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Lust auf Kochen

Gesammelte Rezepte &Tipps von landlive! (24 Einträge)

Brinzoer Haluschkas in der Entstehung Haluschkas beim Kochen Fertige Haluschkas
323 mal angesehen
18.03.2010, 12.09 Uhr

Brinzoer was? Ein slowakisches Nationalgericht

Kurz bevor der Frühling ausbricht, schiebe ich euch ein Rezept im Kochblog von landlive.de nach, dass eher etwas für die kalte Jahreszeit ist. Es ist Brinzoer Haluschka, ein slowakisches Gericht, das dort eine lange Tradition hat, und von der vornehmlich ländlichen Bevölkerung geschätzt wurde, schließlich gab es viele Kartoffel und die Schafhaltung war weit verbreitet. Zudem macht es den Magen schnell voll, wärmt von innen – und schmeckt sehr sehr gut (neben Sushi meine Leibspeise).

Wie kam ich zu Brinzoer Haluschka? Vor ca. drei Jahren war ich bei Frau K., die gebürtige Slowakin ist, zum Essen eingeladen, und ich genoss den Abend sehr, was ich mit einem „MMhhhh, schmeckt das gut“ wiederholt untermalte. Vor zwei Wochen traf ich mich mit Frau K. und habe mit Block und Stift das Rezept dokumentiert und auch gleich ein paar Fotos gemacht.

Und nun zum Rezept! Wir brauchen:

1 kg Kartoffel
300 gr. Brinzoer Käse (das ist ein slowakischer, auf dem Land hergestellter Käse, alternativ geht Schafsfrischkäse oder Schafskäse, der mit Sauerrahm aufgelockert wird)
in kleine Stückchen geschnittener Speck (ca. 100 gr.)
1 Becher Sauerrahm
400 gr. Mehl (nach altem Rezept nimmt man Wiener Griesslermehl, es geht auch Dinkelmehl)
und 2 TL Salz

Wir schälen nun die Kartoffeln, schnappen uns eine Kartoffelreibe und zerkleinern damit die Kartoffeln. Mit schmerzenden Handgelenken (war wenigstens bei mir so) mischt man danach Salz und Mehl unter, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.

Jetzt zerkleinert man den Speck in kleine Stücke und röstet sie in Öl an (ja, das Öl habe ich in der Aufzählung vergessen). Danach stellt man das beiseite und widmet sich wieder dem Teig.

Während einem der herrliche Speckgeruch in die Nase steigt wird Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht. Jetzt kommt ein Spätzlehobel zum Einsatz: er wird über dem kochenden Wasser gehalten, der Teig kommt rein und wird mit dem Holzlöffel durchgedrückt, damit die Haluschkas in spe so in das kochende Wasser gelangen.

Wenn die Teilchen nach oben kommen, müssen sie noch ein paar Minuten weiterkochen, dann nimmt man sie raus, schreckt sie kurz mit kalten Wasser ab, und fertig sind die Haluschkas. (Noch ein Tipp von Frau K.: immer in richtig kochendes Wasser geben, damit sie vorher nicht zerfallen und immer wieder umrühren, ansonsten kleben die Dinger unten an).

Nun kommen die Haluschkas in einen Behälter und werden mit dem Käse vermischt. Das kommt dann auf den Teller, darüber wird Sauerrahm gegeben und nun wird der warm gehaltene Speck mit Öl darüber gestreut.
Zum reinknien

Guten Appetit wünscht

Katalin
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Kommentare

18.03.2010 18:00 kruemel
Sehr deftig . Kling aber lecker!
18.03.2010 18:20 Katalin
kruemel schrieb:
Sehr deftig . Kling aber lecker!


ist supertoll bei haluschka bekomme ich futterneid *lach*
19.03.2010 15:17 Landus
Ich spüre schon beim Lesen das Zunehmen.
22.03.2010 15:17 wollweiber
so ausprobiert und sehr lecker.
Leider waren bei meinem Spätzlehobel die Löcher zu klein, ich habe es dann einfach wie schwäbische Spätzle geschabt.
23.04.2010 14:14 Katalin
wollweiber schrieb:
so ausprobiert und sehr lecker.
Leider waren bei meinem Spätzlehobel die Löcher zu klein, ich habe es dann einfach wie schwäbische Spätzle geschabt.


hey das freut mich ))
11.01.2013 16:29 Lixx_1
Liebe Katalin, nicht böse sein wenn ich dich ein bisschen ausbessere....Brinzoer=ist drüben Brinzovske Haluschke und dein Brinzoer Käse ist ganz normaler Brimsen (Schafskäse) der tatsächlich in der Mittelslowakei noch von den Bauern erzeugt wird. Den Brimsen bekamst du früher in jeder besseren Greisslerei (ländl. u. wiener Bezeichnung für Geschäft in dem du vom Lebensmittel über Knöpfe bis zum Wetzstein alles bekamst) daher auch der Name Greisslermehl (Mehl mit minderer Qualität, statt mit Industriestandard, da meist vom ansässigen Müller). Dieses Essen gabs auch hier...leider ist es so wie die Greissler ausgestorben und nur mehr wenige können sich daran erinnern...aber ich muss dir beipflichten ist ein feines Futter
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