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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

323 mal angesehen
10.04.2010, 23.14 Uhr

Mein 3. Kurstag -heute- Erweiterung und Schwarmkontrolle

Heute haben wir theoretisch und auch praktisch gesehen, wie wir die nächste Erweiterung, Schwarmkontrolle, Ablegerbildung meistern und Wachs ausschmelzen können.
Die Erweiterung umfasst eine Futterkontrolle im oberen Brutraum, volle Futterwaben ohne Brut werden entfernt entfernt, ein Drohnenbaurahmen wird an 2. oder vorletzter Stelle gehangen und der Rest mit Mittelwänden aufgefüllt, falls Rähmchen fehlen. Links und Rechts neben dem Baurahmen sollten ausgebaute Waben hängen, um Wildbau zu vermeiden.
Die Erweiterung um den Honigraum ist sehr simpel, wenn die Kirsche beginnt zu blühen, einfach die nächste Zarge oben auf und mit Absperrgitter getrennt. Entweder komplett mit Mittelwände oder mittig mit 3-4 ausgebauten Waben und den Rest mit Mittelwänden auffüllen. Mann kann auch beide Maßnahmen zusammen machen.
Wichtig ist die Völker immer bauen zu lassen (Baurahmen, Mittelwände), immer genug Raum geben (z.B. einen 2. Honigraum bald aufsetzen bei Massentracht) und sanft schröpfen durch Ablegerbildung, alle zwei Wochen bei guter Entwicklung ein Brutbrett entnehmen und damit einen Ableger bilden. (Brutbrett, gedratetes Leerrähmchen, Futterwabe)

Drohenbrutschneiden/Baurahmen einsetzen, ungefähr 14 - 24 Tage nach dem einsetzen kann die 1. Drohnenbrut geschnitten werden, wenn die Bienen direkt mit dem Ausbau beginnen. Zwischen 2-4 Mal kann man dies machen bis zur Sommersonnenwende.

Durch die Kippkontrolle lassen sich die 1. Spielnäpfchen anschauen, man kippt den 2. Brutraum vom 1. an und schaut dann drunter und kann sehr gut sehen, ob Schwarmzellen bestiftet, unbestiftet oder verdeckelt oder/und Spielnäpfchen vorhanden sind. Wenn man Schwarmzellen findet, was ab der Kirschblüte bei starken Völkern möglich ist, dann müssen die und auch alle anderen Schwarmzellen gebrochen oder andere Maßnahmen (Flugling mit Brutwabe, Zwischenbodenableger oder Königinnenableger) durch geführt werden. Dies erfahren wir beim nächsten Mal.

Was ich an dieser Stelle mal sagen will, Pia Aumeier gestaltet den Kurs äußerst interessant, es sind ALLE Fragen erlaubt und werden umfassend beantwortet. Es gibt keine/n Kursteilnehmer der/die an den Völkern Handschuhe oder sonstigen Schutz benötigt, die Bienen sind äußerst sanftmütig. Ich wäre froh wenn meine Völker alle so wären. Sie landen auch mal auf dem Kopf, Arm oder sonst wo und nach einigen Minuten fliegen sie wieder weiter, einfach toll.

Wir haben auch gesehen, wie einfach alte Waben ausgeschmolzen werden können.

Man benötigt 3 Zargen (+ 1-2 Zargen die ausgeschmolzen werden) einen Trichter aus Edelstahl in der Größe der Zarge (konnten wir heute bestellen) einen Eimer, eine alte Strumpfhose, einen Zargendeckel, ein Dampferzeuger (z.B. Tapetenablösegerät 2000 W für ca. 35 €), 2 blaue Müllsäcke und ein Absperrgitter.

2 Zargen werden übereinander gestellt, da rein kommt der Eimer mit übergestülpter alter Strumpfhose als Sieb, darauf der Trichter, darauf die Leerzarge, darauf das Absperrgitter als grobes Sieb, darauf die auszuschmelzenden Zargen mit Rähmchen, darauf der Deckel (eingewickelt in blauen Sack). Der Schlauch vom Dampferzeuger wird von unten bis in den Trichter eingeführt. Dampferzeuger anstellen und ca. 45 min Dampf erzeugt, danach ist das Wachs ausgeschmolzen, der Trester wird in den zweiten Müllsack entsorgt, Rähmchen werden heiß abgekratzt und abgeklopft und sind sauber. Wachs ist unten im Eimer und kann weiter verwendet werden.
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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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Schlagwörter

ablegerbildung, baurahmen, drohenbrut schneiden, erweiterung, schwarmkontrolle, schwarmverhinderung

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Kommentare

11.04.2010 15:57 Bienenfreund
Das mit der Sanftmut ist so eine Geschichte.

Im Herbst hat mich ein Volk zusammengestochen, gestern war es lammfromm. Ich bin dagegen, so zu tun, als würden die Bienen nicht stechen. Es gibt genügend "Opfer" dieser Unterweisung, ohne Schutz zu imkern, die dann einen Schock erleiden, wenn sie ein paar Stiche abkriegen.

Ich habe selbst mit Gerhard Liebig darüber gesprochen. Er erzählt ja, dass er den ganzen Tag lang nicht gestochen wird, aber dann kommt ein Stechteufel und er kriegt 50 Stiche auf einmal. Das soll es dann sein? Nee, er räumte dann schon ein, man solle einen Schleier tragen.

Also andersrum wird ein Schuh draus: Schleier aufsetzen und dann, wenn die Bienen wirklich lammfromm sind, kann ich ihn zurückklappen.

So fahre ich gut mit meinen Bienen, ein Stich ab und zu kann schon mal sein,

aua sagt dann Bienenfreund
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