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Die radioaktive Königin finden
383 mal angesehen
18.04.2010, 10.39 Uhr

Wie die Königin finden?

Früher war alles besser. Die Königin finden? Kein Problem. Wir malen sie radioaktiv an, dann „strahlt“ die Königin...
... und der Imker vielleicht auch!? Keiner, der nicht schon fast verzweifelt wäre: Zwei Mal in allen Zargen alle Waben herausgenommen und von rechts nach links und hinten und vorne inspiziert – nichts zu machen, die Königin ist nicht zu finden. Außer massig Unruhe im Volk, ist viel schöne „Imkerzeit“ verflossen.

Das muss nicht sein. Schließlich gibt’s eine technische Lösung, um blitzschnell und ohne den Bienenkasten überhaupt zu öffnen, den Sitz der Königin zu orten. Wie das? Ganz einfach, man markiert sie mit einer radioaktiven Substanz. Wie bitte? Ja, doch – mit ganz wenig natürlich. Fährt man dann mit dem Geigerzähler von außen über die Beutenwände, gibt’s ein Knacken im aufgesetzten Kopfhörer. Und dort wo’s am lautesten knistert und tickt, dort hockt sie dann. Und teuer muss es auch nicht sein: So ein Geigerzähler ist von den Radiobastlern unter den Imkern leicht und schnell selbst gebaut und kostet gerade mal 70,- DM.

Mark!?... Ja zugegeben, der Tipp ist nicht ganz neu und – jetzt ernsthaft – heute unvorstellbar. Er stammt aus den 1950er Jahren. Der Glaube an den technischen Fortschritt war unendlich groß, das Fernsehen gerade im Kommen und Armbanduhren, die nachts von selbst leuchteten, der Renner – warum sollte man nicht auch Bienenköniginnen radioaktiv leuchten lassen?

Eingeräumt wurde, dass noch nicht alle Fragen geklärt wären: Ist die radioaktive Substanz für die Königin schädlich? Wird ihre Lebensdauer beeinflusst oder können Genschäden und damit Mutationen auftreten? Geht sie weiterhin ihrem Brutgeschäft nach? Glücklicherweise seien die verwendeten Energien aber für den Menschen praktisch unschädlich, erfahren wir ebenfalls aus einem zeitgenössischen Text (Quelle: Imkerfreund 12/1957, S. 377, Zeichnen der Königin mit radioaktiver Substanz). Das Ganze würde zwar zunächst wie eine technische Spielerei anmuten, hieß es in dem Artikel. Wenn sich aber die noch offenen Fragen klären ließen, würde dahinter durch die Zeitersparnis ein bedeutender Nutzen für den Berufsimker stecken. Die Königin und ihr Schicksal sei ja für den Imker von entscheidender Bedeutung.

Wir fragen dagegen: Gilt dies auch umgekehrt? Und sind uns sicher, dass es gut war, dass sich dieser Tipp nicht in der Praxis durchgesetzt hat!

Vom Autor aus ADIZ/die biene/Imkerfreund Heft 4/2007, Seite 28
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Kommentare

19.04.2010 23:01 seekel
Stell dir das anders herum vor den Geigerzähler (Becquerelzähler) oben auf die Rähmchen gelegt und der Imker bekommt die Markierung auf die Stirn. Würde für die Bienen heißen wenns anfängt zu knacken ab nach unten der Chef kommt .
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