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See mit Pelikanen Abend am See Morgen am See
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31.03.2010, 08.28 Uhr

Am Langanosee

Das letzte Wochenende verbrachten wir am Langanosee, einem See im Afrikanischen Grabenbruch. Die Fahrt ging südwärts, zunächst über Landstraßen, die Lodges sind nur über Pisten zu erreichen. Eine Brücke war zusammengebrochen (das kommt oft vor), und als Erstz wurde ein Contaiener über den Bach gestellt, durch den man das Auto bugsieren musste. Bei der Pistenfahrt hat man Gelegenheit, Dörfer ganz aus der Nähe zu sehen. Auch in Stadtnähe bestehen Dörfer oft nur aus Rundhütten, es gibt weder Wasserleitungen noch Strom. Die Wände der Rundhütten werden aus Flechtwerk gebaut, manchmal mit Lehm verputzt, die Dächer sind Stroh gedeckt. Die einzelnen Anwesen werden mit Flechtzäunen vor Tieren geschützt. Die Felder werden mit einfachen Holzpflügen bearbeitet. Man hat den Eindruck, dass sich seit der Erfindung des Ackerbaus nicht viel verändert hat.
An einer Weggabelung stand sehr malerisch ein alter Mann mit rotem Umhang. Er stützte sich auf seinen Speer. An der Grenze des Ressorts sprach mich ein junger Cowboy an, auch er mit einem Speer bewaffnet. Er weidete seine Herde am Seeufer. Er sprach ganz passabel Englisch. Es gibt auf dem Land überall Grundschulen, also doch eine Entwicklung.
Der Langanosee ist stark sodahaltig, deshalb kann man in dem weichen, vom Schlamm braunen Wasser baden. Das sollte man allerdings nicht in der Dämmerung tun, denn da kommen die Hippos an Land. Es ist nicht ratsam, sich mit diesen anzulegen.
Der See ist ein Vogelparadies, Pelikane, weiße Kormorane, Kiebitze, Wasserhühner ... Es soll auch Flamingos geben, ich habe aber keine gesehen. Über Nacht hatte es viel geregnet, der See erschien am Morgen blau, die Berge waren als Silhuetten entrückt, ein fast unwirklicher Anblick.
Die Lodge, man wohnt in einzelnen Hütten, liegt im Wald versteckt. Überall stieß man auf Affen und Warzenschweine. Man hatte den Eindruck von "Urwald". Dazu mehr in den nächsten Beiträgen.
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Rosalie

Rosalie

Alter: 75 Jahre,
aus Frankfurt
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Kommentare

31.03.2010 09:26 leola
Wow! Das ist immer wieder beeindruckend! Ich hatte garkeine Vorstellung davon, dass man nicht nur wegen des evt. verschmutzten Wassers auch noch wegen Nielpferden nicht baden gehen kann. Unglaublich! Das muss für dich doch sein, wie ein Leben in einer Tier-Fim-Reportage.
31.03.2010 09:54 Rosalie
leola schrieb:
Wow! Das ist immer wieder beeindruckend! Ich hatte garkeine Vorstellung davon, dass man nicht nur wegen des evt. verschmutzten Wassers auch noch wegen Nielpferden nicht baden gehen kann. Unglaublich! Das muss für dich doch sein, wie ein Leben in einer Tier-Fim-Reportage.

Leider habe ich gar kein Nilpferd gesehen. Die lodge hat "Nilpferdbeobachtung" im Programm, kann aber nicht garantieren, dass auch eines vorbeikommt. Man erzählte uns am nächsten Tag, dass tatsächlich eins zu sehen war.
04.07.2010 20:33 simientrekker
Für die Flamingos musst du auf der Strasse nach Awasse links in den Nationalpak einbiegen. Am Lake Shalla oder Abiata ist die Flamingokolonie. Frag mich nicht warum. Möglicherweise hat es mit dem flachen Ufer zu tun. Die Flamingus stehen noch 50Meter weit im See nur ein paar cm tief im Wasser.
Gruss Walter
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