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31.03.2010, 15.27 Uhr

Gewalzt oder gegossen?

Die Frage an die dlv-Imkerredaktion:

In der Praxis taucht immer wieder die Frage auf: Sind gegossene Mittelwände besser oder schlechter als gewalzte? Nachfolgend sind relevante Entscheidungskriterien zusammengestellt.


Die kurz gefasste Antwort des Experten:

Beim Gießvorgang wird das flüssige Wachs in eine Gießform (Prinzip Waffeleisen) oder auf rotierende, gekühlte und mit einem Trennmittel versehene Walzen mit Wabenmuster gegeben. Ersteres wendet der Hobbyimker, das zweite der Wachs verarbeitende Betrieb an.

Bei gewalzten Mittelwänden wird zunächst maschinell ein dickes Band erstellt, mit einer glatten Walze auf Verarbeitungsstärke gebracht (Prinzip Nudelmaschine) und im letzten Arbeitsschritt in einer Prägewalze mit dem Wabenmuster versehen und auf Endstärke gepresst. Durch diesen Walkvorgang erhält das Wachs eine andere Struktur, es wird geschmeidiger und verformbarer.

Wichtig ist, dass die Prägewalzen exakt eingestellt sind, damit die versetzte Wabenstruktur der Vorder- und Rückseite stimmt: „Y“=Zellenschnittpunkte auf der Rückseite befinden sich im Zellenmittelpunkt auf der Vorderseite.
Gegossene Mittelwände sind im Allgemeinen dicker, brechen aber leichter bei niedrigen Temperaturen als gewalzte.

Gewalzte Mittelwände sind sehr elastisch und einfacher zu handhaben. Manchmal wird daher vermutet, dass dem Wachs der gewalzten Mittelwände ein spezieller Stoff hinzugefügt wird, der das Wachs geschmeidig macht. Tatsächlich ist es aber das Produktionsverfahren, bei dem durch den Walzendruck die natürliche Elastizität entsteht. Gewalzte Mittelwände können daher auch sehr viel dünner hergestellt werden als gegossene.

Der Unterschied in der Dicke der Mittelwände hat dazu geführt, dass man lange Zeit annahm, gegossene Mittelwände seien im Gegensatz zu gewalzten ein Garant für einen schnellen Wabenausbau im Frühjahr. Dicke Mittelwände ersparen den Bienen jedoch viel weniger Wachsproduktion als vermutet. Sie lassen bei dickeren Mittelwänden nämlich einen dickeren Zellboden stehen, verbrauchen also nicht viel weniger Energie zum Wabenbau als bei dünneren Mittelwänden.

Im Naturwabenbau fertigen die Bienen keine Mittelwände und ziehen sie dann aus, sondern erstellen gleich die Zellen, die aber zum Rand des Wabenbaus hin immer flacher werden. Dadurch erhält der Wabenbau direkt seine Stabilität, obwohl weniger Wachs verbraucht wird als bei ausgezogenen Mittelwänden.


Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.diebiene.de]


Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de


Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]
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