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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

204 mal angesehen
26.04.2010, 09.15 Uhr

Wanderung in den Raps

So am Samstag war es soweit, der Raps beginnt langsam zu blühen, Sonntag soll es sehr warm werden so knapp über 20 Grad und Montag Schauer bei 16 Grad, also ideal um die Bienen dahin zu stellen. An einigen Rapspflanzen sind bereits wenige gelbe Blüten zu sehen, ist noch nicht wirklich gelb, aber genau richtig zur Wanderung, ich kann dies ja nur am Wochenende machen und in einer Woche ist es zu spät.

Vorbereitungen:
Ich habe mich für die 4 starken Völker entschieden, die bereits die Woche zuvor den Honigraum bekommen haben, teilweise 1/2 HR teilweise 1zargig HR. Ich habe kurz noch mal reingeschaut, war aber alles ganz gut, neue Mittelwände werden nun langsam ausgebaut, da hier auch die Kirsche blüht. Die 1/2 Zargen sind nur mit Mittelwänden ausgestattet, da ich keine bereits ausgebauten Waben habe. Die werden deshalb auch schlechter angenommen, als die 1er Zargen, dort hängen mittig ausgebaute Waben aus dem Vorjahr und die werden wesentlich besser angenommen.
Alle Beuten wurden mit einem Wandergurt versehen, so dass sie nicht während des Transports auseinander fallen. Fluglochkeil wurde bereit gelegt und das Blechdach und Steine bereits im Auto verstaut.

Der anzuwandernde Platz wird vorbereitet, der Landwirt der mich empfängt hat mir mehrere schöne Plätze gezeigt. Ich habe mich für einen Platz entschieden, der leicht in einer Senke liegt und Morgen- und Mittagssonne hat. Bis zum Rapsfeld ca. 10 ha sind es so 50 Meter. Und der Platz ist mit dem Auto gut erreichbar, wenn man den Weg kennt. Dort habe ich am Nachmittag bereits die 2 Holzpaletten mit Wasserwaage und Spaten ausgerichtet (Ausrichtung Süd-Ost) und die Bienentränke ca. 20 m seitlich entfernt aufgestellt. Ich nehme als Bienentränke ein schwarzes Baufaß aus Kunststoff, wenn es geht wurde darin schon mal Zement angerührt, dann sind die Wände schön rauh. Da hinein kommen Styroporbruchstücke als Schimmhilfe, da fliegen meine Bienen sehr gerne drauf. Das Wasser nehme ich in alten Milchkannen mit. Die habe ich dann auch bei jedem Kontrollbesuch dabei, um das Fass immer wieder etwas aufzufüllen. Ach ja, das Auto mit dem Hänger stelle ich in den Garten, in die Nähe der Beuten, lege schon die Verzurrgurte unter dem Hänger. Lege die Warnschilder und das Adressschild bereit. Auch den Akkuschrauber und spezielle Schrauben und Stirnlampen lege ich bereit, damit werden die Beutenböden von hinten später mit der Palette verschraubt. Und ich organisiere mir etwas Hilfe durch einen Freund, der dann zur Dämmerung vorbei kommt.
Dauer ca. 1,5 Stunden

Wanderung:
Als es langsam dämmert geht es los, Fluglöcher mit Fluglochkeil verschlossen und anschließend mit Sackkarre auf den Anhänger verladen. Nachdem alle 4 Beuten verladen sind, Klappe schließen und mit Verzurrgurte (mit Ratsche) zusätzlich sichern. Ich habe mir so eine praktische Stirnlampe mit LED-Licht besorgt und eine zweite für meinen Helfer dabei gehabt. Dann ging es mit dem Auto und Anhänger schön vorsichtig durch den Garten auf die Strasse und dann ab zum Wanderplatz, ca. 9 km entfernt. Dort angekommen werden die 4 Beuten auf die vorbereiteten Paletten gestellt. Geht alles sehr schnell, weil ja alles vorbereitet ist. Blechdächer und die Steine drauf. Danach die Warn- und Adressschilder angebracht und nun noch die Beuten verschrauben. Verschraubte Beutenböden haben den Vorteil, dass ein Dieb nicht so leichtes Spiel hat, Spezialschrauben sorgen dafür, dass er ohne das passende Werkzeug hoffentlich die Schrauben nicht so leicht wieder lösen kann. Bei mir sind die Verschraubungen von Außen auch nicht zu sehen, ich habe mich eine Stelle gesucht, die man nicht so leicht findet, quasi innen liegend . Wenn dann ein Räuber die Beuten klauen will, wird er wohl schnell Bekanntschaft machen mit einer wehrhaften Biene, denn der Boden bleibt auf der Palette und er hält die offene Zarge in der Hand.
Als letztes und wichtigstes... die Fluglöcher werden wieder geöffnet, Fluglochkeile entfernen und fertig. Die Bienen waren bis dahin schon wieder so ruhig, dass keine Biene raus kam und "Hallo" gesagt hat .
Dauer ca. 1,5 Stunden

Sonntag war ich am Abend kurz da, alles super, die Bienen fliegen sehr stark und es ist ein schönes Bild dies anzusehen.

Ach ja um meinen Schwächling, der auf dem starken Volk aufgesetzt ist, kümmere ich mich nächste Woche wieder, die bleiben ja zu Hause. Da habe ich nur kurz reingeschaut, oben wie unten sind wieder viele Bienen und überall Brut vorhanden. Die kümmern sich nun um die Obstbäume im Ort, dies sind ja genug. Die hatten auch noch mal etwas Futter (3 Liter) bekommen, da bereits alles wieder weg war. Wenn alles gut läuft werde ich nächste Woche die beiden trennen und auch da ein 1/2 HR aufsetzen. Volk gerettet, Glück gehabt.
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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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Schlagwörter

rapswanderung

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Kommentare

26.04.2010 10:45 Bienenfreund
Mir scheint, eine perfekt vorbereitete und durchgeführte Bienenwanderung. Hut ab - Respekt!
Bei Dir möchte man Biene sein
meint Bienenfreund
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