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Learning to Bee

Anfängersorgen und Altlasten der Imkei (39 Einträge)

Taunus Sonnenwachsschmelzer I Taunus Sonnenwachsschmelzer V Taunus Sonnenwachsschmelzer IV
1541 mal angesehen
09.04.2010, 01.16 Uhr

Neuheiten - Taunus Sonnenwachsschmelzer

Taunus Sonnenwachsschmelzer

Bei uns im Garten stehen bereits zwei Sonnenwachsschmelzer. Einer ist Marke Eigenbau und sicher über 20 Jahre alt. Er tut seinen Dienst verlässlich. Im Prinzip besteht er aus einem Holzkasten mit Glasscheibe, in den mit leichter Neigung eine Metallplatte eingelassen ist. Auf diese legt man die Waben und durch die Sonnenstrahlung erwärmen sich Metallplatte und Kasten so, dass das Wachs in eine im kasten integrierte, herausnehmbare Wachsauffangschale fließt.
Den zweite Sonnenwachsschmelzer haben wir von einem Imker geerbt, er funktioniert nach dem selben Prinzip - nach Jahren der Vernachlässigung schaut er aber sehr unappetitlich aus und ich habe auch keine Lust ihn zu putzen.
Insofern kam mir Ostern dieses Jahres ganz recht um als Ostergeschenk für die familiäre Imkerei einen Sonnenwachsschmelzer Marke
"Taunus" zu bestellen. Produzent dieser Sonnenwachsschmelzer ist die Firma Seip aus Butzbach-Ebersgöns. Vertrieben wird der Sonnenwachsschmelzer, zum Preis von ca. 100 Euro, über verschiedene Internethändler mit Preisen die im Bereich von ca 15 Euro variieren. Zum Sonnenwachsschmelzer wird ein Drehgestell angeboten, das - je nach Händler - um die 30 Euro kostet.

Gekauft habe ich den Taunus-Sonnenwachsschmelzer als Komplett-Set mit Drehständer bei der Firma Seip, via Internetbestellung. Die Lieferzeit betrug beim Ständer 2 Tage und für den Schmelzer selbst 4 Tage. Beide Pakete kamen unbeschädigt an.
Der Ständer selbst besteht aus lackiertem Metall und hat zwei Teile: Das Gestell mit insgesamt 4 Beinen sowie einen Aufsatz mit Neigungswinkel an dem über eine Metallplatte der Sonnenwachsschmelzer aufgeschraubt werden kann. Den Aufsatz mit Schmelzer steckt man sodann auf das Gestell und kann dann das Gerät problemlos und ohne Kraftaufwand in alle 4 Himmelsrichtungen drehen.
Der Sonnenwachsschmelzer besteht aus verleimten Spanplatten, die innen und außen mit Bondex dunkelbraun imprägniert sind. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, am Holzkasten wackelt nichts. Unten am Kasten sind 4 Vorbohrungen für die Schrauben, mit denen man den Kasten am Aufsatz des Drehgestells anschrauben kann: Praktisch für Nicht-Handwerker für mich, so kann ich mich weder verbohren noch verschrauben. Nach weniger als zwei Minuten ist der Schmelzer am Aufsatz festgeschraubt, gebraucht habe ich dazu nur einen Kreuzschraubenzieher.
Innen hat der Schmelzer eine schwarz emaillierte Trägerplatte, die mit einem Neigungswinkel im Kasten angebracht ist. Die Seiten zwischen Platte und Kasten sind mit Silikon abgedichtet, allerdings nicht immer ganz sauber, aber wohl dicht.
Dort wo das Wachs nach unten abfließen soll ist mit zwei Nägel ein kleiner Streifen Absperrgitter angepinnt, der Dreck und sonstigen Ausschmelz des Wachses zurückhalten soll. Abfließen soll das Wachs in eine Edelstahlwanne, die mich arg an eine Kuchenform erinnert - sie hat tatsächlich in etwa die Größe einer Kastenbackform und ist aus Edelstahl. Theoretisch könnte man in den Schmelzer auch größere Schalen einsetzen, Platz wäre dazu da. Nicht ganz ideal ist die Befestigung der Wachsschale: Zwar gibt es zwei Keilförmige Klötze, die scheinbar ein Abrutschen der Schale nach unten (so dass das Wachs dann in den Boden des Schmelzer und nicht in die Schale läuft) verhindern sollen, zudem kann man die Schale etwas unter der Trägerplatte einklemmen, so richtig bombenfest hält das alles aber nicht. Hier werde ich mir einfach einen Holzklotz zuschneiden, der zwischen die beiden eingebauten Keile passt und die Schale am Platz hält.
Oben auf liegt eine in Holz gefasste Spezialkunststoffscheibe aus Plastik. Der Deckel lässt sich mit zwei Metallhaken und dazugehörigen Ösen fest am Schmelzer arretieren - Scharniere sind keine vorhanden, man kann den Deckel jederzeit abnehmen.

Zusammengebaut ergibt sich ein guter Neigungswinkel und natürlich die Möglichkeit den Schmelzer jederzeit zu drehen. Bei einem ersten Tag auf der Terasse waren die erreichten Temperaturen ganz ordentlich, die Platte wird richtig heiß - erste Wachsschmelzergebisse liegen auch schon vor: Es läuft alles recht fix.

Kurz die Fakten:
Taunus Sonnenwachsschmelzer mit Drehständer von Seip
Größe ca. 68 x 52 cm für 2 DNM-, Zander oder Langstrothrähmchen.
Gewicht ca. 22kg
Preis - Komplettset ca. 135 Euro (Sonnenwachsschmelzer, Wachsschale aus Edelstahl, Drehgestell)

Nach den ersten drei Testwochen läuft am Sonnenwachsschmelzer alles ideal. Sehr schön ist die Möglichkeit ihn einfach zu drehen und mit seinen knapp 22kg kann man ihn auch noch etwas rumschleppen.
Die mitgelieferte Wachsschale ist aber definitv sehr klein bemessen, etwas größer wäre sicher besser. Nicht so toll ist auch, dass man den bleibenden Trester aus dem Schmelzer "rausfischen" muss. Unsere alten Schmelzer lassen sich umkippen, so dass man den Trester nach hinten rausschaufeln kann. Hier werde ich mit dem Kauf eines größeren Schabers Abhilfe schaffen.

2010: Kauf und erster Einsatz
2011: Zwischenfazit nach einem Jahr Einsatz - der Sonnenwachsschmelzer ist mittlerweile innen etwas verwachst (weil ich mir trotz Planung keine größere Wachsauffangschale gekauft habe) aber ansonsten noch top in Ordnung. Er hat das Jahr in Freiaufstellung trotz Regen gut überstanden, auch die Holzeinfassung ist trotz der Witterung gut in Schuss. Er wird aktell im Keller zwischengelagert.

Mehr Bilder vom Sonnenwachsschmelzer gibt es übrigens hier:
[www.landlive.de]
offline

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Austeja

Austeja

Alter: 38 Jahre,
aus Rosenheim

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Kommentare

09.04.2010 08:38 Bienenfreund
Auf Dauer könnten die beiden Deckelhaken zu wenig sein. Bei mir hatte sich der Deckel verzogen, ein Spalt tat sich auf und Bienen krabbelten rein - in die Gluthitze, leider. Ich habe es aber schnell bemerkt und vier gute Schließhaken angebracht, damit der Deckel rundum dicht aufliegt.
25.05.2010 22:25 Austeja
Ja, beim Deckel muss man genau kontrollieren ob er gut aufliegt. Machmal schaut es so aus als ob und dann ist er doch nicht richtig "eingerastet". Bienen hat es bei uns glücklicherweise noch nicht erwischt. Dafür hat der Kater den Sonnenwachsschmelzer als neuen Markierungspunkt auserkoren
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