Äthiopien Händlerinnen Buden
366 mal angesehen
15.02.2010, 12.59 Uhr

Ankunft in Adama

Vor zwei Wochen sind wir in Adama (früher Nazreth) in Äthiopien angekommen, mit vier Koffern und acht Umzugskisten. Mein Mann arbeitet hier und wir wollen mindestens ein Jahr bleiben.
Adama liegt etwa 100 km südöstlich von Addis Abeba am Rande des afrikanischen Grabenbruchs auf einer Höhe von 1000m. Die Stadt war noch vor 20 bis 30 Jahren eine Kleinstadt, jetzt hat sie mindestens 200.000 Einwohner, vielleicht auch doppelt so viele. Überall schießen neue Häuser aus dem Boden, viele große Hotels sind in den letzten jahren eröffnet worden. Aber man darf sich keine europäische Infrastruktur vorstellen. Ein Stadtplan existiert noch nicht, er ist aber in Arbeit. Eine Studentengruppe aus Goslar war da und hat die Stadt vermessen.
Den täglichen Bedarf deckt man in Buden, Supermärkte sind selten, sie sind auch nicht größer als 20 qm. Viele Waren werden auf der Straße angeboten. Handwerker arbeiten auch auf der Straße. so kann man zum Beispiel Schreinern zusehen, wie sie Stühle, Betten oder Kommoden anfertigen. Kleine Ziegenherden streifen durch die Straßen. Junge Bäume werden durch Matten vor ihnen geschützt.
Manchmal ist es umständlich, das täglichen Angelegenheiten zu regeln. Für die SIM-Karte des Handys war nicht nur Geld erforderlich, sondern auch die Kopie des Passes und zwei Passbilder. Handybuden gibt es reichlich.
Wir wollen ein Haus mit Garten mieten, haben bis jetzt aber noch keines gefunden, das uns zugesagt hätte. So wohnen wir noch im Hotel, sehr angenehm mit einem schönen Garten. Nachts hört man Hunde heulen und auch Hyänen.
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Rosalie

Rosalie

Alter: 74 Jahre,
aus Frankfurt
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Kommentare

15.02.2010 13:52 leola
Mensch Rosalie, dass wird ja ein tolles Abenteuer! Ich freue mich auf weitere Berichte aus dem fernen Äthiopien!
Liebe Grüße,
leola
16.02.2010 18:46 kruemel
Respekt, dazu braucht es Mut! Ich wünsch dir eine tolle Zeit.
17.02.2010 07:06 Leanne
Meine Bewunderung und auch meinen Respekt, Rosalie. Euch wünsche ich eine gute Zeit dort. Bin sehr gespannt auf Weiteres zum Lesen.
Es grüßt Leanne
18.02.2010 16:21 Katalin
Hey toll, was für eine Möglichkeit. Sicher sehr anstrengend aber auch sehr schön, ganz liebe Grüße
27.02.2010 09:13 Landus
"Adama (früher Nazreth)"

Habe gerade bei Wikipedia entdeckt, dass Adama zuerst Adama (aus der Oromo-Sprache: Adaama) hieß.
Dann wurde die Stadt unter dem letzten Kaiser von Äthiopien, Haile Selassie I., ins biblische Nazareth, also hier in Nazret, umbenannt.
Im Jahr 2000 erhielt die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurück, nachdem sie, Addis Abeba ablösend, zur Regionalhauptstadt von Oromia deklariert wurde.
Finde ich interessant.

Jedenfalls wünsche ich Euch einen gesunden, interessanten und mit vielen positiven Eindrücken versehenen Aufenthalt!

Mit munteren Grüßen
vom Landus
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