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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

349 mal angesehen
16.03.2010, 00.00 Uhr

Mein 2. Kurstag "Frühjahrsnachschau"

Am letzten Sonntag hatte ich nun meinen Kurs zum Thema Frühjahrsnachschau. Pia Aumeier hat uns in diesem Kurs alles erzählt und danach auch praktisch an Bienenvölkern gezeigt, was wir so tun sollten/müssen.

So weiß ich nun, dass meine Völker wohl noch ca. 4 - 6 kg Futter verbrauchen und ab der Kirschblüte keine Gefahr mehr besteht, dass das Volk noch verhungern könnte.
Ich suche mir zu erst mein leichtestes Volk (durch ankippen). Danach öffne ich dieses und schätze den Futtervorrat. Ich schätze nur die verdeckelten Futterzellen, in dem ich die Wabe gedanklich in 8 Teile teile und dann gedanklich die verdeckelten Zellen zusammen schiebe. Je 1/8 verdeckelter Zellen pro Seite der Wabe sind dies ca. 100 g bei DNM oder 125 g bei Zander. Also ergibt eine komplett auf beiden Seiten verdeckelte Wabe DNM so ca. 1,6 kg Futter. Nachdem ich alle Waben gezogen habe und geschätzt habe, kann ich erkennen, wie viel Futter noch vorhanden ist. Danach heben ich erneut die Beute an und merke mir das gefühlte Gewicht oder nehme die Federwaage aus dem Baumarkt und merke mir das angezeigte Gewicht. Danach wiege ich erneut alle Beuten und kann dann herausfinden, welche wohl genug Futter haben und welche zu wenig Futter haben. Wichtig ist aber, dass diese Prozedur getrennt für einzargige und zweizargige Beuten durchgeführt wird.
Stelle ich Futtermangel fest, kann ich dies durch den Austausch von Futterwaben z.B. aus wesentlich schwereren Völkern ausgleichen. Es geht aber auch eine Notfütterung mit Zuckerwasser/Zuckersirup, z. B. in 3 aufgeschnittenen und gesäuberten Tetrapacks. die Tetrapacks werden in der Nähe der besetzten Wabengassen platziert, Platz schafft man durch Ziehen von leeren Waben. Gegen das ertrinken der Bienen helfen u.a. Weinflaschenkorken. Leere Futterbehälter müssen dann auch wieder schnell entfernt werden und die Lücke mit Waben aufgefüllt werden,weil das Brutnest in den nächsten Wochen schnell größer wird.

Wenn ich gleichzeitig die Volksstärke kontrolliere und feststelle, dass die Völker nur 1- 3 Wabengassen besetzen also äußerst schwach sind, dann kann ich auch die Völker, getrennt durch ein Absperrgitter auf starke Völker aufsetzen und dann schauen, ob sich so vielleicht der Futtermangel in einem Volk und das Futterüberangebot im anderen Volk ausgleicht. Man muß dann auch keine Futterwaben umhängen, dies erledigen die Bienen dann alleine. Dadurch erreiche ich gleichzeitig auch, dass das schwache Volk innerhalb von 4 - 5 Wochen wesentlich in der Entwicklung unterstützt und saniert wird. Ach ja dies geht nur, wenn auch das schwache Volke weichselrichtig und gesund ist. Nach 4 - 5 Wochen grob zur Kirschblüte trennt man die beiden Völker wieder, wobei das schwächere Volk am Standort verbleibt und das stärkere Volk einen neuen Standplatz erhält. Dadurch wird das schwache Volk zusätzlich gestärkt, weil die Flugbienen dann zum schwachen Volk zurück fliegen. Deshalb muß auch direkt gleichzeitig auch auf das schwache Volk die 2. und eventuell auch der Honigraum über das Absperrgitter gegeben werden. Die Honigzarge kommt zur Kirschblüte ja wenn geht auf alle Völker drauf.
Die erste Erweiterung einzargiger Völker auf zwei Brutraumzargen erfolgt mit der Weideblüte, entweder durch reine Mittelwände, besser die Kombi aus vier ausgebauten Waben mittig angeordnet und den Rest an Mittelwänden aufgefüllt. Bei zweizargigen Völkern erfolgt die erste Erweiterung durch das Aufsetzen der Honigzarge zur Kirschblüte, genauso wie die bereits vor 4 Wochen auf zwei Zargen erweiterten Völker.
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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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Schlagwörter

erweiterung, frühjahrsnachschau, futterschätzung, futtervorrat, notfütterung, sanierung schwacher völker

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