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Schwammtuchmethode Wie reagiert das Volk? Ein letzter Blick
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04.08.2007, 21.28 Uhr

Leichte Unruhe

Nach dem Abräumen der Honigräume schließt sich gleich die Behandlung gegen die Varroa an. Die Völker erhalten einen Teil Futter für den Winter. Ich habe nach dem letzten milden Winter eine hübsche Menge Futterwaben übrig gehabt und gut durch den Sommer gebracht, immer in der Verteidigung gegen die Wachsmotten, Ameisen und Mäuse, die da gerne drankämen. Also habe ich jetzt teilweise ganze Futterzargen aufgesetzt. Den Sommer über lasse ich ein oder zwei Mal etwas Essigsäure im Futterwabenstapel verdunsten, das hilft sehr gut. Die Essigsäure 60% muss aber von oben auf den Stapel gegeben werden, da sie schwerer als Luft ist. Gibt man sie von unten, wirkt sie nicht.
Heute war hier ideales Wetter, der Himmel durchwachsen mit reichlich Sonne, 23°C. Die erste Behandlung des Jahres gegen die Varroamilbe beginnt. Die Völker erhalten 2 ml AS 60% pro Zanderwabe von oben. Zur Dosierung verwende ich eine Mensur, einen exakten Messbecher. Die Säure schütte ich AUSSERHALB des Bienenvolks auf das angefeuchtete Schwammtuch, dann treibe ich die Bienen mit Rauch nach unten, etwas Wachsüberbau wird abgekratzt und das Gitter mit dem Schwammtuch wird auf die Waben gelegt. Folie drüber, Deckel zu - fertig. Unten ist das Flugloch oder die Rückseite weit offen, aber der Gitterboden ist mit einer weißen Kunststofftafel verschlossen. Auf ihr kann ich in den nächsten Tagen die Milben zählen. Sehr wichtig für mich ist es, die Wirkung auf die Bienen zu beobachten. Manchmal kann es ja grenzwertig zu kalt oder zu heiß für eine Behandlung sein. Deshalb bleibe ich immer mindestens eine Stunde bei den Bienen sitzen und schaue, wie sie reagieren. Zeigen sie eine "leichte Unruhe" am Flugloch, bin ich zufrieden, mir ist das in der Literatur oft angemahnte "Fingerspitzengefühl" geglückt. Um die AS-Behandlung so wenig wie möglich durchführen zu müssen, achte ich auf eine gute Winterbehandlung und eine angemessene Entnahme der verdeckelten Drohnenbrut, drei bis vier Mal. Eine geringe Milbenzahl im Sommer ist der beste Schutz der Bienen.
Dann wartet schon der verdiente Nachmittagskaffee.
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Schlagwörter

ameisensäure, schutzhandschuhe, schwammtuch

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