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Themen rund um Urlaub auf dem ...

[blog.bauernhofurlaub.de] (119 Einträge)

St.Wendelin
200 mal angesehen
21.02.2010, 19.53 Uhr

Wer weiß, wie der Schutzpatron der Bauern und Schäfer heißt?

Es ist der Heilige St. Wendelin!

Wendelin ist ein katholischer Heiliger, welcher der Legende nach im 6. Jahrhundert im Bistum Trier missionierend tätig gewesen sein soll. Sein Grab befindet sich in der Wendalinusbasilika in der nach ihm benannten Stadt St. Wendel im Saarland. Sein Gedenktag ist der 20. Oktober und er ist ein Schutzpatron der Hirten und Bauern, er wird oft mit einem Schaf als Attribut dafür dargestellt.

Wie es dazu kam, da berichtet die Legende von einer Begegnung, die offensichtlich großen Einfluss auf die Entscheidung von Wendelin hatte, Hirte zu werden. Es kam zu dieser Hirtentätigkeit , als Wendelin auf einer Wallfahrt zu den Heiligtümern von Trier an die Tür eines reichen Mannes klopfte und um ein Stück Brot bettelte. Der Reiche entgegnete ihm: „Ein junger und kräftiger Bursche wie du soll nicht um Brot betteln, sondern dafür arbeiten.“ Er schickte Wendelin fort, seine Schweine zu hüten und Wendelin nahm diesen niederen Dienst demütig an. Zu den Schweinen kam alsbald auch das andere Herdenvieh wie Schafe, Kühe und Rinder. Die Begegnung mit dem "Gutsherrn" hinterließ bei Wendelin einen nachhaltigen Eindruck, denn er kam ursprünglich aus einem religiös geprägten Land, wo es ganz normal war, einen Pilger gastfreundlich aufzunehmen. Erstmals wurde er hier mit einer ganz anderen Haltung konfrontiert, die nicht gerade von Hilfsbereitschaft oder Rücksichtnahme geprägt war.

So wurde Wendelin für eine lange Zeit Hirte und als der Gutsherr eines Tages von einem seiner Raubzüge zurückkam, traf er Wendelin mit der Schafherde weit entfernt vom Gehöft an. Der Gutsherr wollte noch am selben Abend ein Tier aus der Herde schlachten, um es seinen Gästen vorzusetzen. Da sich die Herde so weit weg vom Gehöft befand und er dieses Vorhaben nun für nicht mehr realisierbar hielt, machte er Wendelin heftige Vorwürfe. Dieser aber erwiderte nur: „Habt Friede in Eurem Herzen, Gott wird es richten“. Von dieser Antwort wenig beeindruckt, ritt der Gutsherr wütend davon. Als er jedoch am Gehöft ankam, sah er Wendelin geradewegs vor ihm mit der Herde dort einziehen. Der Legende nach hätte Wendelin für diesen Weg von sieben Meilen mit der Herde zwei Tage gebraucht.
Diese Begebenheit wird als „Translokationswunder“ bezeichnet und kann bis heute nicht erklärt werden. Auf den Gutsherrn hatte das gewaltigen Eindruck gemacht. Er ließ daraufhin von seinem bisherigen schlechten Lebenswandel ab, bat Wendelin um Vergebung und stellte ihm ein Stück Land zur Verfügung, damit er sich dort eine kleine Einsiedelei errichten konnte. Diese lag in der Gegend in dem sich heute die Stadt St. Wendel befindet.

Bild- und Textquelle: [www.wikipedia.de]

weitere Textquelle: [www.sankt-wendelinus.de]

und zu lesen bei: [blog.bauernhofurlaub.de]
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Kommentare

23.02.2010 12:07 agrotron118
Ich dachte der Hl. Isidor von Madrid ist der Schutzpatron der Bauern??
23.02.2010 16:41 Bauernhofurlaub
Auch das habe ich schon mal gehört bzw. gelesen, bei uns im Bauernhof-Blog habe ich das auch dazu geschrieben, aber die Berichte, aus denen ich die Infos habe, verweisen auf den Heiligen St. Wendelin. Das ist so eine Sache mit den Heiligen und von denen kann man ja irgendwie auch nie genug haben, oder was meinst Du???
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