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Äthiopische Rundkirche Frauen begrüßen sich Männer nach dem Gottesdienst
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28.06.2010, 14.08 Uhr

Ein Sonntag auf dem Lande

Es war eine abenteuerliche Piste, die wir fuhren, als eine für Äthiopien typische Rundkirche auftauchte. Die Dächer sind nicht mehr mit Stroh, sondern mit Wellblech gedeckt. Der Gottesdienst schien gerade zu Ende gegangen sein. Männer wie Frauen waren in weiße Tücher gehüllt. Sie strebten dem Ausgang zu. Die Frauen fanden sich in kleinen Gruppen zusammen, die Männer ließen sich auf einer Mauer nieder, um zu plaudern und Mais zu essen.
Dazu noch eine kleine Geschichte vom religiösen Leben in der Stadt:
Manchmal gehe ich auf den Kirchhof, um mich vom Lärm in der Stadt auszuruhen. An einem Samstagmorgen hörte ich Gesang mit Trommeln und Trillern. Ich ging der Musik nach und sah festlich gekleidete Mädchen. Ein junger Mann kam auf mich zu. Ich fragte ihn, ob ein besonderes Fest sei. Nein, es sei die Sonntagsschule, ich sei immer eingeladen, zu kommen. In einem langen, dunklen Raum saßen auf der einen Seite etwa 100 in weiße Tücher gehüllte Mädchen, auf der anderen etwa ebensoviele Jungen. Die Jungen auf einer Bank ohne Lehne rückten zusammen, um mir Platz zu machen. Die Kinder folgten der Rede des Sonntagsschullehrers, sangen und beantworteten Fragen. Ein Junge neben mir schrieb für mich auf Englisch auf, was gerade dran war. Die Kinder waren sehr diszipliniert, aber entspannter als in der Schule. Die religiöse Unterweisung schien ihnen Spaß zu machen.
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Rosalie

Rosalie

Alter: 74 Jahre,
aus Frankfurt
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