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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Frohe Ostern!
32 mal angesehen
31.03.2010, 20.29 Uhr

Ei, Ei, Ei…

Osterzeit, Eierzeit . In der ARD-Mediathek habe ich einen interessanten Beitrag der „W wie Wissen“-Sendung vom Wochenende gefunden. Darin ging es natürlich rund ums Ei von der Entstehung bis zur Verwendung. Das ist schon eine sehr erstaunliche Erfindung der Natur. Die Schale ist luftdurchlässig und gerade mal 0,3-0,4 Millimeter dünn. Dennoch ist sie überaus stabil. Zwar hat sicherlich jeder von uns schon mal ein rohes Ei aus Versehen kaputt gemacht, aber es zerbricht nur dann, wenn ein recht hoher Druck an einer nur kleinen Stelle auftritt. Also wenn das Ei auf einem harten Boden auftrifft oder an einer Kante aufgeschlagen wird.

Schon wenn man ein Ei hält, und es versucht nur mit einer Hand zu zerdrücken merkt man, das das so gut wie nicht möglich ist. Klar, eine Henne darf das Ei ja auch nicht zerbrechen, wenn sie sich draufsetzt. Das liegt daran, dass sich der Druck durch die Rundung auf die gesamte Schale verteilt und damit dem Ei eine hohe Stabilität verleiht. Diese Tatsache wird auch in der Architektur genutzt – und zwar bei Kuppeln. Denn die Eiform verhilft dadurch auch großen Gebäuden zu großer Standfestigkeit.

In einem Experiment wurden 3 Eier von oben und unten mit Sand gefüllten Bechern umgeben, so dass sich der Druck gut verteilen konnte. Darauf wurde eine Glasplatte gelegt und eine 50 Kilo schwere Person gestellt. Die Eier hielten Stand! Es wurden noch zusätzliche Gewichte auf die Platte gelegt, bis 110 Kilogramm auf den 3 Eiern lasteten. Dann brach die Konstruktion zusammen, allerdings nicht die Eier, sondern die Plastikbecher…
[www.daserste.de]

Nun könnte man meinen, dass Eier eigentlich rund wie eine Kugel sein müssten. Denn die Kugel ist eben so stabil wie die Eiform und würde sogar noch weniger Material verbrauchen. Das Dotter hat ja beispielsweise auch eine Kugelform. Jedoch sind Eier aus einem einfachen Grund zu „verschwenderisch“ gebaut: sie können nicht so leicht wegrollen. Je gefährlicher ein Vogel brütet, also zum Beispiel in einem Felsforsprung, um so spitzer sind die Eier ein einer Seite. Denn so kullern sie maximal im Kreis herum. Bei Vögeln mit sehr sicheren Nistplätzen sind die Eier dann auch runder. Clever von der Natur eingerichtet, was?
[www.daserste.de]

In diesem W wie Wissen-Beitrag wurde übrigens gesagt, dass Eierfarben völlig unbedenklich sind, auch wenn sie durch die Schale auf die Eier selbst gelangen. Denn die darin enthaltenen Farbstoffe sind viel zu gering dosiert, als dass sie eine Auswirkung auf die Gesundheit haben könnten. Wer trotzdem lieber natürliche Farben verwendet, hat dazu sogar eine große Auswahl an Pflanzen, die einfach ausgekocht werden.

Für gelb geht beispielsweise Curcuma, Kamille, Goldrute oder Johanniskraut. Eher orange bis braun werden die Eier mit Zwiebelschalen. Rote Beete, Rotkohl oder rote Zwiebelschalen färben – wie soll es anders sein – rot bis rotviolett. Noch blauer wird der Farbton mit Heidelbeeren oder Holunderbeeren. Grün wird’s mit Spinat oder Petersilie, eher grün-gelb mit Birkenblättern oder Brennnesseln (werden die jetzt wirklich mit 3 „n“ geschrieben??). Ein Schuss Essig intensiviert das Farbergebnis. Eine Abreibung mit Öl, lässt die gefärbten Eier glänzen und macht sie länger haltbar.

Genaue Färbeanleitungen zu einigen Naturprodukten gibt es hier: [www.utopia.de]

Weitere Infos zu Eiern und Färben mit natürlichen Farben:
[www.daserste.de]
[www.fest-und-feiern.de]
[www.krautundrueben.de]

Foto: mein übliches Oster-Foto
offline

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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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Kommentare

01.04.2010 12:09 Paradiesgarten

Guter Beitrag !
Zum Glänzen haben wir immer eine Schinkenschwarte genommen.
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